E-Commerce für Verlage

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E-Commerce für Verlage

Mit User Stories den perfekten Webshop für Ihren Verlag entwickeln

 

Webshops erhöhen den Umsatz, wenn sie auf den Nutzer ausgelegt sind. Wie gelingt die Fokussierung auf den Kunden? Im Folgenden möchten wir Ihnen die Inhalte unseres Fachvortrags auf der Frankfurter Buchmesse 2019 erläutern. Wir wünschen viel Freude beim Kennenlernen einiger neuer Methoden und Ansätze!

Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit einem spannenden Fachvortag zum Thema “Nachhaltige Buchproduktion” auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Gerne können Sie über folgenden Link die Unterlagen anfordern:  https://open.junixx.fm/fachvortrag-lbm2024/

Das Problem: mangelnde Fokussierung auf den Kunden

In Unternehmen herrscht nicht selten eine Fokussierung auf interne anstatt auf externe Zielgruppen. Die Befindlichkeiten der eigenen Mitarbeiter und die vermeintlich beste Lösung für das Unternehmen dominieren gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen der Endkunden. Eine solche Denkweise ist auf den ersten Blick nicht verwunderlich. Den Status quo zu wahren und sich um seine eigenen Bedürfnisse zu kümmern, liegt in der Natur des Menschen. Im Wirtschaftsleben werden jedoch Umsätze durch Kunden generiert. Deshalb ist es wichtig, die Unternehmensstrategie auf den Kunden auszurichten. 

Die schlechte Nachricht vorab: Es gibt keine Musterlösungen. Jedes Unternehmen hat eigene Produkte, eine eigene Identität und eigene Kunden. 

Die gute Nachricht: Weil es keine Musterlösung gibt, müssen Sie Ihre Kunden kennenlernen. Wissen, das Gold wert ist.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Konzepte und Tools “Customer Journey”, “User Story” und “MVP-Kette” vor. Diese drei Ansätze können Sie auf verschiedenste Arten anwenden. Ihr Ziel ist immer, das Produkt auf die Bedürfnisse seines Nutzers zu zuschneiden.

Was ist eine Customer Journey?

Die verschiedenen Phasen eines Kaufprozesses lassen sich als Customer Journey bezeichnen. Eine Customer Journey kann sowohl on-  als auch offline abgebildet werden. Die Reise beginnt nicht erst bei der tatsächlichen Bestellung in Ihrem Webshop, sondern möglicherweise bereits bevor ein potentieller Kunde von Ihrer Marke überhaupt weiß. Eugene Schwartz entwickelte das „5 Levels of Awareness“-Modell, das fünf Phasen eines Kaufprozesses beschreibt. Schwartz’ Ausarbeitung einer Customer Journey ist nicht die einzige und viele Wirtschaftsexperten haben alternative Modelle entwickelt. Wir bewerten das „5 Levels of Awareness“-Modell als gelungen und griffig. Mit der Hilfe eines solchen Modells können Sie erkennen, welche Bedürfnisse der Nutzer in welcher Kaufentscheidung hat. Gehen Sie hierauf entsprechend ein.

Das „5 Levels of Awareness“-Modell

 

1. Unaware

Das erste Level ist die “Unbewusste”-Phase. Eine Art Grundstimmung: Ihrem potentiellen Kunden geht es gut. Ihm ist kein Problem bewusst, welches er lösen möchte. In diesem Level sind Konsumenten sehr beeinflussbar durch äußere Reize wie Werbung, Empfehlungen und Gespräche. Durch gezielte Werbung kann dem Kunden beispielsweise auffallen, dass es ein Bedürfnis gibt, das er stillen möchte.

 

2. Problem Aware

Der Nutzer ist sich nun eines Problemes bewusst. Er möchte es lösen. Noch hat der Nutzer keine Idee für eine Lösung. Er setzt sich intensiv mit seinem Problem auseinander. Deshalb sucht er sehr breit und lässt sich gerne inspirieren.

 

 

3. Solution Aware

Die ersten Suchen und Recherchen haben dem Nutzer gezeigt, dass es Lösungen für sein Bedürfnis gibt. Er präferiert noch kein spezielles Produkt oder hat sich für einen bestimmten Service entschieden. Es ist wichtig, dass er auf Ihre Marke und Produkte stößt, um sie als Lösung wahrzunehmen. Kunden sind in dieser Phase sehr offen für deutliche Angebote.

 

 

 

4. Product Aware

Wir befinden uns in der heißen Phase der Kaufentscheidung. Der Kunde hat einen Anbieter oder ein Produkt kennengelernt und erstes Interesse. Nun muss der Nutzer vom Angebot überzeugt werden. Die Überzeugungsarbeit muss hierbei unterschiedlichen Kundentypen angepasst werden: Ein zurückhaltender, skeptischer Käufer muss darauf vertrauen können, dass er Produkte zurückschicken und umtauschen kann. Für einen impulsiven Käufer ist ein schneller und zuverlässiger Versand überzeugender.

 

 

 

 

5. Most Aware

Der Kunde hat bei Ihnen bzw. Ihr Produkt gekauft. Herzlichen Glückwunsch. Hier endet Ihre Kundenbindung aber nicht. Bieten Sie ihm ein tolles Versanderlebnis und eine gute Betreuung nach der Kaufentscheidung. Kann er bei Fragen den Support erreichen? Erhält er ein Feedback auf seine Rezensionen? Fühlt er sich weiterhin gut aufgehoben, wird der Nutzer selbst zum Multiplikator Ihrer Marke, teilt seine hervorragenden Erfahrungen und wird wieder auf Ihre Services und Produkte zurückgreifen.

 

 

 

Was ist eine User Story?

Mit Hilfe einer User Story können Sie Bedürfnisse und Ziele Ihrer Kunden konkret erfassen. Die User Story lässt sich als einfache Formel darstellen: 

Im Zuge von jedem Entwicklungsvorhaben sollten Sie sich zunächst der oben gezeigten Faktoren bewusst werden. Formulieren Sie die entsprechende User Story, machen Sie diese sichtbar (ausdrucken und aufhängen, zentral in Präsentationen einbauen etc.) und prüfen Sie jede neue Idee mit der User Story, bevor Sie Ressourcen in Entwicklungen investieren.

MVP Ketten

MVP Ketten, sind eine nette Gedankenstütze, um die Präsentation einzelner Informationen persönlicher für den Nutzer zu gestalten. Die einzelnen Buchstaben des Akronyms MVP stehen für

M = Merkmal
V  = Vorteil
P  = Persönlicher Nutzen

Mit der Abbildung eines “Merkmals”, stellen Sie dem Nutzer die grundlegende Information zur Verfügung. Das ist besser als keine Information, bindet den Nutzer aber nicht persönlich an Ihren Service oder Ihr Produkt. Jede Information lässt sich auch als “Vorteil” für den Nutzer formulieren. Ihr Kunde fühlt sich dadurch verstärkt wahrgenommen. Im Bestfall ist eine Information aber als “Persönlicher Mehrwert” für Ihren Nutzer dargestellt. Ihr Kunde verknüpft Ihren Service und Ihr Produkt unmittelbar mit seiner aktuellen Situation und wird überzeugt, sich auf eine Bestellung einzulassen. Zur Verdeutlichung hier drei MPV Ketten. Nehmen Sie die Steigerung der Fokussierung auf den Kunden wahr?

Merkmal: auf Lager (schwach)
Vorteil: sofort lieferbar (schon besser)
Persönlicher Mehrwert: Das Paket ist am XX.XX.XXX bei Ihnen (gute Lösung)

Merkmal: 14 Tage Rückgaberecht (schwach)
Vorteil: Kostenloser Rückversand (schon besser)
Persönlicher Mehrwert: Sie können alles bequem zu Hause anprobieren (gute Lösung)

Merkmal: Rund-um-Service (schwach)
Vorteil: Sie müssen sich um nichts kümmern (schon besser)
Persönlicher Mehrwert: Transport, Aufbau, Müllentsorgung erledigen alles wir für Sie. Sie müssen sich nur über Ihr neues Möbelstück freuen. (gute Lösung)

Achten Sie auf Ihre Wortwahl und vermeiden Sie Worthülsen. Formulieren Sie immer klar. Wären Sie ein Nutzer, der Ihren Webshop zum ersten Mal aufruft – würden Sie sich gut und informiert fühlen? Wird überhaupt verstanden, was Sie ausdrücken wollen? Machen Sie schnelle Tests, indem Sie Kollegen aus anderen Abteilungen oder Freunde Websites und Webshops testen lassen. 

Es hat niemals ein Ende …

Die Optimierung Ihres Webshops auf Kundenbedürfnisse beinhaltet optische, inhaltliche und strukturelle Maßnahmen. Eine Verbesserung ist niemals abgeschlossen. Sehen Sie den Willen zur Optimierung als Kreislauf: Analysieren, Verbessern, Überprüfen und wieder von vorne.

Nur so können Sie langfristig die Bedürfnisse Ihrer Nutzer bedienen. Und wir wissen alle: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Suchen Sie nach blinden Flecken, die Sie mit Ihrer Unternehmensbrille nicht wahrnehmen. Arbeiten Sie mit externen Testern und Dienstleistern zusammen. Die eigene Außenwirkung können Sie nur schwer selbst beurteilen.

Um Ihnen den Start in Ihre Optimierungsvorhaben zu erleichtern, möchten wir Ihnen hier noch einige , grundlegende Gedanken mit auf den Weg geben:

 

  • Innerhalb von zwei Sekunden entscheidet der Nutzer, ob er Ihren Webshop als vertrauenswürdig einstuft. Der erste Eindruck muss professionell sein!
  • Der Nutzer muss immer auf alle relevanten Informationen sofort zugreifen können. Entscheiden Sie anhand von User Stories nach der Analyse der Customer Journey, welche Informationen zu welchem Zeitpunkt der Reise relevant sind. 

Sorgen Sie dafür, dass der Nutzer zu jeder Zeit positiv von Ihrem Webshop überzeugt ist, wenn er sich unterbewusst diese drei Fragen stellt:  

  • Warum sollte ich hier kaufen?
  • Warum sollte ich ein Produkt in den Warenkorb legen?
  • Was macht den Verlag aus?

Wir unterstützen Sie und Ihr Unternehmen in allen Phasen der Optimierung Ihres Webshops. Vom Workshop zur Ermittlung Ihrer Nutzergruppen über die technische Umsetzung bis zu Support und Erfolgsmessung nach Abschluss der Optimierung. 

Außerdem bieten wir eine umfangreiche Softwarelösung für Verlage, welche Ihnen mehr als 400 Funktionen für alle Bereiche Ihres Verlages liefert. Einzelne Module decken die Tätigkeiten des jeweiligen Bereichs Ihres Verlages ab und schaffen somit ein intuitives Workflow-System für Ihre Mitarbeiter.

Gerne stellen wir Ihnen alle Möglichkeiten und Funktionen bei einer Erstberatung vor. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für einen ersten Kennenlerntermin remote oder vor Ort.

Wir freuen uns auf ihre Kontaktaufnahme per E-Mail oder Anruf!

info@juni.com | 069 5077 5780

 

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Dieser Artikel erschien auf unserem e-Blog.

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ChatGPT und die Buchbranche

ChatGPT und die Buchbranche

ChatGPT und die Buchbranche

ChatGPT dominiert aktuell die Medien, die spannende Frage nach dem “Wie” und “Wofür” der künstlichen Intelligenz zieht Fans und Kritiker an. Wir stellen uns die Frage: Welche Möglichkeiten und Herausforderungen stellt ChatGPT für die Buchbranche dar?

Was ist ChatGPT?

ChatGPT ist ein Chatbot des amerikanischen Unternehmens OpenAI. ChatGPT steht für “Chatbot Generative Pre-trained Transformer” und ist eine Software, die auf maschinellem Lernen basiert. Der Chatbot kann Fragen beantworten, Nachrichten schreiben und Unterhaltungen in menschlicher Sprache führen.

Ich habe den ChatGPT-Bot zum Zweck dieses Artikels gefragt, sich selbst zu beschreiben, dazu sagt die KI folgendes: 

“ChatGPT ist ein künstlicher Intelligenz-Modell, das von OpenAI trainiert wurde. Es wurde entwickelt, um auf Texteingaben in natürlicher Sprache zu antworten und es kann eine Vielzahl von Aufgaben ausführen, einschließlich Konversation, Fragen beantworten, Übersetzungen und vielem mehr. Das Modell wurde auf einer enormen Menge an Texten im Internet trainiert, so dass es ein sehr breites Spektrum an Wissen hat und in der Lage ist, auf eine Vielzahl von Themen zu antworten.”

Künstliche Intelligenz bedeutet, dass die Software die Datenmengen erfasst und durch das Erkennen und Sortieren dieser, menschlichen Fähigkeiten imitiert. ChatGPT wurde also durch maschinelles Lernen, wiederholtes Ausführen von Aufgaben und Feedback zu den Ergebnissen so trainiert, um eigenständig Daten auszuwerten und basierend auf diesen, menschlichen Fähigkeiten nachzuahmen. 

 

Möglichkeiten für die Buchbranche

Der Chatbot  wurde mit Hilfe von Millionen Texten, Büchern und Artikeln geschult und dieses breite Wissen ist auch für die Buchbranche nicht ganz unnütz. Aufgrund der enormen Datenmengen, mit welchen der Chatbot trainiert wurde, kann er in Sekundenschnelle Zusammenfassungen bereitstellen und Übersetzungen liefern. ChatGPT ist außerdem in der Lage, personalisierte Buchvorschläge für Leser zu generieren, indem es die Lesegeschichte, Interessen und Vorlieben von Lesern analysiert. Dadurch kann der Buchverkauf durch eines vielfältigen Bücherangebots gefördert werden. Der Bot ist in der Lage, seine Datenbank nach spezifischen Wünschen und Empfehlungen zu durchforsten, hier ein paar Beispiele: 

 

Kritik und Herausforderungen für die Buchbranche

Natürlich gibt es keine Garantie für die Korrektheit und die Qualität der Ergebnisse, die mit ChatGPT erzielt werden. Gerade komplexe Zusammenhänge und aktuelle Ereignisse kann die Software nicht immer akkurat darstellen und korrekt in nur wenigen Sätzen zusammenfassen.

Die Frage nach der ethischen und rechtlichen Nutzung von AI steht auch im Raum: Von wo lernt die Maschine denn überhaupt? Gerade bei “kreativer” künstlicher Intelligenz bekommen die Künstler, von welchen die künstliche Intelligenz-Software Daten bezieht, keine Kompensation für die Verwendung ihrer Arbeit.

Das Potenzial, das ChatGPT darstellt, ist also schier endlos und die Möglichkeiten und Gefahren, die Software wie ChatGPT verkörpert, ist gerade für die Buchbranche interessant. Wichtig ist, solche KI-Software zu überwachen und zu regulieren. Dabei sollte zwar die populäre Angst, dass die Maschine irgendwann den Menschen ersetzt, keine Realität werden – denn KI ist nach wie vor ein Werkzeug, das vom Menschen entwickelt wurde, um vom Menschen genutzt zu werden – , jedoch ist Vorsicht gefragt.

ChatGPT und Kreativität

Wenn es irgendwann nicht mehr um trockene Zusammenfassungen geht, sondern um tatsächliche Kunst, stehen wir vor der folgenden Frage: Gibt es eine “künstlerische” Künstliche Intelligenz? Inwieweit kann KI Kunst erschaffen, Gedichte und Texte schreiben und Kunst imitieren? Und wo ist die ethische Grenze?

Kreativität ist ein Ausdruck des Menschsein, ein Ausdruck von Emotion, Kultur und Identität. Und obwohl ChatGPT beispielsweise in der Lage ist, ein Gedicht zu schreiben, ist KI aber nicht kreativ. KI-Systeme sind lediglich Werkzeuge. Im Blick auf Kunst ist es daher wichtig, besonders menschengeschaffene Kunst als Teil von Kultur und Identität wertzuschätzen und zu fördern. Gerade weil die Quellen, aus welchen die KI ihre Daten bezieht, Kunst ist, welche oftmals nicht rechtens genutzt und deren Künstler nicht für die Weiterverwertung ihrer Arbeit kompensiert werden, ist die Nutzung von einigen AI ethisch zu hinterfragen.

ChatGPT schreibt ein Buch

Können AI-Systeme wie ChatGPT aber auch ganze Bücher schreiben? Die Antwort darauf ist “So ein bisschen”.

Der YouTuber Martin Frost hat das Experiment gewagt und ChatGPT genutzt, um ein Kinderbuch in 15 Fabelgeschichten zu schreiben. In seinem YouTube-Video erklärt er sein Vorgehen: Er hat sich von ChatGPT 15 Ideen für Kurzgeschichten mit Fabelwesen vorschlagen lassen und diese Geschichten dann auch schreiben lassen. Ein bisschen nachgebessert hat er mit Anweisungen wie “mit Dialogen” und “gebe den Protagonisten auch Namen”, welche ChatGPT übernommen hat. Von der Idee, bis hin zur Umsetzung und sogar der Titelgebung hat Martin Frost also ChatGPT verwendet. Auch die Illustrationen sind nicht eigens: Midjourney ist eine AI, die aus Text-Prompts Kunstwerke erstellt. Damit wurde für jede Geschichte eine Illustration generiert. 

Ein komplettes Kinderbuch also, ganz ohne Investition und ohne Eigenarbeit. Doch was ist das Ergebnis?

Die Qualität des Buches und die Frage, ob man tatsächlich ein maschinengeschriebenes Buch einem menschengeschaffenen Werk vorziehen sollte, ist unumgänglich. Ich habe in das Buch reingelesen und kann Ihnen mit Gewissheit versichern, dass die KI noch lange nicht die wertvolle Arbeit des Autors, noch des Lektorats ersetzen kann. Außerdem ist es außer Frage, dass ChatGPT tatsächliche Romane verfassen kann, die über einen fortlaufenden Handlungsstrang, Charakterentwicklung und fließende Sprache über hunderte Seiten verfügen. Von einem “Ersatz” von Autoren ist also noch nicht zu reden, doch das Experiment zeigt, dass es bereits Ansätze und auch Interessenten für maschinell generierte Bücher gibt.

Das Video zum Experiment können Sie hier ansehen.

Eine Frage der Nachhaltigkeit

Beim Thema Nachhaltigkeit wird gerne übersehen, welche Auswirkungen digitale Produkte auf die Umwelt haben. Doch digitale Software, wie der Chat GPT-Bot, generiert einen ökologischen Fußabdruck, der vor allem durch die Menge Strom, welche sie verbraucht, sowie die Kohlendioxidemission dessen charakterisiert wird. Gerade in diesem Hinblick sind die Konsequenzen von ChatGPT unglaublich: Allein zum Trainieren des Chatbots wurden laut einer Studie 550 Tonnen CO2e ausgestoßen. Und dies allein, bevor die Software überhaupt genutzt wurde. Die verlockenden Möglichkeiten, die ChatGPT darstellt, sollten also dringend vor dem Hintergrund dieser Punkte verstanden und kritisch hinterfragt werden.

Künstliche Intelligenz im Verlagswesen

Künstliche Intelligenz im Verlagswesen

Künstliche Intelligenz im Verlagswesen

Das Thema Künstliche Intelligenz nimmt mit großen Schritten den öffentlichen Diskurs ein. Von einfachen Automatisierungen bis hin zu komplizierten Algorithmen bleibt der Mensch der intelligenten Maschine gegenüber kritisch: Was kann sie und bis zu welchem Ausmaß? Und vor allem: Ist die Gefahr, die sie darstellt, größer als ihr Nutzen? Die gute Nachricht bleibt, dass nach wie vor nichts den intuitiven, komplex denkenden und künstlerischen Menschen ersetzen kann. Trotzdem stellt sich auch für uns die Frage:  Wie lassen sich Künstliche Intelligenz und das Verlagswesen verbinden? Gerne stellen wir Ihnen hier Beispiele aus der Branche vor.

Prozessautomatisierung

25% ausgewählter Verlage Deutschlands nutzen bereits Künstliche Intelligenz (im Folgenden auch KI genannt) zu einem gewissen Ausmaß. (Quelle Buchreport). Eventuell gehören Sie auch schon dazu oder denken darüber nach, KI Schritt für Schritt in Ihren Workflow einzubauen. Die Automatisierung von Aufgaben und Prozessen ist wohl die populärste Form der KI.

Sie reicht von der bloßen Automatisierung von Formatierung und Seitenausrichtung bis hin zu automatischer Plagiatserkennung. Aufgaben, die sonst der Mensch mühsam hätte nur geringfügig verrichten können, werden von diesen Programmen übernommen. Dazu gehören auch Bereiche, wie die Automatisierung von Übersetzungen, Recherchehilfe bei der Wissensarbeit, Suchmaschinenoptimierung, sowie die automatische Erstellung von Verträgen.

Sie sehen, die Möglichkeiten, KI in Ihrem Unternehmen einzubauen, sind schier grenzenlos. Wie immer gilt auch hier, dass Sie sich und Ihren Verlag am besten kennen und wissen, wo Sie von der Unterstützung einer KI profitieren können. Viele der automatisierten Programme sollen nämlich auch nicht den  Menschen komplett ersetzen, sondern nur eine Vorarbeit leisten und nie autonome Entscheidungen treffen.

Datenanalyse

KI kann jedoch nicht nur langwierige Aufgaben für sie übernehmen oder vorarbeiten, sondern auch Analysen für sie durchführen. Füttern Sie der richtigen Technologie die richtigen Daten, wissen Sie schon bald mehr über das Lese- und Kaufverhalten Ihrer Kundschaft, Ihrer Zielgruppen und mehr. Dabei spielen Aspekte, wie das Erkennen von komplexen Zusammenhängen, sowie Algorithmen, die Trends voraussagen und vor künftigen Krisen rechtzeitig warnen können, hinein.

Personalisierung & Kundenfokus

Wie in unserem Artikel zum Kundenfokus im Verlagswesen bereits thematisiert, spielt das Thema Personalisierung und Kundenfokus eine große Rolle, was die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen betrifft. Schon allein durch einfache Add-ons, wie Chatbots, können sie KI für sich nutzen und so ihrer Kundschaft eine direkte virtuelle Ansprech-”Person” auf Ihrer Website bieten – ein Umstand, der nur durch KI erst ermöglicht werden kann.

Herausforderungen

Doch wo ist der Haken? Das Thema Künstliche Intelligenz hört sich für einige nach einer frühzeitig eingetretenen Utopie (oder Dystopie) an. Die Herausforderungen, denen sich Ihr Unternehmen bei der Einführung von KI stellen muss, sind einerseits hohe Investitionssummen, als auch verhältnismäßig unsichere Ergebnisse. Auch stehen Sie hier auch wieder – wie bei den meisten Technologien der digitalen Transformation – vor dem Thema der Datensicherheit. Vor allem personenbezogene Daten müssen mit oberster Vorsicht behandelt werden.

Beispiele aus der Branche

Gerne stellen wir Ihnen konkrete Beispiele aus der Buchbranche vor, um sich ein direktes Bild von den Möglichkeiten machen zu können, die es im Rahmen der Künstlichen Intelligenz für Verlagshäuser gibt.

Bestseller-Vorhersage “Lisa”

“Lisa”, entwickelt von den Gründern von QualiFiction, ist eine Software, die Bestseller vorhersagen soll. Mithilfe von Analysen leistet die Software eine erste Einschätzung dazu, wie sich ein Manuskript auf dem Markt beweisen wird. Die Software wurde mit Mustern gefüttert, die einen erfolgreichen Roman ausmachen, nach welchem die KI in den Manuskripten sucht. “Lisa” soll eine Assistenz für Verlage darstellen. Der Job des Lektors ist demnach auf keinen Fall zu ersetzen, doch die maschinelle Hilfestellung durch Analysen und Vorhersagen kann bei der Einschätzung von Erfolgen helfen. 

Hier können Sie mehr über “Lisa” lesen

Assistenzprogramm “Aliena”

Die von Scriptbakery entwickelte Software “Aliena” soll ebenfalls eine Unterstützung des Lektorats darstellen. Hier geht es darum, Manuskripte zielgruppengerecht vorzusortieren, auszusortieren, was nicht in das Verlagsprogramm passt und somit dem Lektorat mühselige Arbeit zu ersparen. “Aliena” liefert eine erste grobe Zusammenfassung des Inhalts und sortiert und bewertet nach Lesbarkeit und zu erwartenden Korrekturaufwand. 

Hier können Sie erfahren, wie “Aliena” funktioniert

So kann juni.com Sie unterstützen

Die Themen Automatisierung und Digitalisierung sind noch Neuland für Sie? Wir von juni.com kennen uns besonders mit den Möglichkeiten und Hindernissen des digitalen Wandels aus. Als Profi können wir Ihnen bei den Themen Verlagssoftware, Webshops und auch Datenschutz unter die Arme greifen. Kontaktieren Sie uns gerne per Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Ihren Verlag.
Kundenfokus

Kundenfokus

Kundenfokus: Wie Sie mit Personalisierung, Interaktivität und Multimedialität auf Ihren Kunden eingehen

Der Kunde ist König – mit diesem Motto werden seit jeher Produkte vermarktet. Doch was bedeutet das für die Onlinewelt und ganz konkret für das Verlagswesen? Wie können Ihnen Tools wie Personalisierung, Interaktivität und Multimedialität dabei helfen, Ihr Produkt mit Kundenfokus zu vermarkten? In diesem Artikel stellen wir Ihnen genau dies vor.

Was bedeutet Kundenfokus?

Der Kunde kauft viel mehr als lediglich Ihr Produkt: Mit der Entscheidung, Ihr Produkt zu kaufen, unterstützt Ihr Kunde Ihre Marke mit den Werten, die Ihr Unternehmen vertritt. Und durch einen reibungslosen Kaufprozess, der auf die Wünsche und Erwartungen des Kunden eingeht, binden Sie Ihre Kunden an Ihr Unternehmen. Denn wie jeder weiß: Glückliche Kunden kommen gerne zurück.

Doch dass es überhaupt soweit kommt, müssen Sie zuerst auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. Der Fokus liegt nun nicht mehr auf dem Produkt, sondern auf dem Kunden. In erster Linie bedeutet das, die Wünsche und Bedürfnisse Ihres Kunden zu kennen. Es bedeutet, Ihrem Kunden zuzuhören und ihn besser kennenzulernen. Nur mit Ihrer Bereitschaft, kundenorientiert zu arbeiten, können kundenfreundliche Lösungen, Produkte und Services entstehen.

Kundenfokus, Kundenorientierung, Kundenzentrierung

Was mit dem Begriff “Kundenfokus” als Marketingkonzept beginnt, kann sich bis hin zu einer kundenzentrierten Unternehmensstrategie ausweiten:

Kundenfokus beschreibt zunächst lediglich eine Marketingstrategie mit dem Ziel, Ihre Leistungen mit besonderem Blick auf die Zielgruppe zu vermarkten. Hierbei wird das Leitbild des Unternehmens nicht angetastet. 

Kundenorientierung hingegen bedeutet, dass der Kunde nicht nur im Fokus der Überlegungen steht, sondern richtungsweisend wird.

Kundenzentrierung beschreibt schließlich das Höchstmaß an Kundenfokus: Das Unternehmen richtet sich nun ganzheitlich am Kunden und dessen Bedürfnissen aus, auch unausgesprochene Anliegen werden berücksichtigt und der Kunde dient als Leitfaden bei allen Entscheidungen.

Weshalb Kundenfokus?

Egal in welcher Branche Sie tätig sind, egal welche Produkte oder Dienstleistungen Sie vermarkten wollen: Glückliche und zufriedene Kunden kommen immer wieder auf Sie zurück und empfehlen Sie weiter. Sie können langfristige Kundenbeziehungen aufbauen, von welchen beide Seiten profitieren. Und statt sich lediglich darauf zu fokussieren, Neukunden anzuwerben, machen Sie diese Kunden zufrieden, die sie bereits von sich überzeugen konnten, sodass sie auch wieder zurück zu Ihnen kommen.  

Maßnahmen für Kundenfokus

Um kundenfokussiert zu vermarkten, bedarf es an den richtigen Maßnahmen. Hierzu stellen sich folgende Fragen: 

  • Wer sind Ihre Kunden? 
  • Welche konkreten Probleme haben Ihre Kunden? 
  • Wie können Sie diese Probleme lösen? 
  • Welche Art der Beziehung erwarten Ihre Kunden?
  • Welche Methoden des Austauschs nutzt der Kunde am Liebsten? Oder: Auf welchen Kanälen sollten Sie vertreten sein?
  • Und schließlich: Welche Maßnahmen müssen Sie ergreifen, um diesen Erwartungen zu entsprechen?

Ziehen Sie auch Emotionalisierung oder Storytelling in Erwägung: Egal, wer Ihre Kunden sind, letztendlich sind es immer Menschen, die Sie ansprechen wollen. Und das erreicht man am Besten nicht mit trockenen Daten, sondern emotionaler und erfrischender Ansprache. Vermeiden Sie lange und schwierige Sätze und versetzen Sie sich in die Situation des Kunden. Egal, worum es geht, wer an die emotionale Seite des Kunden appellieren kann, hat die Nase vorn.

Denken Sie doch auch einmal an die Werbespots, die Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben sind: Meist handelt es sich dabei um Geschichten, deren Handlung Sie in irgendeiner Weise bewegt hat. Geschichten bleiben Menschen besser im Gedächtnis, weil eine emotionale Bindung entsteht. Bei einer Vermarktung in Verbindung mit Storytelling sollten Sie sich am Leitgedanken der Firmenphilosophie orientieren.

Egal, wofür Sie sich entscheiden, holen Sie in allen Fällen Feedback ein: Nicht alle Aktionen sind gleich erfolgreich und eignen sich für jedes Unternehmen und dessen Zielgruppe. Der Kunde bleibt nur im Fokus, indem Sie ihn immer besser kennenlernen. Und dies bedeutet auch, sich stetig auszutauschen und auf die (sich wandelnden) Bedürfnisse des Kunden einzugehen.

Personalisierung, Interaktivität und Multimedialität in Ihrem Verlag

Der Begriff Personalisierung ist keinesfalls neu und die Umsetzung ist kein Hexenwerk: Schon die personalisierte Ansprache des Kunden bei Newslettern ist ein erster Schritt, ihre Produkte und Services an den Kunden anzupassen. Weiter geht dies natürlich mit personalisierten Produkten, die speziell auf die Wünsche oder Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Empfehlen Sie relevante Produktangebote speziell für Ihren Kunden, personalisieren Sie Pop-Ups etc.: Tun Sie, was nötig ist, sodass Ihr Kunde weiß, dass Sie hier sind, um seinen Wunsch nach einem besonderen Produkt oder Service zu erfüllen.

Doch Personalisierung bedeutet nicht nur, für den Kunden zu personalisieren. Es bedeutet auch, Ihr Unternehmen persönlicher zu gestalten. Schaffen Sie eine persönliche, transparente Basis und zeigen Sie beispielsweise, welche Gesichter hinter dem Unternehmen stecken.

Eine interaktive Website oder auch Webshop ist ein wahrer Gamechanger, was das Thema Kundenfokus betrifft. Mit besonderen Quizzes unterhalten Sie Ihren Kunden, während Sie das bestmögliche Produkt für sie oder ihn finden: Der Kunde füllt einen kurzen Fragebogen aus und mit einem Klick werden relevante Produktangebote vorgeschlagen. Auch kleine Minispiele wie Puzzles oder Memorys in Verbindung mit einem Gewinnspiel kurbeln den Spaßfaktor und den Umsatz an. 

Auch für Ihren Verlag ist das Thema Interaktivität ein Thema, das es wert ist, sich zu überlegen: Erstellen Sie Quizzes, sodass dem Leser das richtige Buch für den Buchgeschmack vorgestellt wird, lassen Sie Ihre Leser das Cover des nächsten Titels zusammenpuzzeln für die Chance, die Erstausgabe zu gewinnen. Wie auch immer Sie sich entscheiden, Interaktivität einzubinden, mit interaktiven Elementen in Ihrem Webshop oder Ihrer Website machen Sie keinen Fehler. 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Neben Storytelling ist das Verwenden von Symbolen, Bildern und Videos ebenso wirkungsvoll. Multimediale Elemente generieren Emotionen. Im Optimalfall verbinden Sie diese Bestandteile und erzählen eine kurze Geschichte in einem kurzen Spot auf Ihrer Website.

So kann juni.com Sie unterstützen

Möchten Sie Ihren Kunden vor dem Kauf einen “Blick ins Buch” gewähren, wie es Verlage wie der Verlag Hermann Schmidt umgesetzt haben?

Oder haben Sie multimediale Produkte, wie die musikalischen Bilderbücher aus dem ueberreuter Verlag? Geben Sie Ihren Kunden einen Vorgeschmack auf das, was sie erwartet!

Beide Verlagshäuser haben ihre Webshops mithilfe von juni.com umgesetzt. Als Profis in der Umsetzung und Gestaltung von Webseiten und Webshops, unterstützen wir auch Sie gerne dabei, Ihren Internetauftritt kundenorientiert zu gestalten. Egal wo Sie mit Ihrem Projekt stehen und welche Ziele Sie verfolgen, unsere Webshop-Agentur kann Ihnen in jeder Phase des Prozesses mit Blick auf Ihre individuellen Anforderungen und Wünsche zur Seite stehen. 

 

New Work in der Verlagsbranche

New Work in der Verlagsbranche

New Work in der Verlagsbranche

“New Work” – ein Begriff, der die Art und Weise, wie gearbeitet wird, von Grund auf herunterreißt und neu aufbaut. Doch was versteckt sich hinter diesem Konzept überhaupt? Und weshalb sollten Sie und wie können Sie New Work in Ihrem Unternehmen einbauen?

Was ist das? Die Möglichkeiten von New Work

Unter dem Begriff “New Work” versteht man die Abwendung vom klassischen “Nine to Five” Job. Der Arbeitnehmer wird nicht als bloßes Werkzeug als Mittel zum Zweck gesehen, sondern nun die Arbeit als das Medium, mit dem sich der Arbeitnehmer verwirklichen kann. “New Work” ist also “die Arbeit, die ein Mensch wirklich will”. Es geht um einen Arbeitsplatz, der sich am Arbeitenden orientiert, um zukunftsweisendes und sinnstiftendes Arbeiten. Dabei wird darauf vertraut, dass Mitarbeiter selbst sinnvolle Entscheidungen treffen. Die Arbeitnehmer wiederum profitieren davon, dass ihre Arbeit möglichst in Einklang mit individuellen Interessen, Werten und Überzeugungen steht. Es wird den Arbeitenden die Möglichkeit geboten, den Arbeitsstil an den Lifestyle anzupassen: Arbeitszeit, sowie Arbeitsort sind flexibel und passen sich dem Leben des Arbeitnehmenden an – nicht andersherum. Dabei sind Arbeitsformen, wie Home Office, Coworking-Spaces, Gleitzeit und Wiedereingliederung besonders relevant. Gerade der Begriff “Workation” beschreibt die Möglichkeit von Arbeitnehmenden, von überall aus zu arbeiten – auch aus dem Urlaub.

Was sind die Vor- und Nachteile von New Work?

VORTEILE

  • Neues Mindset: Arbeiter nehmen ihre Arbeit als sinnstiftend war, sind produktiver und seltener krank
  • Flexible Wochenarbeitszeit, die sich verschiedenen Lebensphasen anpassen kann (Attraktiv für Studenten, Arbeitnehmern mit Kindern etc.)
  • Remote-Work macht das Zusammenarbeiten im Büro attraktiver und produktiver als Ort der zwischenmenschlichen Beziehung
  • Digitale tools ermöglichen effiziente Zusammenarbeit aus dem Home-Office bzw. verschiedenen Standorten
  • Bessere Work-Life-Balance
  • Ersparen von Anfahrtswegen und Pendelzeit im Home-Office
  • Einrichtung des eigenen Arbeitsplatzes zu Hause
  • Flexible Wahl des Arbeitsplatzes
  • Motivation durch eigene Entscheidungen und flache Hierarchien
  • Selbständigkeit der Arbeitnehmer wird gefördert
  • Neue Jobmöglichkeiten und Tätigkeitsbereiche ergeben sich
  • Mehr Raum für Kreativität, Innovationskraft und Produktivität

Nachteile

  • Umdenken aller Beteiligten ist notwendig
  • Mobiles Arbeiten verlangt technische Mindeststandards
  • Gut ausgebaute IT-Infrastruktur
  • Schlecht für Arbeitnehmer mit schlechtem Zeit- und Selbstmanagement
  • Keine räumliche Trennung von Berufs- und Privatleben
  • Technisches Können von Arbeitnehmern ist gefragt
  • Eine zu schnelle Umsetzung des Konzepts kann scheitern und dem Unternehmen zu Lasten fallen
  • Arbeit wird enorm individualisiert und es kann  schnell einsam werden

Wie jedes Arbeitsmodell hat auch New Work Vor- und Nachteile. Sie sehen aber, dass hier die Vorteile für Ihre Angestellten eindeutig überwiegen und mit dem richtigen Management und vorausschauender Planung können Sie New Work erfolgreich in Ihrem Unternehmen umsetzen. Doch wie?

Wie können Sie New Work in Ihrem Unternehmen einbauen?

Unternehmen, die zukunftsfähig sein möchten, sollten sich schon jetzt mit dem Thema auseinandersetzen. Denn nur mit einem Arbeitskonzept, das sich auf die Wünsche ihrer Arbeitnehmer ausrichtet, können sie sich auf dem aktuellen Arbeitsmarkt bewähren (Siehe: Demographischer Wandel in der Verlagsbranche).

Überblick

Schaffen Sie einen Überblick darüber, was nötig ist und inwieweit es sich in Ihrem Unternehmen umsetzen lässt. Bei einem solchen Strukturwandel ist es von Bedeutung, dass Sie transparent bleiben und ihre Mitarbeiter in den Prozess mit einbinden. Arbeitnehmer sollten sich auf die kommenden Veränderungen einstellen und sich mit Feedback an dieser Veränderung beteiligen können. 

Stellen Sie klare Rollendefinitionen auf, definieren Sie klare Verantwortungen: Worum muss sich der Mitarbeiter kümmern? Wofür muss er einstehen? Dies muss dem Arbeitnehmenden bewusst sein, bevor er in die weite Welt des freien Arbeitens unter eigener Aufsicht entlassen wird.

New Leadership

Dieses Konzept verlangt auch einen angemessenen Führungsstil, der im Zusammenhang mit New Work “New Leadership” bezeichnet wird. Sorgen Sie für flache Hierarchien und achten Sie darauf, dass Sie mit Fragen führen, nicht mit Anweisungen. Ihre Mitarbeiter sollten verstehen, weshalb sie etwas tun, statt eine stumpfe Anweisung auszuführen.

Dass New Work funktioniert, erkennen Sie daran, dass gesetzte Ziele erreicht werden. Denn solange die Prozesse in Ihrem Unternehmen weiterhin funktionieren, gibt es keinen Grund, weshalb Sie mit diesen Tools ihren Arbeitnehmern nicht ein wenig mehr Freiheit lassen sollten.

IT-Infrastruktur

Jeder Mitarbeiter muss mobil sein. Das bedeutet, jeder Angestellte benötigt einen eigenen Laptop oder ein eigenes Firmenhandy. Tools für digitale Konferenzen und ein für alle zugängliches Netzwerk für das Unternehmen sind dabei ein Muss. In dieser Hinsicht muss man sich auch mit den angemessenen Sicherheitsmaßnahmen zum Datenschutz beschäftigen. Außerdem müssen sich die Arbeitnehmer auch mit der Hard- und Software auskennen.

Arbeitskultur

Das mobile Arbeiten muss nicht bedeuten, dass ihre Arbeitnehmer fortan nur noch am hauseigenen Schreibtisch sitzen. Obwohl das Homeoffice mit enormen Vorteilen einhergeht, ersetzt nicht das gemeinsame Arbeiten vor Ort. Hierfür ist es teilweise nicht einmal nötig, ein stationäres Büro zu haben. Immerhin muss für diese Räumlichkeiten auch gezahlt werden. Stattdessen setzen sich mittlerweile immer mehr sogenannte “Coworking-Spaces” durch: Gemeinschaftsgebäude, in denen sie Schreibtische oder Büros für Ihre Teams anmieten können. 

Falls Sie Ihr eigenes Bürogebäude nicht aufgeben möchten, bietet sich das Desk-Sharing-Konzept an: Statt eines eigenen Schreibtisches, wo der Arbeitnehmende sich frühs hinsetzt und abends verabschiedet, geht es hier darum, flexibel zwischen Arbeitsorten zu wechseln. Jeden Tag wird neu entschieden, wer wo sitzt und arbeitet.

Mit fluiden Teams ist es auch nicht mehr zwingend notwendig, verschiedenen Projekten bestimmte Mitarbeiter zuzuordnen. Hier kommen immer wieder unterschiedlichste Mitarbeiter zusammen, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. 

Dasselbe kann auch virtuell stattfinden: Die Mitarbeiter in virtuellen Teams müssen sich nicht zwingend persönlich gesehen haben, um effizient miteinander zu arbeiten.

Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten, wie Sie New Work umsetzen können. Behalten Sie dabei aber im Hinterkopf, dass nicht alle Lösungen, die hier aufgelistet wurden, die richtigen für Ihr Unternehmen sind. Reflektieren Sie darüber, was Ihr Unternehmen braucht und was Sie Schritt für Schritt umsetzen können. Starten Sie mit kleinen Teams, die schrittweise ihre gemeinsamen Visionen für eine neue Arbeitskultur umsetzen. Dann werden die Strukturen von New Work auch bei Ihnen Früchte tragen.

New Work in der Verlagsbranche

In der Verlagsbranche geht Carlsen vorneweg mit deren ganz eigenen Umsetzung von New Work: 

“Agilität, Flexibilität und vor allem neue digitale Arbeitsweisen – das sind Schlagworte, die meist im Zusammenhang mit New Work gebraucht werden. Für uns Carlsens sind die digitalen Arbeitsmöglichkeiten vor allem Mittel zum Zweck: Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.” – https://www.carlsen.de/carlsen-verlag/new-work-new-spaces 

Auch der Ernst Klett Verlag hat sich mit dem Thema New Work auseinandergesetzt und den Mitarbeitern des Bildungsmedienhauses mehr Flexibilität und eine moderne Arbeitsatmosphäre ermöglicht. Mehr dazu finden Sie hier

Im Zuge der Pandemie und der unumgehbaren Digitalisierung, ist das Thema New Work also definitiv relevant für die Verlagsbranche. Um eine flexible, moderne Arbeitsatmosphäre, die sich den neuen Arbeitsweisen anpasst, auch im Verlag umzusetzen, muss sich jedoch auch auf die Anforderungen dieser Arbeitskultur ausgerichtet werden. Doch Beispiele wie Carlsen und Klett zeigen, dass es kein “entweder oder” zwischen der Buchbranche und agilen, digitalen Arbeiten geben muss.

So können Sie mit unserer Verlagssoftware New Work in Ihrem Verlag umsetzen

Unsere Verlagssoftware open.junixx.FM unterstützt Sie dabei, New-Work-Ansätze in Ihrem Verlag umzusetzen. Zum einen lassen sich Aufgaben für Mitarbeiter direkt in der Software vergeben und verwalten, so dass auch über verschiedene Standorte oder aus dem Homeoffice zusammengearbeitet werden kann. Auch können standardisierte Workflows für immer wiederkehrende Aufgaben (wie das Anlegen eines neuen Buchs) festgelegt werden, die auch gleichzeitig die Daten nach Validität prüfen. Weiterhin stehen Ihnen umfangreiche Projekt-Organisations-Tools zur Verfügung, die Ihnen die digitale Verwaltung und Planung Ihrer Verlags-Projekte vereinfachen.

Mehr Informationen über unsere Verlagssoftware finden Sie auf unserer Website open.junixx.FM. Kontaktieren Sie uns auch gerne per E-Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780. Gerne zeigen wir Ihnen unsere Software im Detail und überlegen zusammen mit Ihnen, wie Sie open.junixx.FM einsetzen können, um die Arbeitsbedingungen in Ihrem Verlag im Sinne von New-Work gestalten können.

Pflicht ab Juli 2022 für Abo-Anbieter: Der Kündigungsbutton auf jeder Website

Pflicht ab Juli 2022 für Abo-Anbieter: Der Kündigungsbutton auf jeder Website

Pflicht ab Juli 2022 für Abo-Anbieter: Der Kündigungsbutton auf jeder Website

Ab Juli 2022 sind Aboanbieter dazu verpflichtet, auf ihrer Website eine einfach zu erreichende Kündigungsschaltfläche oder auch Kündigungsbutton bereitzustellen. Sollte dies nicht geschehen, dürfen Kunden Verträge ohne die Einhaltung einer Kündigungsfrist sofort kündigen. Außerdem sind Abmahnungen durch die Konkurrenz möglich. Die wichtigsten Vorgaben zum Kündigungsbutton finden Sie hier.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den wichtigsten Details der neuen Regelung und gibt Hinweise zur Umsetzung. Bei rechtlichen Themen kommt es aber immer auf den individuellen Einzelfall an. Wie die Umsetzung für Ihr Unternehmen zu gestalten ist, muss individuell geprüft werden. Folglich können sich hier weitere Probleme ergeben, die im Rahmen dieses Artikels nicht im Detail betrachtet werden können. Gerne unterstützen wir von juni.com Sie bei der Umsetzung des Kündigungsbuttons.

Die Idee: Mehr Verbraucherschutz Dank Kündigungsbutton

Ziel der neuen Regelung in § 312k BGB ist es, Verbrauchern die Kündigung von sog. Dauerschuldverhältnissen (“Abos”) zu vereinfachen. Die Politik hat festgestellt, dass Kunden oft nur mit großen Hürden zur Kündigung kommen. Allerdings wird sich dies nun drastisch ändern.

Die Neuregelung gilt zunächst nur bei Verbrauchergeschäften (B2C). Aber vorsicht: Sollte bei Ihrem B2B Angebot die Möglichkeit bestehen, dass ein Verbraucher ein Abo über Ihre Website abschließen kann, sind Sie mit einem Kündigungsbutton auf der sicheren Seite.

Der Kündigungsbutton

Wenn auf einer Website ein Abo-Vertrag geschlossen werden kann, muss diese Website auch einen Kündigungsbutton enthalten. Dieser muss von jeder Unterseite aus anklickbar ist. Über die genaue Position dieses Buttons herrscht noch Unklarheit. Jedoch ist davon auszugehen, dass ein klickbarer Link im Footer oder an derselben Stelle wie das Impressum ausreicht.

Dieser Link muss mit den Worten “Verträge hier kündigen” oder einer ähnlich eindeutigen Formulierung benannt sein. Allerdings darf es sich dabei um keine Grafiken handeln, da diese für blinde Menschen nicht zugänglich sind.

Die Bestätigungsseite

Direkt nach dem Klick auf den Button muss auf eine Bestätigungsseite weitergeleitet werden. Hier soll der Nutzer seine Daten in ein Formular eintragen. Ein zusätzlicher Login in das Kundenkonto darf dabei nicht nötig sein.

Folgende Informationen darf das Formular der Bestätigungsseite abfragen:

  • Angaben zur Art der Kündigung sowie bei einer außerordentlichen Kündigung Angaben zum Kündigungsgrund,
  • Angaben zur eindeutigen Identifizierbarkeit der Verbraucherinnen und Verbraucher,
  • Angaben zur eindeutigen Bezeichnung des Vertrages,
  • Angaben zum Zeitpunkt, zu dem die Kündigung gelten soll sowie
  • Angaben zur schnellen elektronischen Übermittlung der Kündigungsbestätigung (in der Regel E-Mailadresse).

Kundinnen und Kunden sollen typischerweise anhand von Name und Anschrift identifizierbar sein. Der zu kündigende Vertrag wiederum soll anhand von Kunden-, Bestell- oder Vertragsnummer erkennbar sein. Am Ende des Formulars muss ein eindeutiger Button stehen, der mit „jetzt kündigen“ oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist.

Vom Kündigungsbutton zur Kündigungserklärung

Nach Absenden des Formulars muss der Nutzer eine speicherbare Kündigungserklärung erhalten (z. B. Download als PDF, Aktivierung der Druckfunktion, Versand per E-Mail).

Interner Prozess 

Im nächsten Schritt muss der interne Prozess der Vertragskündigung funktionieren. Die Kündigungsmeldung muss möglichst automatisiert an die zuständigen Mitarbeiter und Abteilungen weitergeleitet werden. Nun sollte eine weitere Prüfung der Kündigung stattfinden. Zuletzt wird dem Kunden eine Bestätigung der Kündigung mit einer Information über den exakten Kündigungszeitpunkt zugeschickt.

Konsequenzen bei Nichtbeachtung der neuen Regelung

Die neuen Verpflichtungen aus § 312k BGB treffen Unternehmen ab dem 1. Juli 2022. Falls das Unternehmen diesen Pflichten nicht nachkommt und das Verfahren nicht (richtig) umsetzt wird, können die Verbraucherinnen und Verbraucher jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Zudem werden Verstöße gegen die neuen Vorschriften abmahnbar sein.

Sie wollen mehr Über den Kündigungsbutton wissen? 

Bitkom hat einen umfangreichen Praxisleitfaden zur Umsetzung der digitalen Kündigungsschaltfläche auf Webseiten heraus gegeben. Diesen finden Sie hier:

https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Praxisleitfaden-zur-Umsetzung-der-digitalen-Kuendigungsschaltflaeche-auf-Webseiten

So kann juni.com Sie unterstützen

Wir als Profi für die Erstellung und Gestaltung von Webshops und insbesondere von  Verlagswebsites können Sie bei der Umsetzung des Kündigungsbuttuns unterstützen. Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780.