New Work in der Verlagsbranche

New Work in der Verlagsbranche

New Work in der Verlagsbranche

“New Work” – ein Begriff, der die Art und Weise, wie gearbeitet wird, von Grund auf herunterreißt und neu aufbaut. Doch was versteckt sich hinter diesem Konzept überhaupt? Und weshalb sollten Sie und wie können Sie New Work in Ihrem Unternehmen einbauen?

Was ist das? Die Möglichkeiten von New Work

Unter dem Begriff “New Work” versteht man die Abwendung vom klassischen “Nine to Five” Job. Der Arbeitnehmer wird nicht als bloßes Werkzeug als Mittel zum Zweck gesehen, sondern nun die Arbeit als das Medium, mit dem sich der Arbeitnehmer verwirklichen kann. “New Work” ist also “die Arbeit, die ein Mensch wirklich will”. Es geht um einen Arbeitsplatz, der sich am Arbeitenden orientiert, um zukunftsweisendes und sinnstiftendes Arbeiten. Dabei wird darauf vertraut, dass Mitarbeiter selbst sinnvolle Entscheidungen treffen. Die Arbeitnehmer wiederum profitieren davon, dass ihre Arbeit möglichst in Einklang mit individuellen Interessen, Werten und Überzeugungen steht. Es wird den Arbeitenden die Möglichkeit geboten, den Arbeitsstil an den Lifestyle anzupassen: Arbeitszeit, sowie Arbeitsort sind flexibel und passen sich dem Leben des Arbeitnehmenden an – nicht andersherum. Dabei sind Arbeitsformen, wie Home Office, Coworking-Spaces, Gleitzeit und Wiedereingliederung besonders relevant. Gerade der Begriff “Workation” beschreibt die Möglichkeit von Arbeitnehmenden, von überall aus zu arbeiten – auch aus dem Urlaub.

Was sind die Vor- und Nachteile von New Work?

VORTEILE

  • Neues Mindset: Arbeiter nehmen ihre Arbeit als sinnstiftend war, sind produktiver und seltener krank
  • Flexible Wochenarbeitszeit, die sich verschiedenen Lebensphasen anpassen kann (Attraktiv für Studenten, Arbeitnehmern mit Kindern etc.)
  • Remote-Work macht das Zusammenarbeiten im Büro attraktiver und produktiver als Ort der zwischenmenschlichen Beziehung
  • Digitale tools ermöglichen effiziente Zusammenarbeit aus dem Home-Office bzw. verschiedenen Standorten
  • Bessere Work-Life-Balance
  • Ersparen von Anfahrtswegen und Pendelzeit im Home-Office
  • Einrichtung des eigenen Arbeitsplatzes zu Hause
  • Flexible Wahl des Arbeitsplatzes
  • Motivation durch eigene Entscheidungen und flache Hierarchien
  • Selbständigkeit der Arbeitnehmer wird gefördert
  • Neue Jobmöglichkeiten und Tätigkeitsbereiche ergeben sich
  • Mehr Raum für Kreativität, Innovationskraft und Produktivität

Nachteile

  • Umdenken aller Beteiligten ist notwendig
  • Mobiles Arbeiten verlangt technische Mindeststandards
  • Gut ausgebaute IT-Infrastruktur
  • Schlecht für Arbeitnehmer mit schlechtem Zeit- und Selbstmanagement
  • Keine räumliche Trennung von Berufs- und Privatleben
  • Technisches Können von Arbeitnehmern ist gefragt
  • Eine zu schnelle Umsetzung des Konzepts kann scheitern und dem Unternehmen zu Lasten fallen
  • Arbeit wird enorm individualisiert und es kann  schnell einsam werden

Wie jedes Arbeitsmodell hat auch New Work Vor- und Nachteile. Sie sehen aber, dass hier die Vorteile für Ihre Angestellten eindeutig überwiegen und mit dem richtigen Management und vorausschauender Planung können Sie New Work erfolgreich in Ihrem Unternehmen umsetzen. Doch wie?

Wie können Sie New Work in Ihrem Unternehmen einbauen?

Unternehmen, die zukunftsfähig sein möchten, sollten sich schon jetzt mit dem Thema auseinandersetzen. Denn nur mit einem Arbeitskonzept, das sich auf die Wünsche ihrer Arbeitnehmer ausrichtet, können sie sich auf dem aktuellen Arbeitsmarkt bewähren (Siehe: Demographischer Wandel in der Verlagsbranche).

Überblick

Schaffen Sie einen Überblick darüber, was nötig ist und inwieweit es sich in Ihrem Unternehmen umsetzen lässt. Bei einem solchen Strukturwandel ist es von Bedeutung, dass Sie transparent bleiben und ihre Mitarbeiter in den Prozess mit einbinden. Arbeitnehmer sollten sich auf die kommenden Veränderungen einstellen und sich mit Feedback an dieser Veränderung beteiligen können. 

Stellen Sie klare Rollendefinitionen auf, definieren Sie klare Verantwortungen: Worum muss sich der Mitarbeiter kümmern? Wofür muss er einstehen? Dies muss dem Arbeitnehmenden bewusst sein, bevor er in die weite Welt des freien Arbeitens unter eigener Aufsicht entlassen wird.

New Leadership

Dieses Konzept verlangt auch einen angemessenen Führungsstil, der im Zusammenhang mit New Work “New Leadership” bezeichnet wird. Sorgen Sie für flache Hierarchien und achten Sie darauf, dass Sie mit Fragen führen, nicht mit Anweisungen. Ihre Mitarbeiter sollten verstehen, weshalb sie etwas tun, statt eine stumpfe Anweisung auszuführen.

Dass New Work funktioniert, erkennen Sie daran, dass gesetzte Ziele erreicht werden. Denn solange die Prozesse in Ihrem Unternehmen weiterhin funktionieren, gibt es keinen Grund, weshalb Sie mit diesen Tools ihren Arbeitnehmern nicht ein wenig mehr Freiheit lassen sollten.

IT-Infrastruktur

Jeder Mitarbeiter muss mobil sein. Das bedeutet, jeder Angestellte benötigt einen eigenen Laptop oder ein eigenes Firmenhandy. Tools für digitale Konferenzen und ein für alle zugängliches Netzwerk für das Unternehmen sind dabei ein Muss. In dieser Hinsicht muss man sich auch mit den angemessenen Sicherheitsmaßnahmen zum Datenschutz beschäftigen. Außerdem müssen sich die Arbeitnehmer auch mit der Hard- und Software auskennen.

Arbeitskultur

Das mobile Arbeiten muss nicht bedeuten, dass ihre Arbeitnehmer fortan nur noch am hauseigenen Schreibtisch sitzen. Obwohl das Homeoffice mit enormen Vorteilen einhergeht, ersetzt nicht das gemeinsame Arbeiten vor Ort. Hierfür ist es teilweise nicht einmal nötig, ein stationäres Büro zu haben. Immerhin muss für diese Räumlichkeiten auch gezahlt werden. Stattdessen setzen sich mittlerweile immer mehr sogenannte “Coworking-Spaces” durch: Gemeinschaftsgebäude, in denen sie Schreibtische oder Büros für Ihre Teams anmieten können. 

Falls Sie Ihr eigenes Bürogebäude nicht aufgeben möchten, bietet sich das Desk-Sharing-Konzept an: Statt eines eigenen Schreibtisches, wo der Arbeitnehmende sich frühs hinsetzt und abends verabschiedet, geht es hier darum, flexibel zwischen Arbeitsorten zu wechseln. Jeden Tag wird neu entschieden, wer wo sitzt und arbeitet.

Mit fluiden Teams ist es auch nicht mehr zwingend notwendig, verschiedenen Projekten bestimmte Mitarbeiter zuzuordnen. Hier kommen immer wieder unterschiedlichste Mitarbeiter zusammen, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. 

Dasselbe kann auch virtuell stattfinden: Die Mitarbeiter in virtuellen Teams müssen sich nicht zwingend persönlich gesehen haben, um effizient miteinander zu arbeiten.

Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten, wie Sie New Work umsetzen können. Behalten Sie dabei aber im Hinterkopf, dass nicht alle Lösungen, die hier aufgelistet wurden, die richtigen für Ihr Unternehmen sind. Reflektieren Sie darüber, was Ihr Unternehmen braucht und was Sie Schritt für Schritt umsetzen können. Starten Sie mit kleinen Teams, die schrittweise ihre gemeinsamen Visionen für eine neue Arbeitskultur umsetzen. Dann werden die Strukturen von New Work auch bei Ihnen Früchte tragen.

New Work in der Verlagsbranche

In der Verlagsbranche geht Carlsen vorneweg mit deren ganz eigenen Umsetzung von New Work: 

“Agilität, Flexibilität und vor allem neue digitale Arbeitsweisen – das sind Schlagworte, die meist im Zusammenhang mit New Work gebraucht werden. Für uns Carlsens sind die digitalen Arbeitsmöglichkeiten vor allem Mittel zum Zweck: Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.” – https://www.carlsen.de/carlsen-verlag/new-work-new-spaces 

Auch der Ernst Klett Verlag hat sich mit dem Thema New Work auseinandergesetzt und den Mitarbeitern des Bildungsmedienhauses mehr Flexibilität und eine moderne Arbeitsatmosphäre ermöglicht. Mehr dazu finden Sie hier

Im Zuge der Pandemie und der unumgehbaren Digitalisierung, ist das Thema New Work also definitiv relevant für die Verlagsbranche. Um eine flexible, moderne Arbeitsatmosphäre, die sich den neuen Arbeitsweisen anpasst, auch im Verlag umzusetzen, muss sich jedoch auch auf die Anforderungen dieser Arbeitskultur ausgerichtet werden. Doch Beispiele wie Carlsen und Klett zeigen, dass es kein “entweder oder” zwischen der Buchbranche und agilen, digitalen Arbeiten geben muss.

So können Sie mit unserer Verlagssoftware New Work in Ihrem Verlag umsetzen

Unsere Verlagssoftware open.junixx.FM unterstützt Sie dabei, New-Work-Ansätze in Ihrem Verlag umzusetzen. Zum einen lassen sich Aufgaben für Mitarbeiter direkt in der Software vergeben und verwalten, so dass auch über verschiedene Standorte oder aus dem Homeoffice zusammengearbeitet werden kann. Auch können standardisierte Workflows für immer wiederkehrende Aufgaben (wie das Anlegen eines neuen Buchs) festgelegt werden, die auch gleichzeitig die Daten nach Validität prüfen. Weiterhin stehen Ihnen umfangreiche Projekt-Organisations-Tools zur Verfügung, die Ihnen die digitale Verwaltung und Planung Ihrer Verlags-Projekte vereinfachen.

Mehr Informationen über unsere Verlagssoftware finden Sie auf unserer Website open.junixx.FM. Kontaktieren Sie uns auch gerne per E-Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780. Gerne zeigen wir Ihnen unsere Software im Detail und überlegen zusammen mit Ihnen, wie Sie open.junixx.FM einsetzen können, um die Arbeitsbedingungen in Ihrem Verlag im Sinne von New-Work gestalten können.

Der demografische Wandel in der Verlagsbranche

Der demografische Wandel in der Verlagsbranche

Der demografische Wandel in der Verlagsbranche

Die Bevölkerung wird älter und die Rekrutierung von jungen Fachkräften wird zur Herausforderung: Der demografische Wandel stellt große und kleine Unternehmen vor ein unumgehbares Problem. Welche Probleme zieht der demografische Wandel mit sich? Und wie kann am besten damit umgegangen werden? In diesem Artikel stellen wir Ihnen genau dies vor.

Problemdarstellung: Der demografische Wandel

Fachkräftemangel: Das größte und somit deutlichste Problem ist das Schwinden von nachfolgenden Fachkräften, ausgelöst durch die sich stetig ändernde demografische Struktur. Der Nachwuchs wird weniger und trägt somit direkt zu einem der größten Zukunftsprobleme der Branche bei. Mit einer alternden Belegschaft werden die richtigen Neuzugänge immer relevanter. Die Frage bleibt nur: Wie findet und rekrutiert man Fachkräfte in einem Arbeitsmarkt, der sich immer mehr auf die Bedürfnisse des Arbeitnehmers fokussiert?

Konfliktpotenzial: Nicht nur die Alterspyramide dreht sich um, sondern auch die Hierarchie innerhalb der Branche. Immer mehr junge Vorgesetzte führen ältere Arbeitnehmer. Gekoppelt mit generationsabhängigen Hindernissen kann dies das Konfliktpotenzial aufladen und zu den Problemen des demografischen Wandels beitragen.

Digitalisierung als mögliche Herausforderung: Zu den eben genannten generationsabhängigen Hindernissen gehören wichtige Punkte wie die Digitalisierung, welche besonders die Verlagsbranche beschäftigt. Dieses Hindernis muss auch vom weniger internetaffinen Teil der Belegschaft überwunden werden.

So gehen Sie mit dem demografischen Wandel um: Lösungsansätze

Weiterbildung aller Altersgruppen: Gerade auf digitalen Medien basierende Inhalte sollten nicht der jungen Besatzung vorbehalten werden. Je überwiegender der ältere Teil der Belegschaft wird, desto wichtiger ist es, dass auch diese Angestellten die nötige Weiterbildung erhalten, um zeitgemäß und modern zu bleiben und mit allen Tools umgehen zu können.

Hinwendung zu einem Kompetenzmodell, das verschiedene Stärken in allen Altersgruppen sieht: Weder das Alter eines Dienstälteren, noch die Unerfahrenheit eines Neulings vermindert die Kompetenz von beiden. Es bietet sich an, die Stärken in beiden Gruppen zu sehen und diese auch zu fördern und zu nutzen.

Integration aller Altersgruppen: Zu dem oben genannten Kompetenzmodell gehört auch die Kombination von einerseits erfahrenen Angestellten und andererseits Neueinsteigern. So bietet es sich beispielsweise an, diese in gemischten Teams zu kombinieren und ihre jeweiligen Stärken so am besten auszunutzen.

Erhalt von Leistungsfähigkeit und Gesundheit: Mit dem höheren Durchschnittsalter in Betrieben und dem steigenden Rentenalter ist der Erhalt der Leistungsfähigkeit der Angestellten besonders wichtig. Auch die Gebundenheit an das Unternehmen sollte in eine langfristige Zukunftsperspektive eingebunden werden.

Vermeiden von Über- und Unterforderung: Dies geschieht am besten, indem auf die individuellen Wünsche und Erwartungen, aber auch Grenzen und Kompetenzen der Angestellten eingegangen wird.

Employer Marketing: Die Rekrutierung von Fachkräften ist nicht nur für Sie ein Problem, sondern auch für Ihre Konkurrenten. Was macht Sie im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern als Arbeitgeber attraktiv? Oder kurz gesagt: Weshalb sollte sich der potenzielle Bewerber gerade für Ihr Unternehmen entscheiden?

Nachfolgeplanung, Wissensmanagement, Wiedereingliederungsmanagement, Generationenmanagement … : All diese Punkte gehören zu einem vorausschauenden Führungsstil mit Blick auf den demografischen Wandel dazu. Wie wird das Wissen von erfahrenen Angestellten auf Neulinge übertragen? Wie verhält es sich mit der Wiedereingliederung nach einer längeren Arbeitsunfähigkeit?

Bereit für den demografischen Wandel: Konkrete Umsatzvorschläge

Kooperation mit Schulen und Hochschulen: Um Fachkräftemangel direkt entgegenzuwirken, bietet es sich beispielsweise an, junge Menschen direkt an Schulen oder auch Universitäten mit den Möglichkeiten Ihrer Branche vertraut zu machen. Kooperieren Sie mit dem Bildungssystem, um Lehrpläne zu beeinflussen und Interesse zu wecken. So können Sie Schüler direkt an den Universitäten und Schulen abholen und Ihnen einen Einblick in Ihr Unternehmen und eine mögliche Anstellung bei Ihnen bieten.

Vereinbarung von Familie und Beruf: Zu einem attraktiven Arbeitsumfeld gehört die Vereinbarung von sowohl Familien- als auch Privatleben. Diese Flexibilität wird von Ihren Angestellten geschätzt und fügt sich in die verschiedenen Familienstrukturen jedes Alters ein.

Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit ab einem bestimmten Alter: Um einerseits erfahrene Angestellte möglichst lange im Boot zu behalten, um ihre Expertise auszunutzen, sie aber auch nicht zu sehr zu beanspruchen, gibt es die Möglichkeit, die wöchentliche Arbeitszeit ab einem bestimmten Alter zu senken. So sind die älteren Angestellten nicht dazu gezwungen, sich im rentenfähigen Alter zwischen Arbeit und Kündigung zu entscheiden. Stattdessen gibt es die Möglichkeit, noch immer in das Unternehmen eingebunden zu sein, ohne sich zu überarbeiten.

Den Aufschwung von digitalen Medien ausnutzen: Gerade für die Verlagsbranche geht mit einer neuen Generation an Fachkräften auch eine ganze Handvoll neuer Distributionsmöglichkeiten einher. Eine jede soziale Plattform hat eine Nische, die sich mit den populärsten neuen Büchern beschäftigt (Bekannt als Bookstagram, Booktok, Booktwitter etc.). Wer die Internetaffinität hat, hier mitzumischen hat einen klaren Vorteil gegenüber den Mitbewerbern: Diese Plattformen entscheiden mit, was der Mainstream liest. Die Werkzeuge, auf diesen Plattformen unterwegs zu sein und Inhalte zu erstellen, müssen und sollten nicht nur der jüngeren Generation vorbehalten werden.

So kann juni.com Sie unterstützen

Wir von juni.com kennen uns besonders mit den Möglichkeiten und Hindernissen des digitalen Wandels aus. Als Profi können wir Ihnen bei den Themen Verlagssoftware und Webshops unter die Arme greifen. Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Ihren Verlag.

Pflicht ab Juli 2022 für Abo-Anbieter: Der Kündigungsbutton auf jeder Website

Pflicht ab Juli 2022 für Abo-Anbieter: Der Kündigungsbutton auf jeder Website

Pflicht ab Juli 2022 für Abo-Anbieter: Der Kündigungsbutton auf jeder Website

Ab Juli 2022 sind Aboanbieter dazu verpflichtet, auf ihrer Website eine einfach zu erreichende Kündigungsschaltfläche oder auch Kündigungsbutton bereitzustellen. Sollte dies nicht geschehen, dürfen Kunden Verträge ohne die Einhaltung einer Kündigungsfrist sofort kündigen. Außerdem sind Abmahnungen durch die Konkurrenz möglich. Die wichtigsten Vorgaben zum Kündigungsbutton finden Sie hier.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den wichtigsten Details der neuen Regelung und gibt Hinweise zur Umsetzung. Bei rechtlichen Themen kommt es aber immer auf den individuellen Einzelfall an. Wie die Umsetzung für Ihr Unternehmen zu gestalten ist, muss individuell geprüft werden. Folglich können sich hier weitere Probleme ergeben, die im Rahmen dieses Artikels nicht im Detail betrachtet werden können. Gerne unterstützen wir von juni.com Sie bei der Umsetzung des Kündigungsbuttons.

Die Idee: Mehr Verbraucherschutz Dank Kündigungsbutton

Ziel der neuen Regelung in § 312k BGB ist es, Verbrauchern die Kündigung von sog. Dauerschuldverhältnissen (“Abos”) zu vereinfachen. Die Politik hat festgestellt, dass Kunden oft nur mit großen Hürden zur Kündigung kommen. Allerdings wird sich dies nun drastisch ändern.

Die Neuregelung gilt zunächst nur bei Verbrauchergeschäften (B2C). Aber vorsicht: Sollte bei Ihrem B2B Angebot die Möglichkeit bestehen, dass ein Verbraucher ein Abo über Ihre Website abschließen kann, sind Sie mit einem Kündigungsbutton auf der sicheren Seite.

Der Kündigungsbutton

Wenn auf einer Website ein Abo-Vertrag geschlossen werden kann, muss diese Website auch einen Kündigungsbutton enthalten. Dieser muss von jeder Unterseite aus anklickbar ist. Über die genaue Position dieses Buttons herrscht noch Unklarheit. Jedoch ist davon auszugehen, dass ein klickbarer Link im Footer oder an derselben Stelle wie das Impressum ausreicht.

Dieser Link muss mit den Worten “Verträge hier kündigen” oder einer ähnlich eindeutigen Formulierung benannt sein. Allerdings darf es sich dabei um keine Grafiken handeln, da diese für blinde Menschen nicht zugänglich sind.

Die Bestätigungsseite

Direkt nach dem Klick auf den Button muss auf eine Bestätigungsseite weitergeleitet werden. Hier soll der Nutzer seine Daten in ein Formular eintragen. Ein zusätzlicher Login in das Kundenkonto darf dabei nicht nötig sein.

Folgende Informationen darf das Formular der Bestätigungsseite abfragen:

  • Angaben zur Art der Kündigung sowie bei einer außerordentlichen Kündigung Angaben zum Kündigungsgrund,
  • Angaben zur eindeutigen Identifizierbarkeit der Verbraucherinnen und Verbraucher,
  • Angaben zur eindeutigen Bezeichnung des Vertrages,
  • Angaben zum Zeitpunkt, zu dem die Kündigung gelten soll sowie
  • Angaben zur schnellen elektronischen Übermittlung der Kündigungsbestätigung (in der Regel E-Mailadresse).

Kundinnen und Kunden sollen typischerweise anhand von Name und Anschrift identifizierbar sein. Der zu kündigende Vertrag wiederum soll anhand von Kunden-, Bestell- oder Vertragsnummer erkennbar sein. Am Ende des Formulars muss ein eindeutiger Button stehen, der mit „jetzt kündigen“ oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist.

Vom Kündigungsbutton zur Kündigungserklärung

Nach Absenden des Formulars muss der Nutzer eine speicherbare Kündigungserklärung erhalten (z. B. Download als PDF, Aktivierung der Druckfunktion, Versand per E-Mail).

Interner Prozess 

Im nächsten Schritt muss der interne Prozess der Vertragskündigung funktionieren. Die Kündigungsmeldung muss möglichst automatisiert an die zuständigen Mitarbeiter und Abteilungen weitergeleitet werden. Nun sollte eine weitere Prüfung der Kündigung stattfinden. Zuletzt wird dem Kunden eine Bestätigung der Kündigung mit einer Information über den exakten Kündigungszeitpunkt zugeschickt.

Konsequenzen bei Nichtbeachtung der neuen Regelung

Die neuen Verpflichtungen aus § 312k BGB treffen Unternehmen ab dem 1. Juli 2022. Falls das Unternehmen diesen Pflichten nicht nachkommt und das Verfahren nicht (richtig) umsetzt wird, können die Verbraucherinnen und Verbraucher jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Zudem werden Verstöße gegen die neuen Vorschriften abmahnbar sein.

Sie wollen mehr Über den Kündigungsbutton wissen? 

Bitkom hat einen umfangreichen Praxisleitfaden zur Umsetzung der digitalen Kündigungsschaltfläche auf Webseiten heraus gegeben. Diesen finden Sie hier:

https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Praxisleitfaden-zur-Umsetzung-der-digitalen-Kuendigungsschaltflaeche-auf-Webseiten

So kann juni.com Sie unterstützen

Wir als Profi für die Erstellung und Gestaltung von Webshops und insbesondere von  Verlagswebsites können Sie bei der Umsetzung des Kündigungsbuttuns unterstützen. Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780.

Herausforderungen bei der Cybersicherheit für Verlage

Herausforderungen bei der Cybersicherheit für Verlage

Herausforderungen bei der Cybersicherheit für Verlage

Hacker, Viren, Malware machen auch vor der digitalen Infrastruktur von Verlagen nicht halt. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Problemfelder in Sachen Cybersicherheit vor, die vor allem die Verlagsbranche treffen können.

Mit der Zunahme des Einsatzes von digitalen Vertriebs- und Marketingwegen in der Verlagsbranche steigt auch die Gefahr von Hackerangriffen. Vor allem die wertvolle Kundendaten sind ein beliebtes Ziel von Cyberattacken. Aber auch Erpressungsversuche durch Datendiebstahl oder die schlichte Zerstörung der digitalen Infrastruktur von Unternehmen durch feindlich gesinnte Hacker stellt eine reale Gefahr da. Im Zuge des Ukraine-Konflikts haben Cyber-Angriffe auf westliche Unternehmen deutlich zugenommen.

Nach dem Motto “Wir sind viel zu klein und unbedeutend” schieben Verlage das Thema Cybersicherheit gerne zur Seite und behandeln es allzu stiefmütterlich. Doch Hacker suchen sich vor allem die einfachsten Gegner und sind Experten darin Sicherheitslücken zu finden und diese auszunutzen. Die Kosten nach einem erfolgreichen Hackerangriff können für das Unternehmen enorm sein: Umsatzverlust, der Wiederaufbau der zerstörten digitalen Infrastruktur, Schadensersatzansprüche von Kunden und Geschäftspartnern, Bußgelder von Datenschutzbehörden wegen DSGVO-Verstößen und schlussendlich der Imageschaden.

Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die größten Problemfelder, die Verlage regelmäßig treffen. Aber Vorsicht! Cybersicherheit ist eine sehr individuelle Angelegenheit – jedes Unternehmen hat hier andere Herausforderungen und Schwachstellen. Wir empfehlen eine individuelle Beratung durch ein auf Cybersicherheit spezialisiertes Unternehmen.

Webshop & Website

Die Webshop-Sicherheit sollte eine besonders hohe Priorität im E-Commerce von Verlagen einnehmen. Sicherheitslücken im Shopsystem oder auf dem Webserver können Onlinehändler eine Menge Geld und die Reputation ihres Unternehmens kosten. Hier gilt es nicht nur die eigenen Daten zu schützen, sondern auch die der Kunden.

Verbraucherdaten sowie Passwörter aus Onlineshops sind ein beliebtes Ziel von sogenannten Phishing-Attacken. Hierbei werden von den Hackern gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten versendet, die so aussehen als würden sie zum eigentlich vertrauenswürdigen Webshop gehören. Anschließend sollen die Kunden ihre Daten auf der vermeintlich echten Website eingeben. Die Hacker sammeln somit wertvolle Daten, von Passwörtern bis hin zu Paypal- und Bankdaten.

Beim Phishing wird also nicht der Webshop an sich gehackt, es wird lediglich ein Kopie nachgebaut in der die Kunden ihre Daten eingeben. Phishing kann jedoch als zweite Stufe nach einem Hack eingesetzt werden um die Daten der Kunden zu erlangen, die besser gesichert waren und die der Hacker nicht erbeuten konnte. Sollte der Hacker zum Beispiel die Email-Adressen ihres Webshops erbeutet haben kann damit anschließend eine Phishing-Attacke gestartet werden um auch Passwörter und andere Daten der Kunden zu bekommen.

Ein gern genutzte Sicherheitslücke von Hackerangriffen stellen Formulare in Onlineshops dar. Dies sind unter anderem die Benutzerregistrierung, der Kunden-Login, das Kontaktformular und die Newsletter-Anmeldung. Nach dem Absenden der Formulare werden Daten mit dem Webserver ausgetauscht. Hier liegt die Schwachstelle der Formulare, denn hierbei können Schadcodes, also Malware, eingeschleust werden. So können sich Hacker unerlaubten Zugriff auf die Datenbank oder den Webserver verschaffen.

Veraltete Software

Aktualisieren Sie Ihre Rechner und Smartphones bei jedem Update? Werden Ihre Webshops und Websiten geupdatet? Nutzen Sie die aktuellste Version ihrer Verlagssoftware? Veraltete Software ist gefundenes Fressen für Hacker. Sicherheitslücken werden durch neue Softwareversionen geschlossen. Sicherheitslücken aus alten Versionen sind bei Hackern gut bekannt und können so einfach ausgenutzt werden.

Die Sicherheit von Onlineshops bei veralteter Software ist besonders durch Denial-of-Service-Attacken (DoS) gefährdet. Hier erfolgt eine große Anzahl von gezielten Anfragen auf den Server, um diesen zu überlasten. Das damit verbundene Shopsystem ist dann vorübergehend nicht erreichbar – durchaus so lange, bis die Sicherheitslücke geschlossen wurde.

Open-Source-Systeme

Open-Source-Systeme sind zum einen zwar anfällig für Hackerangriffe, weil der Quellcode bekannt ist und Hacker hier direkt Sicherheitslücken erkennen können. Auf der anderen Seite liegt in der Offenheit des Quellcodes auch der immense Vorteil dass eine riesige Community von Entwicklern eben diese Sicherheitslücken entdeckt und Lösungen entwickelt um diese zu schließen. Eine gut betreute und gepflegte Open-Source-Anwendung ist somit sogar deutlich sicherer.

API Hacking

Programmierschnittstellen oder auch API (Application Programming Interface) genannt werden in der Verlagsbranche als Schnittstellen zwischen Verlagssoftware, Webshops und Auslieferung eingesetzt. Auch der Abruf von Produktdaten aus dem VLB kann über eine API in externe Bibliografier- oder Warenwirtschaftssysteme oder in Online-Anwendungen wie Webshops erfolgen.

Da auf eine API in der Regel über das Internet zugegriffen wird und meist wirtschaftlich sehr relevante Daten ausgetauscht werden, ist hier die Gefahr von Hackerangriffen sehr hoch. Eine API kommuniziert mit Fremdsystemen. Somit wird ist nicht nur die interne Sicherheit relevant, sondern auch die der Partner-Unternehmen, mit welchen gemeinsam auf die API zugegriffen wird.

Social Hacking

Eine der größten Schwachstellen ist der Mensch. Der Begriff Social Hacking umfasst alle Methoden die eingesetzt werden um Menschen zu beeinflussen oder zu manipulieren um auf die digitale Infrastruktur eines Unternehmens zugreifen zu können. Hierbei wird vor allem die Leichtgläubigkeit und Unerfahrenheit von Mitarbeitern, Handelspartnern oder auch Kunden ausgenutzt. Ein Beispiel für Social Hacking sind die bereits oben erwähnten Phishing-Attacken bei denen der leichtgläubige Nutzer seine Daten auf falschen Websiten eingibt. 

Social Hacking lässt sich mit technischer Unterstützung kaum bekämpfen. Denn schließlich werden in erster Linie Ihre Mitarbeiter angegriffen und nicht irgendeine Firewall. Die Mitarbeiter müssen mit Hilfe von Schulungen auf diese Art von Angriffen vorbereitet werden.

Mehr Cybersicherheit in Ihrem Verlag – So können wir Sie unterstützen

Die Herausforderungen für Verlage sind vielfältig – auf technischer sowie auf personeller Seite. Wir von juni.com haben uns auf die Entwicklung von Softwarelösungen, Websiten und E-Commerce-Anwendungen für die Verlagsbranche spezialisiert. Was diese Bereiche angeht unterstützen wir Sie gerne bei der Absicherung ihre bestehenden Infrastruktur oder der Implementierung von neuen Lösungen. 

Für alle anderen Bereiche der Cyber-Sicherheit können wir auf starke Partnerunternehmen zurückgreifen, die wir nach Bedarf mit an Bord holen können. Kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenlose Erstberatung in der wir gemeinsam analysieren was in Ihrem Verlag in Sachen Cybersicherheit gemacht werden kann unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780.

Mehr Informationen über unsere Verlagssoftware open.junixx.FM finden Sie hier. Unsere Leistungen rund um Webshop und Websites finden Sie hier.

Nachhaltigkeit in der Verlagsbranche

Nachhaltigkeit in der Verlagsbranche

Nachhaltigkeit in der Verlagsbranche

Was bedeutet Nachhaltigkeit für die Verlagsbranche?

Das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit macht auch vor der Buchbranche nicht Halt: Gerade für das Verlagswesen ist das Thema zukunftsrelevant. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für die Verlagsbranche überhaupt?

Nach dem Thema “Demographischer Wandel” besetzt das Thema “Nachhaltigkeit” mit 72% den zweiten Platz bei der Frage nach dem Themen, die die Verlagsbranche aktuell beschäftigt. Die großen Fragen der Verlagsbranche sind also Wer liest in Zukunft und vor allem: Wie?

Umfrage zu Zukunftstrends in Verlagen “Was sind aus Sicht Ihres Verlages wichtige Zukunftstrends und Megathemen für die Verlagsbranche?” (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1188626/umfrage/zukunftstrends-und-megathemen-der-verlagsbranche-in-deutschland/)

Die Frage nach umweltschonenden Produkten stellt die Branche vor eine große Herausforderung. Denn das physische Medium “Buch” kann nicht so einfach ersetzt werden. Was aber können Verlage tun und weshalb geht es hier nicht nur um Papier?

Die Buchbranche ist verantwortlich für einen hohen Verbrauch von Holz und Energie. Somit ist die Adaption an umweltschonende Produktionsmöglichkeiten unbedingt relevant. Doch beim Thema Umweltschutz ist auch der gesamte Herstellungsprozess des Mediums gefragt. Vom Entstehen des Manuskripts bis hin zur Produktion und Vermarktung des Endprodukts kann bei jedem Schritt auf den ökologischen Fußabdruck geachtet werden. Dies schließt klimaneutrale bzw. emissionsarme Materialbeschaffung, Produktion und Transportwege ein.

Diese Wege zur Nachhaltigkeit können Sie einschlagen

Produktion

Durch verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise das FSC-Siegel wird die Nachhaltigkeit des Papiers für Verlage und Konsumenten sichergestellt. Es wird entweder recyceltes Papier verwendet oder auf eine emissionsarme bzw. klimaneutrale Produktion geachtet: Beispielsweise werden nur so viele Bäume gefällt, wie auch nachwachsen.

Die Verwendung von mineralölfreien Druckfarben ist dabei auch von Bedeutung. Die Umweltfreundlichkeit von Druckereien kann durch Nachweise und Zertifikate wie dem “Blauen Engel” Siegel festgestellt werden. Der “Blaue Engel” ist wird vom Bundesumweltministerium an Produkte vergeben, die besonders umweltschonend sind.

Es gibt aber auch innovative Lösungen zur Produktion von Büchern, wie beispielsweise das “vegane Buch”, bei welchem keine tierbasierten Leime verwendet werden, oder das “Graspapier”, bei welchem ein Teil des Papiers aus Grasfasern statt Frischfasern gewonnen wird. Der Verlag matabooks geht mit gutem Beispiel voran: Als der erste Verlag in Deutschland, werden dort ausschließlich vegane Bücher auf der Basis von Graspapier gedruckt.

Onlineshop des matabooks-Verlags (Quelle: https://shop.matabooks.de/)

Logistik

Logistische Strukturen tragen zum Klimawandel ebenso bei, wie der Energieverbrauch oder die Abholzung von Wäldern. Dabei sind besonders kurze Transportwege von Bedeutung, die eine möglichst lokale Produktion einfordern: Die Bücher sollten aus einer Druckerei aus oder um Deutschland kommen, statt erst eingeflogen werden zu müssen. Gleichzeitig ist es auch besonders wichtig, LKWs voll zu laden und Leerfahrten zu vermeiden.

Handel

Im Handel stehen im Bezug auf Nachhaltigkeit vor allem der Verkauf von eingeschweißten Büchern und Büchern mit Umschlägen im Vordergrund. Einerseits produziert das Einschweißen von Büchern in Plastikfolie eine Unmenge an Müll, andererseits entsteht auch der folgende Zwiespalt: Wenn aufgrund des Einsparens von eingeschweißten Büchern zu viele beim Transport beschädigt werden, wird das Ziel von mehr Nachhaltigkeit ebenso wenig erreicht.

Dasselbe gilt für Buchumschläge: Die Umschläge, die in erster Linie zum Schutz des Buches konzipiert wurden, sind mittlerweile eher ein stilistisches Element, das aufwändigere Produktion und mehr Müll verursacht.

Man sieht also: Der Weg zur Nachhaltigkeit in der Verlagswelt ist mit Hindernissen gepflastert und der Produktion und dem Vertrieb von klimaneutralen Büchern steht trotz neuer Innovationen noch einiges im Weg. Im Zuge der Digitalisierung stellen aber auch digitale Lösungen eine Möglichkeit für mehr Klimaneutralität und Nachhaltigkeit in der Buchbranche dar.

Digitale Lösungen

Von Zeitungen bis hin zu ebooks: Die Digitalisierung zieht eine Menge Vorteile mit sich, ganz oben dabei ist der umweltschonende Konsum von digitalen Büchern.

Auch hier gibt es einige Komponenten, durch welche Nachhaltigkeit beeinflusst wird, die aber besonders das Konsumentenverhalten betreffen: Beispielsweise ob Ökostrom verwendet wird oder auch die Langlebigkeit des Endprodukts, auf welchem das Buch konsumiert wird. Trotzdem bleibt das ebook eine rentable und zukunftsorientierte Lösung für Verlage.

Auch das Verwenden von Digitalen Assistenten bietet eine Vielzahl von Vorteilen, unter anderem die nachhaltige Perspektive, dass digitale Abläufe die Dokumentation in Papierform unnütz gestalten. Durch das Einführen einer Verlagssoftware kann eine gesamte Kette an Prozessen online umgesetzt und vor allem einfacher und nutzerfreundlicher gestaltet werden.

Mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Verlag mit den Produkten von Juni.com

Mit open.junixx.fm können Sie Abläufe von der Addressverwaltung über Projektmanagement bis hin zum Verlagsprogramm und einem integrierten Warenwirtschaftssystem digital abwickeln. Sie sparen sich Zeit, Ressourcen und physische Mittel.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und wir beraten Sie, wie unsere Lösungen nachhaltig für Ihren Verlag eingesetzt werden können. Schreiben Sie eine Mail an info@juni.com, rufen Sie uns unter 069 5077 5780 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

8 Beispiele für gelungenes Content-Marketing

8 Beispiele für gelungenes Content-Marketing

8 Beispiele für gelungenes Content-Marketing

Um mit spannenden Inhalten neue Kunden zu gewinnen und Stammkunden auch für die Zukunft zu binden bietet Content-Marketing vielfältige und spannende Möglichkeiten.

Wir stellen hier acht ganz verschiedene Beispiele vor, die mit Content-Marketing ganz unterschiedliche Produkte bewerben, ganz unterschiedliche strategische Ziele verfolgen aber immer eins gemeinsam haben: Mit aufregenden Inhalten die Zielgruppe erreichen und aus der Masse der langweiligen Werbebotschaften heraus stechen. Lassen Sie sich für Ihre Marketingkampagnen davon inspirieren! 

1. Geschichten als Werbeträger: BMW und Lufthansa 

Corporate Content-Marketing auf Streamingplattformen muss nicht langweilig und monoton sein. Obwohl Informationen rund um und über das Unternehmen interessant sein können, konsumieren Nutzer gerne Inhalte, die spannend sind und – noch wichtiger – einen vor allem nicht mit Verkaufsargumenten erschlagen. Das zeigen Lufthansa und BMW mit ihrem Podcast-Angebot. Egal ob die dystopische Zukunftsphantasie “Hypnopolis” oder Klaras mysteriöse Geschichte in “Backup”, diese beiden Unternehmen verstehen eins: Leute mögen Spannung und Spannung entsteht durch Geschichten. 

Der Podcast “Hypnopolis” von BMW

Der Podcast “Backup” von Lufthansa

2. Selbst Fan werden: Netflix Geeked

Begegnen Sie Ihrer Zielgruppe auf Augenhöhe. Nicht immer ist professionelles Fachjargon die richtige Herangehensweise. Niemand versteht das besser als der Streaming-Gigant Netflix: Neben professionellen Updates, versteht sich das Unternehmen darin, sich selbst unter “Netflix Geeked” als Fan zu vermarkten. Den Fans von Serien und Filmen wird auf mehreren sozialen Netzwerken genau das geliefert, was sie möchten: Mehr Content. Und das von einem Account, der sich selbst als einer von ihnen – als Fan – versteht. 

Instagram-Beitrag von Netflix Geeked über die Hit-Serie “Stranger Things”

Twitter-Post von Netflix Geeked über die Netflix-Serien “Bridgerton” und “Shadow and Bone”

3. Social Media nutzen: Suhrkamp Espresso

Social-Media-Plattformen gehören neben Streamingdiensten mittlerweile zu den wichtigsten Kanälen, über die Content fließt. Nutzen Sie die Möglichkeiten dieser Netzwerke aus. Suhrkamp geht mit gutem Beispiel voran: Neben einem ansprechendem Auftritt auf Instagram nutzt der Verlag unter anderem YouTube, um in der Videoreihe “Suhrkamp Espresso” ihren Katalog passend zu gesellschaftlichen Themen vorzustellen. Gesellschaftliche Relevanz und Content-Marketing gehen hier Hand in Hand.

Instagram-Feed von Suhrkamp

Videoformat “Suhrkamp Espresso” von Suhrkamp auf YouTube

4. Community Challenges: Starbucks White Cup Contest

Content-Marketing muss nicht nur von einer Seite kommen: Durch Community Challenges können Sie Ihre Zielgruppe dazu animieren, selbst aktiv zu werden. Setzen Sie einen Preis für den Gewinner fest und werden Sie kreativ. Starbucks ging 2014 mit dem viralen “White Cup Contest” voran, bei welchem die Kundschaft dazu aufgefordert wurde, ein neues Design für die Pappbecher zu entwerfen. Das geht auch in der Verlagsbranche: Um 50.000 Follower auf Instagram zu feiern, ließ dtv seine Follower ihr Lieblingscover rekreieren.

Starbucks Aufruf zum “White Cup Contest” in 2014

dtv feiert 50.000 Follower und ruft auf, beim dazugehörigen Gewinnspiel teilzunehmen

5. Unternehmensblog: Daimler-Blog & Magazin für Mobilität und Gesellschaft (Mercedes Benz)

2007 startete das damals als Daimler AG bekannte Unternehmen den Daimler-Blog und war in den folgenden Jahren das Aushängeschild für einen Corporate Blog made in Germany. Doch 2019 nach 12 Jahren, 2184 Beiträgen von mehr als 1243 Daimler-Mitarbeiter und Gastautoren wurde der Daimler-Blog beendet und als Nachfolger das Magazin für Mobilität und Gesellschaft als neue Contentplattform für die Mercedes Benz Group geschaffen.

Spannend und lehrreich sind die Gründe für den Wechsel des Formates und der Inhalte. Während der Daimler-Blog in Tagebuchform aus der Sicht der einzelnen Mitarbeiter berichtete und somit den Fokus mehr auf das Kleinteilige und Spezialisierte legte hat das Magazin für Mobilität und Gesellschaft die großen Themen rund um Gesellschaft, Technologie oder Strategie aus der Perspektive von Mercedes Benz im Blick. Einer der Gründe für den Wechsel des Formats und der Inhalte war, dass die gesellschaftlich relevanten Themen von heute wie Nachhaltigkeit und Mobilitätswende in ihrer Gänze schwer von den einzelnen Mercedes Benz Mitarbeitern erzählt werden können.

Doch ist das Format des Magazin für Mobilität und Gesellschaft wirklich erfolgreich? Die Frequenz von neuen Artikeln ist nicht sehr mehr sehr hoch. Im Jahr 2022 wurde bisher (Stand April 2022) lediglich ein einziger Artikel veröffentlicht. Vielleicht ist das Ziel über gesellschaftliche Themen in dieser Dimension als Automobilhersteller zu berichten etwas zu hoch gegriffen? 

Der Daimler-Blog und das sein Nachfolger zeigen in jedem Fall, dass eine Content-Marketing Strategie im digitalen Zeitalter nie ganz fertig ist, sich auch dem gesellschaftlichen Wandel anpassen muss und dass das Experimentieren und sich selbst hinterfragen nie aufhört.

Vom Unternehmensblog zum Unternehmensmagazin: Content Marketing muss immer wieder neu gedacht werden.

6. Youtube als Marketinginstrument: Kanzlei WBS 

Täglich liefert Rechtsanwalt Christian Solmecke auf dem Youtube Kanal der Kanzlei WBS ein Video rund um rechtliche Themen. Auch wenn für die großen Youtuber durch die Videos selbst nennenswerte Umsätze gemacht werden können liegt der Fokus beim Youtube Kanal von WBS klar beim Marketing für die Rechtsdienstleistungen der Anwaltskanzlei und für die Fach- und Sachbücher von Christian Solmecke. 

Die hohe Frequenz an Videos und der Fokus auf die rechtliche Einordnung von tagesaktuellen Themen sorgt für eine große Reichweite des Formats auf Youtube. Die auf Medien, E-Commerce und Internet spezialisierte Kanzlei erreicht über die sozialen Medien wichtige Teile Ihrer Zielgruppe und macht sich als Marke bekannt.

Die Erfolgsfaktoren sind hier die hohe Frequenz an neuen Inhalten und die Deckungsgleichheit der geschäftlichen Schwerpunktbereiche mit den Themen der digital-affinen Zielgruppe.

Das erwartet man von einem echten Youtuber, von einem Anwalt wohl aber weniger: Jeden Tag neue Inhalte auf Youtube

7. Täglich Inhalte für die Fans: Warhammer-Community (Games Workshop)

Der Marktführer für Miniaturenspiele Games Workshop liefert auf der seiner Webseite umfangreiche Inhalte zu Spielen, Miniaturen, Büchern, Merchandize und Computerspielen aus dem eigenen und Lizenzprogramm. Täglich werden dort gleich mehrere Artikel rund um die Produkte und das Hobby veröffentlicht, so dass für Fans der Games Workshop spiele der tägliche Besuch der Website fast zur Pflicht geworden ist. 

Besonders spannend sind die Teaser zu bald erscheinenden Produkten über welche über Wochen oder Monate ein Hype rund um die Neuheiten aufgebaut wird. Weitere Inhalte sind Bilder aus der Community, exklusive Kurzgeschichten, kleine Comics, Regel-Updates für die Spiele und vieles mehr.

Die Warhammer-Community als Website existiert neben dem monatlichen Printmagazin “White Dwarf” und dem Abodienst “Warhammer+”. Mit diesen Formaten verfolgt Games Workshop unterschiedliche Content Strategien. Der Fokus der Warhammer-Community ist die Vermarktung von Neuheiten und die tägliche Dosis News für die Fans in kurzen, in 1-2 Minuten zu lesenden Artikeln. Das Printmagazin zum Preis von 9 Euro liefert deutlich längerer Artikel, hochglanz Bilder und beschäftigt sich mehr mit dem bestehenden Produktkatalog. Der Abodienst “Warhammer+” für monatlich 5,49 Euro liefert vor allem Videos rund um das Games Workshop Hobby aber auch eine digitale Lesefunktion von alten Publikationen wie alten Ausgaben des “White Dwarf” und Büchern, die nicht mehr gedruckt werden.

Täglich neues rund um die Fantasy- und Sci-Fi-Welten von Games Workshop

8. Eine Geschichte miterleben: Ein Alternate Reality Game für den Jugendroman Numbers

Unter einem Alternate Reality Game (ARG) versteht man eine Art Schnitzeljagd durchs Internet und durch das echte Leben. Der Veranstalter eines ARG erschafft eine spannende Geschichte und streut Hinweise und Rätsel, die von den Teilnehmern entschlüsselt werden müssen. Beide Seiten, Veranstalter wie auch die Community, erstellen dabei Inhalte und schaffen somit Reichweite. Content-Marketing muss nicht nur einseitig funktionieren.

Vor allem die Berichterstattung durch dritte Medien über das außergewöhnliche Projekt gilt als wichtiger Multiplikator der Marketinginhalte. Für die Verlagsbranche ist ein ARG besonders spannend, weil sich hier eine Geschichte mit einer Geschichte vermarkten lässt und ein narrativer Zugang zum Inhalt eines Romans eröffnet wird.

Der Verlag Chicken House nutze ein ARG um den Jugendroman “Numbers” von Rachel Ward zu bewerben. Im Rahmen des ARG wurde die Vorgeschichte des Romans aufgegriffen mit dem Ziel der jungen Zielgruppe eine außergewöhnliche Kampagne und ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Auf Websiten, Social Media Profilen, ominösen Mailings und Live-Events mit Schauspielern wurden Händler, Journalisten und die Community mit Hinweisen rund um die Geschichte versorgt.

Eine Karte mit Login-Code für eine Website, die Teil des ARG für den Roman “Numbers” war.

Unterstützung für Ihre Marketingkampagne

Wir von juni.com unterstützen Sie gerne bei den von Ihnen geplanten Marketingkampagnen.  Unser Fokus liegt dabei bei der visuellen Umsetzung von Marketingmaterialien und der Erstellung von Webseiten. Nehmen Sie für eine kostenlose Erstberatung Kontakt mit uns auf. Per E-Mail unter info@juni.com oder telefonisch unter 069 5077 5780.

 Mehr Infos über unsere Design-Dienstleistungen finden Sie auch unter: https://juni.one/

EU-Umsatzsteuerreform 2021 – das müssen Online-Händler nun beachten

EU-Umsatzsteuerreform 2021 – das müssen Online-Händler nun beachten

EU-Umsatzsteuerreform 2021 – das müssen Online-Händler nun beachten

Ab dem 1. Juli 2021 gilt in der gesamten EU ein neues Gesetz für den grenzüberschreitenden Handel mit Verbrauchern. Diese Regelungen betreffen vor allem Onlineshops, die in das EU-Ausland verkaufen. In diesem Artikel erklären wir die neuen Vorgaben und zeigen wie Sie diese für Ihren Webshop umsetzen können.

Neu ist, dass Händler von nun an bereits ab einem Gesamtumsatz von 10.000 Euro im gesamten EU-Ausland steuerpflichtig in den einzelnen EU-Ländern werden, sofern sie an Nichtunternehmer liefern. Die bisherigen Freigrenzen waren deutlich höher und die Mehrwertsteuer konnte in der Vergangenheit so häufig unkompliziert im Inland abgeführt werden.

Ab dem 1. Juli 2021 müssen Steuerbeträge direkt im Lieferland abgeführt werden, sobald die relativ geringe Umsatzschwelle von 10.000 Euro bei grenzüberschreitenden Lieferungen an Nicht-Unternehmer in der EU erreicht wird.

Die Voraussetzungen

Damit die neue Mehrwertsteuerregelung zur Anwendung kommt, muss das konkrete Geschäft folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllen:

  • Es wird eine elektronische Dienstleistung (etwa Bereitstellung eines Downloads) an einen Nichtunternehmer in einem anderen EU-Staat erbracht oder es wird ein Gegenstand an einen Nichtunternehmer in einem anderen EU-Staat geliefert
  • Die EU-weite Lieferschwelle von 10.000 Euro ist überschritten
  • Es handelt sich nicht um einen von der Regelung ausgenommenen Gegenstand

Ausgenommen sind:

  • Gebrauchtgegenstände
  • Kunstgegenstände
  • Sammlungsstücke
  • Antiquitäten
  • Fahrzeuge (neu und gebraucht)
  • Gegenstände, die montiert oder installiert geliefert werden

Im Ergebnis werden die neuen Regelungen dazu führen, dass nun auch kleinere Händler in fast allen EU-Staaten steuerpflichtig sein werden.

Die Umsatzsteuerpflicht in anderen EU-Ländern hat grundsätzlich zur Folge, dass sich der Online-Händler in jedem Zielland steuerrechtlich registrieren lassen und eine entsprechende nationale Umsatzsteuer-ID beantragen muss.

Auch müsste der Online-Händler in jedem Zielland einen sogenannten Fiskalvertreter benennen, der die dortigen Umsatzsteuerpflichten und die Abgabe der entsprechenden Steuererklärungen übernimmt.

Vereinfachung des Abführsystems durch OSS 

Um die nun deutlich komplexeren Regeln für die Händler abzufangen, hat der EU-Gesetzgeber das sogenannte „One-Stop-Shop“-Verfahren (OSS) eingerichtet.

Mit diesem Verfahren ist nur eine einmalige Registrierung im Heimatland des Online-Händlers notwendig. Somit entfallen die komplizierten Registrierungen für jedes Zielland.

Umsätze, die der Umsatzsteuer in anderen EU-Mitgliedsstaaten unterliegen, werden dann in einer besonderen Steuererklärung deklariert. Die Steuererklärung kann zentral über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) auf elektronischem Weg zu übermittelt werden. Die Steuerschulden für alle belieferten Zielländer werden so insgesamt im Heimatland entrichtet.

Um am OSS-Verfahren teilzunehmen, ist eine einmalige Registrierung notwendig. Diese kann hier vorgenommen werden.

Kontaktieren Sie Ihren Steuerberater, um alle weiteren steuerrechtlichen Details zu besprechen.

Anforderungen an Webshops, Warenwirtschaftssysteme und Buchhaltung 

Damit die Steuererklärung alle relevanten Daten der Umsätze aus den Lieferländern enthält, muss auch Ihr Webshop, Ihr Warenwirtschaftssystem und Ihre Buchhaltungssoftware die entsprechenden Umsätze mit den je nach Lieferland abweichenden Mehrwertsteuersätzen abbilden können.

Besonders problematisch ist die Darstellung und Berechnung der unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze im Webshop.

Eine Lösung wäre es, für jedes Zielland einen Untershop (Subshop) einzurichten, um den Gesamtpreis (Nettopreis zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer) auf diese Weise für jedes Zielland individualisiert anzeigen zu können. Dies ist jedoch sehr kostspielig und aufwendig.

Je nach Webshopsystem kann eine Funktion, die erkennt wo sich der Nutzer befindet und automatisiert die Mehrwertsteuer anpasst, einfach implementiert werden. Die von uns angebotenen Webshopsysteme Magento und Woocomerce sind hierzu in der Lage.  unterstützen Sie gerne bei der Anpassung für Ihren Webshop oder der Programmierung eines neuen Webshops. Mehr Informationen zu unseren Services zu Webshops und E-Commerce finden Sie hier.

Auch unsere Verlagssoftware mit integriertem  Warenwirtschaftssystem open.junixx.FM kann die Anforderungen zur Nutzung des OSS Verfahren darstellen.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und wir beraten Sie, wie unsere Lösungen für Ihr Online-Business eingesetzt werden können.

Schreiben Sie eine Mail an info@juni.com, rufen Sie uns unter 069 5077 5780 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

E-Learning Plattform für Online-Vertretungsstunden

E-Learning Plattform für Online-Vertretungsstunden

E-Learning Plattform für Online-Vertretungsstunden

Ein Interview mit Gründer Christian Kussmann

Online-Vertretungsstunden bietet Schulen die Möglichkeit, ausfallende Unterrichtsstunden mit hilfe einer E-Learning Plattform online zu ersetzen. Das Unternehmen produziert didaktisch aufbereitete Inhalte mit aufgezeichneten vollwertigen Unterrichtseinheiten.

Besonders für das Frühjahr und den Sommer 2020, während viele Bundesländer von Schulschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie betroffen waren, gewann die E-Learning Plattform an Bedeutung.

Wir von juni.com haben für Online-Vertretungsstunden einen Prototypen der E-Learning Plattform entwickelt. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt und über die Etablierung eines E-Learning Geschäftsmodells. Sollten Sie selbst ein vergleichbares Projekt umsetzen, hoffen wir Ihnen hier spannende Einblicke in die Zusammenarbeit mit einem Start-Up  bieten zu können. Wir haben mit Christian Kussmann, einem der Gründer von Online-Vertretungsstunden, über das Projekt und seine Erfahrungen geredet.

Wie ist die Idee entstanden online-vertretungsstunden.de an den Markt zu bringen?

Meine Mitgründerin Anja hatte bereits vor einigen Jahren – lange vor Corona – die Idee zu Online-Vertretungsstunden. Der Unterrichtsausfall an deutschen Schulen ist ein extrem gravierendes Problem, was auch aufgrund der politischen Brisanz gerne verdrängt wird. Aus unserer Sicht kann (und muss!) man diese Herausforderung aber sehr konkret und zeitnah angehen. 

Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind ein essentieller Bestandteil unseres Angebots, wir sind aber vor allem von der Vision getrieben, möglichst vielen Schüler*innen einen inhaltlich hochwertigen (Vertretungs-)Unterricht anbieten zu können. 

Die Situation – insbesondere an Brennpunkt-Schulen und in strukturschwachen Regionen – ist dramatisch, die Folgen für Chancengerechtigkeit, die Qualität der Schulbildung und letztendlich auch die Schwächung des Innovationsstandorts Deutschland sind erheblich und reichen weit in die Zukunft. Daher: Es ist höchste Zeit dieses Problem anzugehen!

Behind the scenes beim Dreh. 

Unterrichtsstunde: Kräfte messen.

Könnte Ihr Angebot eingesetzt werden um den Online-Unterricht zu unterstützen wenn der Präsenzunterricht in der Corona-Pandemie wieder ausfallen muss?

Unbedingt! Corona kam uns gewissermaßen „dazwischen“ wenn ich mich an unsere eigentliche Roadmap erinnere. Das Problem „Unterrichtsausfall“ besteht ja seit etlichen Jahren, Tendenz schlimmer werdend. Wir bieten – übrigens als Einzige – aufgezeichneten Unterricht im Sinne vollwertiger Stunden an, perfekt abgestimmt auf die Schule. 

Online-Vertretungsstunden sind durchkomponierte Lerneinheiten mit dem Ziel des Kompetenzerwerbs am Ende der Stunde bzw. der Unterrichtsreihe – eben genau wie in der Schule. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist diese didaktische Progression besonders wichtig, da in der Regel wenig oder kein Vorwissen vorhanden ist und die neuralen Netze erst angelegt werden müssen. Einzelne Lernvideos können das nicht leisten. Als unterrichtsergänzende Materialien gibt es z.B. viele großartige YouTube-Channels mit wirklich coolen Inhalten, aber diese stehen nicht in einem größeren didaktischen Zusammenhang und haben nicht den Rhythmus einer Schulstunde.

Präsenzunterricht optimal ersetzen zu können ist unser zentrales Wertversprechen. Wir sind ursprünglich vom Use Case „Lehrer*in fällt kurzfristig oder geplant aus“ ausgegangen, aber genau so gut kann der kranke Schüler zu Hause – oder eben im Fall der Schulschließung eine ganze Klasse – in hoher qualitativer Kontinuität beschult werden. 

Sobald wir die entsprechende Menge an Content produziert haben – in unserem Fall definitiv eine große Herausforderung, wir brauchen VIEL Content – können wir über sehr lange Strecken die Unterrichtsversorgung leisten. 

Wie lief die Erarbeitung des MVP mit juni.com?

Christian Kussmann: Nachdem meine Gründungspartnerin Anja und ich uns nach einigen Gesprächen mit Florian Keck über Skype und einem persönlichen Treffen in Frankfurt für die Zusammenarbeit entschieden haben, wurde ein gemeinsamer Kick-Off Workshop mit allen Beteiligten organisiert. Von Juni.com waren neben Florian noch Pascal als Frontend-Entwickler und Anna-Lena als Backend-Entwicklerin dabei. Wir haben unseren UX-Designer Daniel und unseren Entwickler Kai mitgebracht. 

Eher aus einem Impuls heraus – der Vibe war von Anfang an sehr positiv und vertrauensvoll – haben Anja und ich zu Beginn des Workshops „die Karten auf den Tisch gelegt“ und das maximale Budget, was wir aus unseren privaten Mitteln bewegen konnten, an die Tafel geschrieben. Verbunden mit der Frage was wir in diesem Rahmen umsetzen können und müssen um den bestmöglichen Prototyp zu realisieren.

Daraus ergab sich eine extrem fruchtbare Diskussion, in deren Rahmen wir den Scope des Projekts sehr exakt festgelegt haben und am Ende des Tages ein sehr einheitliches Zielbild aller Beteiligten hatten. Davon haben wir über den gesamten Entwicklungszeitraum sehr profitiert, jeder wusste was am Ende herauskommen sollte und wo seine Verantwortlichkeit lag.

Über GitLab als Issue-Tracker sowie wöchentliche Skype-Weeklys haben wir den Projektfortschritt besprochen. Vor dem Endspurt haben gab es ein weiteres Treffen, bei dem wir den Backlog nochmal durchgegangen sind und die letzten Wochen geplant haben. Der Endspurt tat natürlich – so ist es ja immer…  – etwas weh, aber in Anbetracht des Umfangs und der Komplexität des Projekts sind wir sehr gut durchgekommen.

Stichwort Corona: Wir haben einen Prototypen entwickelt, um mit wenigen Schulen unser Geschäftsmodell zu testen. Während Corona waren wir dann plötzlich im Live-Betrieb mit 7.000 Sessions. Es ist nix zusammengekracht und wir waren jede Sekunde lauffähig. Den Stress-Test hat unsere Plattform also bereits mit Bravour bestanden. 

Der Schritt zum wirklichen MVP wird uns allerdings noch eine Weile beschäftigen

„Daher: Es ist höchste Zeit dieses Problem anzugehen!“

Auf welche Inhalte und Schulfächer konzentrieren Sie sich bei der Erstellung von Inhalten?

Wir konzentrieren uns zunächst auf die MINT-Fächer, also die naturwissenschaftlichen Nebenfächer wie Physik, Chemie, Biologie etc. Angefangen haben wir mit 6 Stunden Physik-Unterricht für die Jahrgangsstufen 7/8. Inhaltlich ist unser Anspruch mit dem fertigen Produkt den gesamten Lehrplan – auch unter Berücksichtigung der Eigenheiten bestimmter Bundesländer – abzudecken. 

Die Entscheidung liegt darin begründet, dass diese Fächer im Verhältnis sehr stark vom Unterrichtsausfall betroffen sind und deutlich weniger vertreten werden als z.B. Mathematik. 

In vielen Regionen sind sogar viele Stellen gar nicht mehr besetzt. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung wird diese Situation sich in den nächsten Jahren bedauerlicherweise noch weiter verschärfen. Tatsächlich konkurriert der Bedarf an MINT-Lehrer*innen auch mit dem Fachkräftemangel in der Industrie und Wirtschaft: Viele potentielle MINT-Lehrer*innen landen zu besseren Konditionen in der Privatwirtschaft. 

Welche Erfahrungen haben Sie während des Projektes gesammelt und welche Tipps würden Sie anderen Unternehmer mit geben, die eine E-Learning Plattform entwickeln wollen?

Gute Frage, also leicht ist es definitiv nicht.

Auch wenn man zu Beginn der Schulschließung von seinem gesamten Freundeskreis beglückwünscht wird („Ihr seid doch jetzt alle reich, oder?!“). Grundsätzlich ist ein Content-getriebenes Geschäftsmodell im Bildungsbereich eine harte Nuss, da man eine sehr große und extrem diverse Gruppe an Nutzern zufrieden stellen muss:

Schüler*innen sind die Hauptnutzer unseres Angebots, die Lehrer müssen wir überzeugen ohne als Bedrohung wahrgenommen zu werden („Nein, wir möchte Sie durch das Internet nicht ersetzen“), diese müssen uns wiederum bei Ihrer Schulleitung empfehlen. Unsere Kunden sind am Ende Schulen und Schulträgern und ggf. Kultusministerien auf Landesebene. Natürlich brauchen wir ebenfalls die Akzeptanz der Eltern. 

Jede dieser Gruppen müssen wir gut verstehen und mit einem guten Angebot überzeugen, daraus ergibt sich ein entsprechend komplexer Funnel. Und das alles vor dem Hintergrund eines B2G-Geschäfts… Gerade zu Anfang haben wir den Scope unseres Prototyps mehrfach angepasst. 

Unbedingt ernst nehmen sollte man das Thema „Datenschutz“: Daten von Schüler*innen sind wirklich extrem sensibel, an diesem Thema sind schon große Plattformen gescheitert. „Privacy by design“ ist – zumindest im Bereich Schule – fast alternativlos. So verlockend es am Anfang auch sein mag Entwicklungskosten einzusparen indem man auf eine WordPress-Installation mit Plug-Ins zurückgreift – ich bin extrem froh, dass wir uns dagegen entschieden haben.

Christian Kussmann und Anja Hagen.

Was haben Sie besonders an der Zusammenarbeit mit  juni.com geschätzt?

Oh, da gibt es viel zu erzählen! Insgesamt war die gesamte Zusammenarbeit extrem produktiv und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten zu jeder Zeit einen wirklich guten Vibe, auch auf den gefürchteten „letzten Metern“ des Projekts. Ich habe selbst lange als freier Entwickler gearbeitet und – ja, ich gebe es zu – war extrem skeptisch dieses große Projekt, was wir komplett privat finanziert haben, mit einer Agentur umzusetzen. Juni.com konnte mich aber voll überzeugen und wird immer wieder als „die eine Ausnahme“ empfohlen. 

Neben der transparenten und fairen Kalkulation konnten wir auch einen sehr individuellen Workflow – die technische Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit von Anna-Lena und Pascal von Juni.com mit unserem Coding-Gott Kai – aufsetzen.

Ganz besonders hervorheben möchte ich noch Florian Keck: Abgesehen davon, dass es wirklich immer cool ist mit Florian zu tun zu haben, hat er einen wesentlichen Anteil am Erfolg unseres Prototyps. Wir sind auch jetzt noch begeistert, dass wir den Scope der Entwicklung perfekt definiert haben. Die oben beschriebene Herausforderung des komplexen Funnels und B2G-Geschäfts haben wir insbesondere Dank Florian so gut hinbekommen! Unterm Strich kann ich nach einem Jahr Erprobung unseres Prototyps im Schulalltag – inklusive Lockdown-Stresstest – sagen, dass wirklich keine Zeile Code am Scope vorbeiging. Wir haben exakt das entwickelt, was wir tatsächlich gebraucht haben.

Was würden Sie sich noch von  juni.com wünschen?

Bitte auch weiterhin an unseren Partys teilnehmen und Trips nach / über Berlin oder Köln für ein paar gemeinsame Bier nutzen!

Ansonsten: Wir sind sehr zufrieden und arbeiten auch gerne in der Zukunft weiter mit Juni.com zusammen. Alles was möglich ist wollen wir in-house umsetzen, aber für große Meilensteine würden wir gerne auf Unterstützung von Euch zurückgreifen. Außerdem kommen wir für die „crazy Ideen“ gerne immer wieder zum Reality-Check und Scope-Adjustment bei Florian vorbei.


Bilder: Online-Vertretungsstunden
Illustration Titelbild: Josephine Wolff

Planen Sie ein ähnliches Projekt?

Gerne stehen wir auch Ihnen bei der Konzipierung und Entwicklung Ihres E-Learning Projekts zur Seite. Während einer kostenlosen Erstberatung nehmen wir uns gerne Zeit, um eine mögliche Zusammenarbeit zu besprechen. Nehmen Sie dazu einfach über das folgende Kontaktformular Kontakt mit uns auf.

FileMaker 19 ist da!

FileMaker 19 ist da!

FileMaker 19 ist da!

Unsere Verlagssoftware open.junixx.FM basiert auf dem Datenbanksystem FileMaker. Nun ist Version 19 von FileMaker erschienen und erweitert auch open.junixx.FM um weitere spannende Funktionen! FileMaker wurde übrigens letztes Jahr vom Softwarehaus Claris übernommen und heißt damit nun Claris FileMaker.

Der Fokus der neuen Version liegt darin schnell Innovationen zu schaffen, um die Produktivität zu steigern und Kunden schnell bessere Produkte und Dienstleistungen zu liefern. 

Mit diesen neuen Funktionen kann unsere Verlagssoftware open.junixx.FM noch besser an die individuellen Bedürfnisse für Ihren Verlag angepasst werden. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir besprechen in einer kostenlosen Erstberatung welche Funktionen für Ihren Verlag am sinnvollsten sind.

Die wichtigsten neuen Funktionen

Plug-and-Play-Addons
Erweiterungen und Addons lassen sich in FileMaker 19 in Sekundenschnelle integrieren. Somit lässt sich FileMaker noch schneller und kostengünstiger an individuelle Ansprüche anpassen. Steigern Sie ihre Produktivität mit Hilfe von Kanban-Tafeln, Fotogalerien, JavaScript, Webdiensten und vielen weiteren schnell integrierbaren Addons.

JavaScript
FileMaker unterstützt nun vollständig JavaScript. Somit lassen sich Karten, animierte Grafiken, Datenvisualisierungen und vieles mehr direkt in die Software einbetten.

Maschinelles Lernen und KI
Mit der neuen FileMaker Version ist die Entwicklung intelligenterApps möglich. Unterstützt werden Core ML-Maschinenlernmodellen, Siri-Kurzbefehle und das Einlesen von NFC (Near Field Communication)-Tags. Auch Bildklassifizierung, Stimmungsanalyse, Objekterkennung und viele Anwendungen der künstlichen Intelligenz sind nun mit FileMaker möglich.

Weitere neue Funktionen

Erstellung in der Cloud
FileMaker Apps können nun direkt in der Cloud erstellt werden. Somit wird der bisher mehrstufige Konfigurationsprozess über die stationäre Serveranwendung abgekürzt.

Kartenunterstützung in der Browseranwendung WebDirect
WebDirect ist eine Technologie mit der sich FileMaker-Datenbanken ohne zusätzliche Client-Software in einem Web-Browser ausführen lassen. Diese Technologie unterstützt jetzt den Stil „Kartenfenster“.

Hosting auf allen Plattformen
Zusätzlich zu Mac und Windows kann der FileMaker Server jetzt auch unter dem Betriebssystem Linux gehostet werden. 

Dunkelmodus
Unter macOS wird ab sofort der Dunkelmodus unterstützt.

Daten-API
Mit dem neuen Scriptschritt “Daten-API ausführen” können Daten von einer anderen FileMaker-Datenbank im JSON-Format übermittelt werden.

Neue cURL-Optionen
Der Befehl “Einfügen von URL” unterstützt ab sofort weitere cURL-Optionen zur Spezifizierung eines SSL-Zertifikats.

Wissenschaftliche Notation
Nun können Felder so formatiert werden, dass sie Zahlen in wissenschaftlicher Notation anzeigen.

Schneller Wechsel zwischen den Layouts
Im Layoutmodus kann zwischen den Layouts schneller gewechselt werden.

Statusstile der Tastenleisten-Segmente
Das Kopieren und Einfügen von Statusstilen der Tastenleisten-Segmente zwischen den Status und in andere Tastenleisten-Segmente ist nun möglich.

High Efficiency Image File-Format
Für macOS werden nun High Efficiency Image File-Formate unterstützt. HEIF-Bilder können in Layouts und in Containerfelder eingefügt und in in macOS, iOS und iPadOS angezeigt werden.

Benutzte Software nicht DSGVO-konform: 14,5 Mio. Euro Bußgeld

Benutzte Software nicht DSGVO-konform: 14,5 Mio. Euro Bußgeld

Benutzte Software nicht DSGVO-konform: 14,5 Mio. Euro Bußgeld

Anfang November 2019 hat die Berliner Datenschutzbehörde das bis dahin höchste Bußgeld in Deutschland wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO in Höhe 14,5 Millionen Euro verhängt. Getroffen hat es Berlins größten privaten Immobilienbesitzer, die Deutsche Wohnen SE. Der Grund: Die verwendete Software zur Verwaltung von Kundendaten war nicht DSGVO-konform.

Verstoß gegen technische Anforderungen und Löschpflichten

Was war passiert? Die von der Deutsche Wohnen SE verwendete Software war nicht in der Lage bereits zur Löschung hinterlegte Daten endgültig zu löschen. So wurden Daten von alten Mietern jahrelang selbst nach Beendigung des Mietverhältnisses gespeichert. Sensible Daten wie Gehaltsbescheinigungen, Selbstauskunftsformulare, Auszüge aus Arbeits- und Ausbildungsverträgen, Steuer-, Sozial- und Krankenversicherungsdaten sowie Kontoauszüge waren über Jahre im System vorhanden. Von Rechts wegen müssen diese Unterlagen mit Abschluss des Mietvertrags vernichtet werden, die Deustche Wohnen SE hatte dies offensichtlich versäumt.

Die Deutsche Wohnen SE handelte somit rechtswidrig gegen Artikel 5 und 25 der DSGVO. Die verwendete Technik muss standardmäßig auf Datenschutz ausgelegt sein und Daten müssen gelöscht werden, sobald der Zweck für Ihre Verwendung entfallen ist.

Das Immobilienunternehmen hat also gegen zwei tragende Prinzipien des Datenschutzes verstoßen. Geahndet wurde dies mit dem bisher dritthöchsten Bußgeld in der EU und dem höchsten Bußgeld in Deutschland seit Inkrafttreten der DSGVO: 14,5 Millionen Euro.  

Missstände schon seit 2017 bekannt

Bereits 2017 hatte die Aufsichtsbehörde bei einer Vor-Ort-Kontrolle Missstände bemängelt. Doch auch bei einer zweiten Vor-Ort-Kontrolle im März 2019 waren die Missstände noch nicht behoben. Es gab jedoch erste Maßnahmen zur Behebung des rechtswidrigen Zustandes. Auch hatte die Deutsche Wohnen SE gut mit der Aufsichtsbehörde kooperiert und es konnten keine missbräuchlichen Zugriffe auf die unzulässig gespeicherten Daten nachgewiesen werden. Deshalb fiel das Bußgeld geringer aus, als es möglich gewesen wäre.

Die Deutsche Wohnen SE will gerichtlich gegen das Bußgeld vorgehen. Vielleicht erwartet uns hier der erste Gerichtsentscheid über ein Bußgeld zur DSGVO.

Ähnliche Missstände finden sich in vielen Unternehmen 

Solche Missstände gibt in vielen Unternehmen. Auch nach der kurzfristigen Hysterie rund um die DSGVO im Jahr 2018 änderten viele Unternehmen nichts an ihrer Infrastruktur und an ihren Prozessen. Vor allem Softwarelösungen wie CRM- und ERP-Systeme sind veraltet und entsprechen nicht mehr den Anforderungen der DSGVO. Selbst wenn die Software entsprechend ausgestattet ist, müssen auch die Mitarbeiter entsprechend im Bereich Datenschutz geschult sein, um ein solches Fehlverhalten zu vermeiden.

Ist Ihre Software DSGVO konform?

Unsere Software und Datenschutzexperten beraten Sie gerne zum Thema DSGVO. Die Erstberatung ist kostenlos. Mehr Informationen finden Sie hier: 

Unsere Datenschutz-Leistungen: juni.pro
Unsere Softwarelösung speziell für Verlage: open.junixx.FM