Datenschutz für Verlage

Datenschutz für Verlage

Wie und Wo Datenschutz anwenden?

Datenschutz für Verlage

Bald kommt die DSGVO und mit Ihr umfangreiche Pflichten zum Datenschutz, die auch Verlage empfindlich treffen können. Lesen Sie hier wie Sie ein Datenschutz-Management in Ihrem Verlag umsetzen. Am Ende des Artikels finden Sie noch eine Checkliste mit der Sie überprüfen können wie gut Ihr Unternehmen in Sachen Datenschutz aufgestellt ist.

Lesezeit ca. 15 Minunten

Ab dem 25. Mai 2018 muss die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Deutschland angewandt werden. Verstöße gegen diese Regelungen können mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Ordnungsgelder, die durch Aufsichtsbehörden verhängt werden,  können bis zu 20 Millionen Euro reichen. Landesdatenschutzbehörden und Verbraucherschutzverbände besitzen ein Klagerecht, um hier aktiv zu werden.

Auch wenn die Strafen empfindlich wirken –  wenn Sie Ihre Hausaufgaben in Punkto Datenschutz gemacht haben, sind Sie auf der sicheren Seite. Es wird nicht verlangt, das gesamte Unternehmen datenschutzkonform nach einem starren Muster auf den Kopf zu stellen. Aber von jedem Unternehmen wird nun gefordert, nach den eigenen Verhältnissen ein passendes Datenschutzmanagementsystem zu etablieren.

Disclaimer: Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ist ausdrücklich nicht als rechtliche Beratung zu verstehen. Die juni.com GmbH übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der dargelegten Informationen. Aufgrund der umfangreichen Materie sind die vorliegenden Unterlagen nicht erschöpfend. Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen dabei helfen, einen ersten Einblick in den Datenschutz und die damit verbundenen rechtlichen Herausforderungen zu erhalten, um daraus die ersten Schritte zur Umsetzung für Ihr Unternehmen zu entwickeln.  Bei den Detailfragen sollten Sie auf einen ausgebildeten Datenschutzbeauftragten oder auf einen auf Datenschutzrecht spezialisierten Rechtsanwalt zurückgreifen. Auch wir von juni.com bieten ein umfangreiches Beratungsangebot zum Thema Datenschutz im Rahmen von Softwareanwendungen an.

Warum eigentlich Datenschutz?

Persönliche Daten verraten viel über einen Menschen. Vielleicht viel mehr als die Öffentlichkeit oder unbekannte Dritte wissen sollten. Daten gelten als das Erdöl des 21. Jahrhunderts, entsprechend steht hinter Daten ein beachtlicher wirtschaftlicher Wert. Findige Geschäftsleute, die wertvolle Daten ohne den Willen der betroffenen Personen sammeln, mögen raffinierte Geschäftsmodelle daraus entwickeln, agieren ethisch aber zweifelhaft. Neben den wirtschaftlich auswertbaren Daten ist der Missbrauch von solchen, die Rückschlüsse auf politische und religiöse Überzeugungen oder sexuelle Vorlieben und gesundheitliche Situationen zulassen, für eine demokratische und pluralisierte Gesellschaft eine große Gefahr. Diskriminierungen im großen Stil wären anhand einer Erhebung jener Daten möglich. Heute sind Big Data-Systeme schon so weit entwickelt, dass nicht einmal sensible Daten im Detail erhoben werden müssen, um Rückschlüsse zuzulassen. Mustererkennungen bei verschiedensten, weniger sensiblen Daten macht dies möglich. Datenschutz bedeutet, dem Konzept des gläsernen Menschen vorzubeugen, staatliche und privatwirtschaftliche Überwachungsmaßnahmen zu beschränken und letztendlich das Machtungleichgewicht zwischen großen Organisationen und dem Individuum herzustellen. Datenschutz wird nicht selten als Menschenrecht gefordert. Jede und jeder soll selbst entscheiden dürfen, welche ihrer und seiner Daten wie verwendet werden.

Wir, als wirtschaftliche Akteure in der Medien- und Verlagsbranche, stehen dabei in einem Dilemma. Einerseits wollen wir für unsere Geschäftsmodelle selbst so viele Daten wie möglich sammeln und nutzen, auf der anderen Seite ist jeder von uns persönlich betroffen. Umso mehr sollten wir Wert darauf legen, die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten und im Rahmen des rechtlich Erlaubten zu operieren.

Begriffe im Datenschutz

Datenschutz: Datenschutz sind organisatorische und technische Maßnahmen gegen den Missbrauch von Daten.

Personenbezogene Daten: Personenbezogene Daten sind sämtliche Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.

Betroffener: Ein Betroffener ist ein Mensch, dessen Daten verarbeitet werden oder wurden.

Verarbeiter: Ein Verarbeiter ist das Unternehmen, das die Daten verarbeitet oder verarbeitete.

Auftragsverarbeiter: Ein Auftragsverarbeiter ist ein Dritter, der für einen Verarbeiter als Dienstleister Daten verarbeitet.

Sensible Daten: Sensible Daten sind Angaben über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder das Sexualleben. Auch Daten, die Kinder betreffen, sind als sensible Daten zu werten.

Die 6 Gebote des Datenschutzes

Die folgenden “6 Gebote des Datenschutzes” fassen die wichtigsten Regelungen aus der DSGVO zusammen.

1. Gebot: Verbot mit Erlaubnisvorbehalt

Prinzipiell ist jede Datenverarbeitung zunächst verboten. Ausnahmen bestehen bei  Einwilligung des Betroffenen und/oder einer gesetzlichen Erlaubnis.

Die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung liegt vor bei:

  • der Einwilligung des Betroffenen
  • der Erfüllung eines Vertrags, vorvertraglichen Maßnahmen, Anfragen
  • der Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung
  • lebenswichtigen Interessen
  • öffentlichem Interesse
  • berechtigtem Interesse des Unternehmens

Ein lebenswichtiges oder öffentliches Interesse sollte in Geschäftsfeldern der Medien- und Verlagsbranche irrelevant sein. Deutlich wichtiger ist hier, was unter einem berechtigten Interesse des Unternehmens aus Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO zu verstehen ist. Eine Vielzahl von Datenverarbeitungen könnten unter diesen Punkt fallen. Denkbar sind hier vor allem Datenverarbeitungen im Rahmen von Marketing- oder Vertriebsaktivitäten. Wenn eine Datenverarbeitung im Rahmen eines berechtigtem Interesse passiert, hat dies den großen Vorteil, dass dafür keine separate Einwilligung nötig ist.

Weiter unten finden Sie einen umfangreichen Abschnitt, der sich genauer mit Einwilligungen und dem berechtigtem Interesse auseinandersetzt.

2. Gebot: Datensparsamkeit

Nur die Daten, die wirklich benötigt werden, dürfen erhoben werden. Eine Datenverarbeitung muss entsprechend ihrem Zweck angemessen sein. Daten, die erhoben werden, müssen für das Ziel relevant sein und auf das notwendige Maß beschränkt werden.

3. Gebot: Zweckbindung

Daten dürfen nur für den Zweck verarbeitet werden, für den sie erhoben wurden. Sollte der Zweck wegfallen oder erreicht werden, müssen die Daten gelöscht werden.

4. Gebot: Datensicherheit

Es müssen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten getroffen werden. Das heißt, es müssen ausreichende Maßnahmen getroffen werden, sodass Unbefugte nicht auf die Daten zugreifen können. Das reicht von umfangreichen Schutzmaßnahmen gegen Hackerangriffe bis hin zu klaren Rollen- und Rechtekonzepten für die Mitarbeiter eines Unternehmens.

5. Gebot: Transparenz

Betroffene sollen wissen, welche Daten und zu welchem Zweck von Ihnen erhoben wurden. Darüber sollen sie bei der Erhebung informiert werden und haben später ein Auskunftsrecht.Betroffene können anfragen, ob und in welchem Umfang ihre Daten verarbeitet werden.

Betroffenen, deren Daten erhoben werden, müssen folgende Informationen bei der Erhebung mitgeteilt werden:

  • Zweck der Datenverarbeitung
  • Dauer der Speicherung der Daten
  • Regelungen zur Weitergabe von Daten an Dritte (auch Auftragsverarbeiter)
  • Regelungen zur Übermittlung in ein Drittland
  • Aufklärung über die Rechte (Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit)
  • die Rechtsgrundlage der Erhebung: Vertrag/Gesetz
  • Kontaktinformationen (auch des Datenschutzbeauftragten)
  • der Hinweis auf das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde
  • ggf. das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung (Profiling)

6. Gebot: Dokumentation

Es gilt nun, alle Informationen rund um Ihre Datenverarbeitung zu dokumentieren. Gewisse Dokumente und Verzeichnisse vorzuhalten ist Pflicht. Nachweise dazu können jederzeit von Aufsichtsbehörden gefordert werden.

Es ist nun umso wichtiger zu dokumentieren, welche personenbezogenen Daten ein Unternehmen verarbeitet, woher diese Daten kommen und an wen die Daten weitergegeben werden. Grund dafür ist die Beweislastumkehr in der DSGVO. Nach dieser muss ein Unternehmen darlegen, dass es sich rechtskonform verhalten hat.

Eine umfangreiche Dokumentation wird auch nötig sein, um Datenschutz-Zertifizierungen zu erhalten, die Unternehmen besondere Fähigkeiten und Prozesse im Datenschutz als eine Art Gütesiegel bescheinigen. Eine solche Zertifizierung kann entsprechend öffentlichkeitswirksam eingesetzt werden. Es ist aber auch vorstellbar, dass eine Zertifizierung über den Datenschutz für manche Geschäftspartner aus Compliance-Gründen Pflicht wird.

Folgende Dokumente sollten Sie führen, um umfassend Ihre Datenverarbeitung und die datenschutzrechtlichen Grundlagen-Entscheidungen Ihres Unternehmens zu dokumentieren.

Grundlagen:

  • Löschkonzept
  • IT-Sicherheitskonzept
  • Rechte- und Rollenkonzept
  • Löschfristenverzeichnis
  • Technische und organisatorische Maßnahmen

Dokumentation:

  • Datenschutz-Folgenabschätzung
  • Verfahrensverzeichnis
  • Löschungs-Protokoll
  • Einwilligungs-Protokoll
  • Vertragsmanagement
  • Verzeichnis aller Datenschutzvorfälle/-verstöße

 

Einführung eines Datenschutz-Managementsystems

Um den gesetzlichen Anforderungen Genüge zu tun, muss jedes Unternehmen ein Datenschutz-Managementsystem einführen. Dieses System beinhaltet:

  1. interne Datenschutz- und IT-Richtlinien

In entsprechenden Dokumenten werden Richtlinien zum Umgang mit Datenschutz und IT im Unternehmen festgehalten. Diese Richtlinien müssen den Mitarbeitern zugänglich sein und Vorgesetzte müssen die Einhaltung der Richtlinien überwachen.

  1. Datenschutz-Folgenabschätzungen

Datenverarbeitung, die sensible Daten betrifft oder die ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten einer natürlichen Person beinhalten, muss im Vorfeld einer besonderen Datenschutz-Folgenabschätzung unterzogen werden. Diese ist relativ komplex und bezieht auch Wertungen aus den Grundrechten und den europäischen Grundfreiheiten ein. Eine solche Abschätzung sollte somit von entsprechend geschulten Datenschutzbeauftragten durchgeführt werden.

  1. regelmäßige Datenschutzschulungen der Mitarbeiter

Datenschutzmaßnahmen unterliegen der Gefahr, nach dem erstmaligen Erstellen der hier vorgestellten Richtlinien und Dokumentationen als bloße Theorie im Tagesgeschäft zu verstauben und vergessen zu werden. So werden nur die rechtlichen Anforderungen umgesetzt, das Konzept aber nicht firmenintern verinnerlicht. Nur durch regelmäßige Schulungen und Coachings aller Mitarbeiter, die mit Datenverarbeitung in Berührung kommen könnten, kann Datenschutz wirklich flächendeckend umgesetzt werden.

Der Datenschutzbeauftragte

Sollte Ihr Unternehmen zehn Mitarbeiter oder mehr beschäftigen, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten in Berührung kommen, müssen Sie einen Datenschutzbeauftragten benennen. Bei nicht automatisierter Datenverarbeitung liegt die Grenze bei 20 Mitarbeitern. In der Medien- und Verlagsbranche wird fast jeder Mitarbeiter in Form von E-Mails und Kundendaten in irgendeiner Form mit Datenverarbeitung in Kontakt kommen. Vermutlich werden nur sehr kleine Unternehmen ohne Datenschutzbeauftragten auskommen können. Der Datenschutzbeauftragte muss nicht zwangsläufig ein interner Mitarbeiter sein. Es kann ein externer Dienstleister eingesetzt werden. Der Datenschutzbeauftragte ist dafür verantwortlich, dass die Regelungen des Datenschutzes im Unternehmen eingehalten und diese rechtssicher dokumentiert werden. Der Datenschutzbeauftragte sollte dazu ausgebildet sein, die oben genannten Dokumente zu erstellen und zu pflegen. Die Eigenschaften eines Datenschutzbeauftragten sind Fachkunde, Einblick in Prozesse und eine hervorragende Kommunikationsfähigkeiten.

Die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten im Detail variieren je nach individueller Datenverarbeitung eines Unternehmens. Der Datenschutzbeauftragte nimmt vor allem Beratungs- und Überwachungsaufgaben wahr, hat  aber keine Weisungsbefugnis im Unternehmen. Sollten Datenschutz-Verstöße im Unternehmen vorsätzlich oder fahrlässig begangen worden sein, muss der Datenschutzbeauftragte diese an die Aufsichtsbehörden melden.

In jedem Fall muss der Datenschutzbeauftragte Kenntnisse der Datenschutzgesetze haben und die Datenverarbeitung des Unternehmens überwachen sowie Reports und Analysen erstellen. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Überwachung der Datenverarbeitungsprogramme. Auch die Schulung der restlichen Mitarbeiter in Datenschutzfragen gehört zu seinen Aufgaben.

Entsprechende Zertifizierungen für Mitarbeiter können bei kommerziellen Anbietern erworben werden. Zwingend sind solche Zertifizierungen nicht nötig, wenn der Mitarbarbeiter die nötigen Expertenkenntnisse besitzt.

Es dürfen keine Interessenkonflikte zur üblichen Tätigkeit des Datenschutzfragen entstehen. Leiter von IT- oder Personal-Abteilungen werden somit eher nicht in Frage kommen.

Aufgrund der Tätigkeit des Datenschutzbeauftragten ergeben sich für diesen auch einige Haftungsrisiken. Er haftet für eigene Fehler und fehlerhaft ausgeführte Schulungen. Durch den sogenannten „innerbetrieblichen Schadensausgleich“ wird der Haftungsschaden jedoch in der Regel auf das Unternehmen umgewälzt. Tatsächlich privat haften müsste der Datenschutzbeauftragte nur bei wirklich groben Fehlern.

Damit der Datenschutzbeauftragte möglichst abgesichert ist, zählt, dass er in regelmäßigen Fortbildungen sein Wissen auf dem neuesten Stand hält, eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen wird und dass der Arbeitgeber ihn für die gewissenhafte Bearbeitung seiner Aufgaben von seinen sonstigen Tätigkeiten freistellt.

Die Verantwortung für die gesetzeskonforme Anwendung des Datenschutzes im Unternehmen liegt trotz Datenschutzbeauftragtem weiter bei der Geschäftsführung.

Die Einwilligung zur Datenverarbeitung und berechtigte Interessen

Wie bereits oben erwähnt, darf eine Datenverarbeitung nur dann getätigt werden, wenn der Betroffene eingewilligt hat oder eine gesetzliche Erlaubnis für diese Art der Datenverarbeitung benannt ist. Zu letzterem gehört die Datenverarbeitung auf Grundlage von berechtigtem Interesse. Weil hierfür keine Einwilligung des Berechtigten nötig ist, ist diese Grundlage in der Praxis besonders interessant. Damit auf dieser Grundlage eine Verarbeitung erlaubt ist, muss im Vorfeld eine relativ komplexe Interessenabwägung durchgeführt werden. Diese sollte von einem entsprechend geschulten Datenschutzbeauftragten erstellt werden. Es geht um das Abwägen des Unternehmensinteresses gegen die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person.

Sollte eine betroffene Person bereits Kunde bei Ihnen sein, spricht dies zum Beispiel dafür, dass hier berechtigte Interessen vorliegen und sie die Daten für Marketingzwecken auch weiterverarbeiten dürfen. Das Interesse von Verbrauchern, nicht von Telefon- und Fax-Direktwerbung belästigt zu werden, überwiegt hingegen. Auch beim Weiterverkauf von Daten oder der Weiterverwendung von Daten nach einem Gewinnspiel sind zwingend Einwilligungen nötig.

Postalisches Marketing

Wenn Sie Direktwerbung an Verbraucher ohne Einwilligung per Post versenden wollen, müssen folgende Bedingungen vorliegen:

  • der Betroffene muss ein Bestandskunde sein
  • die Werbung muss für ähnliche Waren erfolgen
  • der Betroffene hat keinen Widerspruch eingelegt
  • bei Erhebung der Daten muss ein deutlicher Hinweis auf das Widerspruchsrecht erfolgen

In der Regel werden jedoch Einwilligungen nötig sein. Um wirklich rechtssicher zu sein, ergibt es durchaus Sinn, auch dann Einwilligungen einzuholen, wenn dies nicht unbedingt nötig ist.

Mindestanforderungen an Einwilligungen sind:

  • Der Berechtigte muss eine bewusste und eindeutige Handlung zur Einwilligung getätigt haben.
  • Der Inhalt der Einwilligungserklärung muss jederzeit abrufbar sein. Der Zweck muss hinreichend beschrieben sein.
  • Die Einwilligung muss protokolliert werden (z.B. in einer CRM-Software wie open.junixx.FM)
  • Es muss auf eine jederzeitige Widerrufsmöglichkeit hingewiesen werden.
  • Weiterhin sinnvoll: Eine gesonderte Bitte zur Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung.

E-Mail-Marketing

Auch E-Mail-Marketing benötigt die Einwilligung der Betroffenen. Hier sind zum einen besondere Anforderungen an die E-Mail-Marketingsoftware zu stellen. Der Serverstandort des Anbieters befindet sich im Idealfall in Deutschland oder in der EU. Ansonsten muss der Anbieter nach dem US-EU-Datenschutzabkommen „Privacy Shield“ zertifiziert sein und sich verpflichten, die EU-Datenschutzvorgaben einzuhalten. Eine Datenschutz-Zertifizierung des Dienstleisters ist in jedem Fall Pflicht.

Zum anderen gelten für die Anmeldung zu Newslettern weitere Vorschriften. Die Anmeldung muss über ein sogenanntes Double-Opt-in-Verfahren erfolgen. Dieses Verfahren muss werbefrei gestaltet sein. Der Zweck des Newsletters muss im Formular erwähnt werden. Es muss einen Hinweis auf die Datenschutzerklärung in der Einwilligung geben. Die Verwendung des externen Mail-Dienstleisters muss in der Datenschutzerklärung aufgeführt werden. Auch gilt mit der DSGVO ein Kopplungsverbot. Das heißt, ein Vertragsschluss darf nicht vom Newsletter-Abo abhängig sein.

Umgang mit Bestandskunden

Sicher fragen Sie sich schon, wie die Lage für Ihre Bestandskunden ist, von denen Sie vermutlich noch keine Einwilligung nach der DSGVO abgeschlossen haben. Hier ist die rechtliche Lage zur Zeit noch etwas unklar und eine Klarstellung durch die Aufsichtsbehörden wäre wünschenswert. Voraussichtlich lässt sich die Problematik allerdings über das ältere Gesetz BDSG lösen. Hier war nach § 28 Abs. 3 BDSG auch schon eine Einwilligung nötig. Wenn alte Einwilligungen den neuen Bedingungen der DSGVO entsprechen, können diese voraussichtlich übernommen werden. Zweckänderungen brauchen aber gegebenenfalls eine neue Einwilligung. Sollten überhaupt keine Einwilligungen vorliegen, müssen sie diese wohl oder übel nachträglich einholen. Unter Umständen hilft Ihnen hier aber auch das berechtigte Interesse aus Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO weiter, sodass auf Einwilligungen verzichtet werden kann. Weil die Lage bei Bestandskunden besonders unklar ist, ist Ihnen eine Beratung durch einen fachkundigen Experten für Ihren Einzelfall hier besonders ans Herz gelegt.

Partnerunternehmen / Subunternehmen

Sollten Daten, die Ihr Unternehmen erhoben hat, nicht nur bei Ihnen im Haus verarbeitet werden und Sie externe Dienstleister nutzen, die mit den Daten in Kontakt kommen, ist mit diesen nach Art. 28, 32 DSGVO ein sogenannter Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig. Dieser regelt neben dem Hauptvertrag der externen Dienstleistung die Rechten und Pflichten in Sachen Datenschutz zwischen Ihren Unternehmen und Ihrem Dienstleister. Ein solcher Vertrag ist schon nötig, wenn Sie ein Mailing über einen Lettershop abwickeln und dort Ihre Kundendaten abliefern.

Datenlöschung

Daten müssen sofort und völlig rückstandslos gelöscht werden, wenn dies der Betroffene verlangt. Ein Verarbeiter sollte ein unternehmensweit gültiges Löschkonzept haben. Dieses kann sehr gut durch Funktionen in einer Software dargestellt werden. Schriftlich ausformuliert muss es aber trotzdem vorliegen.

Daten, die nach dem Gesetz vorgehalten werden müssen (z.B. für die Buchhaltung), dürfen nicht gelöscht werden. Allerdings dürfen diese für keinen anderen Zweck als für die Buchhaltung verwendet werden.

Datenportabilität

Gespeicherte, personenbezogene Daten müssen vom Betroffenen jederzeit abrufbar sein.

Jene Daten müssen an ein anderes Unternehmen gesendet werden können, beispielsweise über eine sichere API. Die Daten müssen strukturiert und in gängigen und maschinenlesbaren Formaten abrufbar und versendbar sein.

Fazit

Das Thema Datenschutz ist sicher komplex, doch auch kleinere Unternehmen können die Anforderungen mit vertretbarem Aufwand meistern, wenn man sich eingehend mit der Materie beschäftigt. Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns. Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihr Unternehmen in Sachen Datenschutz besser aufzustellen.

 

Laden Sie sich hier eine Checkliste herunter, mit welcher Sie überprüfen können wie gut Ihr Unternehmen schon für die DSGVO aufgestellt ist:

Download Datenschutz Checkliste

 

Augmented & Virtual Reality – Technologien für die Verlagsbranche Teil 6

Augmented & Virtual Reality – Technologien für die Verlagsbranche Teil 6

Technologien für die Verlagsbranche Teil 6

Augmented & Virtual Reality

Große Brillen mit Bildschirmen und Smartphones die mit der Umgebung interagieren, all das ist Augmented & Virtual Reality. Wie könnten diese Technologien sinnvoll in der Verlagsbranche eingesetzt werden?

Hinter den Schlagwörtern Augmented & Virtual Reality (VR) stehen eine Vielzahl an Technologien, die es zum Ziel haben die digitale Welt in die physische Welt zu transformieren. Zumindest soll die digitale Welt durch deutlich mehr Sinnesorgane wahrnehmbar sein als dies bis heute möglich war.

Bis jetzt war die digitale Welt fast immer an Bildschirme und Lautsprecher gekoppelt auf denen Inhalte wiedergegeben werden. Augen und Ohren waren also bis jetzt die Sinnesorgane, die digitale Inhalte zugänglich gemacht haben. Nun erweitert sich diese Bandbreite um die räumliche Wahrnehmung und um das Fühlen – dank VR-Brillen und daran gekoppelte Bewegungssensoren. Auch schon einfache Smartphones eignen sich für diese Verbindung zwischen digitalen Inhalten und realer Welt, wie es das Game “Pokemon Go” 2016 mit durchschlagendem Erfolg vorgemacht hat.

VR ist zur Zeit noch eher ein Nischenthema. Vor allem die Gamesbranche versucht hier als Vorreiter einen Massenmarkt zu etablieren. Weit vorne sind hier die Produkte PlayStation VR, HTC Vive und Oculus Rift.

Augmented & Virtual Reality im Einsatz in der Verlagsbranche

Augmented & Virtual Reality benötigt Inhalte, die eine Verbindung von realer und digitaler Welt spannend und wertvoll machen. Das Erstellen von wertvollen Inhalten, die auf den neuen Endgeräten erfolgreich funktionieren wird eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sein. VR-Games brauchen spannende Geschichten und Business-Anwendungen topaktuelle und hochwertig aufbereitete Informationen, um nur einige Anwendungsgebiete für Inhalte in VR-Anwendungen zu nennen. Im Finden und  Erstellen von Inhalten liegen die Kompetenzen der Verlags- und Medienbranche. Gerade bei Augmented & Virtual Reality Anwendungen im Bildungsbereich sind Verlage, Autoren und Wissenschaftler gefragt.

Die große Herausforderung wird neben der technischen Implementation von Inhalten das anpassen von Inhalten an das Nutzungsverhalten der Rezipenten sein. Nur weil ein Inhalt auf den flachen Seiten eines Buches oder auf dem flachen Bildschirm eines Tablets funktioniert, heißt das nicht, dass eine 1:1 Kopie davon auf den Augmented & Virtual Reality Endgeräten funktionieren wird. Inhalte werden in Zukunft maßgeschneidert für das jeweilige Endgerät geschaffen oder soweit angepasst, dass die Verwendung im VR-Bereich Sinn macht.

In der Belletristik wäre es vorstellbar eine Geschichte auch in einer VR-Umgebung zu erzählen, mit Bezugspunkten zur realen Welt. Man stelle sich eine Kriminalgeschichte vor, bei welcher der Nutzer die Leiche durch sein VR-Gerät wirklich am Tatort, zum Beispiel einem berühmten Platz einer Großstadt, sehen kann. Geschichten für solch ein Medium müssten von Beginn an anders aufgebaut werden. Zum Beispiel müsste die Handlung nur an öffentlich zugänglichen Orten spielen, so dass diese von dem Nutzer mit seinem VR-Gerät auch besucht werden können – Sightseeing mal anders. Die Zielgruppen hierfür könnten auch Stadt-Marketing-Agenturen oder Reiseanbieter sein.

Im Berufsalltag könnten per VR wichtige Fachinformationen in das Sichtfeld eines Nutzers eingespielt werden. Der Chirurg, der während einer OP über seine VR-Brille immer auf Fachliteratur zugreifen kann, wäre zum Beispiel eine Anwendung dafür.

 

Virtual Reality

Schon eine einfache Box aus Pappe und ein Smartphone können eine einfache VR-Brille sein.

mit Kreativität zu neuen Geschäftsmodellen

Noch sind neben Games massenmarktfähige VR-Anwendungen mit Bezug zur Verlagsbranche selten, doch das Potenzial ist immens. Neben der Durchdringung des Marktes mit praktikablen Endgeräten fehlt es aber vor allem an kreativen Ideen zur Umsetzung von VR-Geschäftsmodellen. Um das Problem der Endgeräte schon heute zu lösen, macht es zur Zeit Sinn anstatt Anwendungen für die verhältnismäßig teuren und unhandlichen VR-Brillen zu entwickeln, vor allem auf Smartphones als Endgeräte zu setzen. VR-Kompatible Smartphones besitzt heute fast jeder. Dafür muss man sich das Handy nicht wie im oben gezeigtem Bild mit einer Box aus Pappe auf die Nase setzten, Anwendungsmöglichkeiten die durch die Kamera oder durch den GPS Standort mit der Umgebung interagieren werden vermutlich eher angenommen.

Was kreative Ideen zur Umsetzung von VR-Anwendungen angeht könnte vor allem die Verlagsbranche in enger Zusammenarbeit mit VR-Programmieren als Kreativpool und Content-Lieferant eine treibende Kraft für Augmented & Virtual Reality sein.

Weiterlesen:

Technologien für die Verlagsbranche Teil 5 – Personalisierte Inhalte: Massenware war gestern. Heute können Inhalte persönlich auf den Leser zugeschnitten werden

Personalisierte Inhalte – Technologien für die Verlagsbranche Teil 5

Personalisierte Inhalte – Technologien für die Verlagsbranche Teil 5

Technologien für die Verlagsbranche Teil 5

Personalisierte Inhalte

Massenware war gestern. Heute können Inhalte persönlich auf den Leser zugeschnitten werden. Personalisierte Kinderbücher in denen die Namen der Helden durch die Namen des realen Nachwuches ersetzt werden, gibt es schon einige Jahre. Heute werden von Anbietern wie Framily sogar Illustrationen im Kinderbuch den Kindern angepasst. Damit ist aber erst nur die Eisspitze der Personalisierung erreicht.

Unikate

Das Kinderbuch von Framily ist ein Unikat für das jeweilige Kind. Dieses Konzept lässt sich weit über Kinderbücher hinweg weiter denken. Unikate von sonstigen Büchern wären besondere Geschenke und Sammlerstücke. In Verbindung mit Print-on-Demand und 3D-Druck Technologien sind hier alle Möglichkeiten der Individualisierung denkbar.

News

Nachrichten-Artikel und journalistische Inhalte nach den Interessengebieten des Nutzers vorzuschlagen, können Facebook und Google schon lange. Zwar funktionieren die dafür verantwortlichen Algorithmen noch nicht perfekt doch wird auch dies nur eine Frage der Zeit sein.

Ein nächster Schritt könnte es sein, nicht nur die Artikel entsprechend persönlich auszuwählen, sondern sogar die darin enthaltenen Inhalte an den Leser anzupassen. So könnten Nachrichten zum Beispiel in einer dem Leser angemessen Sprache wiedergegeben werden. Ein Teenager würde einen stilistisch anders verfassten Text als ein Hochschulprofessor erhalten. Auch die Aussage der Nachrichten könnte an die Weltanschauung und politische Einstellung des Lesers angepasst werden. Ob letztere Funktion in Hinblick auf die Meinungsfreiheit und die politische Bildung wünschenswert ist, bleibt fraglich. Schon heute stellt die Kombination aus mangelnder Medienkompetenz, Echokammern und Filterblasen eine Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Komplett personalisierte Inhalte könnten diese Effekte noch weiter verstärken.

Fach- und Sachbücher

Nicht immer ist es sinnvoll auf tausende von Fachbüchern zugreifen zu können. Nicht jeder Mitarbeiter braucht eine ganze Bibliothek von Informationen, sondern nur die, die er für seine jeweilige Aufgabe benötigt. Fachbücher könnten speziell für die individuelle Aufgabe eines Mitarbeiters zusammen gestellt werden. In Verbindung mit Künstlicher Intelligenz könnte dies sogar automatisiert werden.

Des Weiteren könnten tagesaktuelle Informationen wie Börsenkurse, Wetterdaten, Demografische Daten etc. aus entsprechenden Datenbanken gezogen und somit immer top aktuelle Auflagen produziert werden.

Belletristik

Wie wäre es, wenn ein Roman nicht immer gleich ausgeht? Je nach Vorlieben des Lesers könnte es ein positives oder negatives Ende geben, die Anteile einer Liebesgeschichte überwiegen oder sogar ganz andere Charaktere in der Geschichte auftauchen. Viel wäre denkbar. Einen solchen personalisierten Roman zu lesen und sich mit anderen Lesern über die Unterschiede und abweichenden Änderungen vom Plott zu unterhalten, könnte einen solchen Roman noch viel spannender gestalten. Aufgabe des Autors wäre es hier den Plot und die Charaktere variabler und vielschichtiger zu gestalten und die variablen Teile des Romans getrennt voneinander zu schreiben. Sicher wäre dies eine spannende Aufgabe für den ein oder anderen Autoren. Schon ein einfacher Algorithmus könnte aus diesen variablen Teilen einen personalisierten Roman für den Leser erstellen.

Unendliche Möglichkeiten

Hinter dem Konzept der personalisierten Inhalte verbergen sich noch unendliche und bisher ungedachte Möglichkeiten. Der Erfolg von personalisierten Inhalten wird vor allem von den Algorithmen bestimmt werden, welche die Inhalte zusammenstellen. Machen diese Ihre Sache gut und schaffen sie einmalige Inhalte die echte Mehrwerte für den Nutzer bringen, werden statisch Inhalte irgendwann der Vergangenheit angehören.

 

Weiterlesen:

Technologien für die Verlagsbranche Teil 4 – Künstliche Intelligenz: Wie könnte Künstliche Intelligenzen in der Verlags- und Medienbranche eingesetzt werden könnten?

Künstliche Intelligenz – Technologien für die Verlagsbranche Teil 4

Künstliche Intelligenz – Technologien für die Verlagsbranche Teil 4

Technologien für die Verlagsbranche Teil 4

Künstliche Intelligenz

Unter dem Schlagwort Künstliche Intelligenz versteht man den Versuch eine menschenähnliche Intelligenz mit Computersystemen zu entwickeln. In den letzten Jahren gab es auf diesem Gebiet spannende Fortschritte. Wir werfen einen Blick auf diese Entwicklungen und überlegen wie Künstliche Intelligenzen in der Verlags- und Medienbranche eingesetzt werden könnten.

Zu behaupten, dass Technologien der Thematik “Künstliche Intelligenzen” (KI´s) derzeit in den Kinderschuhen stecke, wäre sehr optimistisch. Tatsächlich ist diese Technologie noch so jung, dass Sie – um in der Metapher zu bleiben – erst vor wenigen Augenblicken das Licht der Welt erblickt hat. KI’s keine phantastischen Zukunftsvisionen mehr, sondern Realität – wenn auch noch sehr rudimentär und von Intelligenz im menschlichen Sinne weit entfernt. Der große Boom der KI’s wird in der Mitte dieses Jahrhunderts erwartet. Sicherheitshalber gründete KI-Experte Anthony Levandowski im Silicon Valley schon mal eine Kirche, die KI’s als göttliche Wesen verehrt.

Heute werden rudimentäre KI’s bereits als reale Anwendungen genutzt, die tatsächliche Mehrwerte schaffen. KI’s werden heute in digitalen Assistenten wie Siri und Alexa (s. unten) eingesetzt, aber auch bei der Gesichtserkennung in Überwachungskameras, bei der Texterkennung, Spracherkennung und Bilderkennung. Selbstfahrende Autos stehen dank KI kurz vor der Marktreife. Die Technologie der KI’s macht rasante Fortschritte, tatsächlich lässt sich oft gar nicht mehr nachverfolgen, wie die KI’s ihre Entscheidungen treffen.

KI’s werden unsere technische Entwicklung und damit unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren massiv verändern. So wie das Internet ein neues Zeitalter der Kommunikation, des Wissensaustauschs und der Verteilung von Informationen eingeleitet hat, werden KI’s ein neues technologisches Zeitalter einleiten. Das Internet hat es möglich gemacht, von Menschen geschaffene Inhalte in einer Vielzahl von Formaten in nur wenigen Augenblicken auf der ganzen Welt verfügbar zu machen. Mit KI’s werden Informationen und Inhalte in Zukunft nicht mehr von Menschen erstellt, sondern von Intelligenten Algorithmen. Erste Schritte dahin machen heute zum Beispiel Bots, die automatisch News-Inhalte in Social Media posten und User in Gruppen einladen. Im politischen Kontext ist der Einsatz von Bots bereits weit verbreitet. Donald Trump oder der AfD scheint der Einsatz von Bots zur Verbreitung von politischen Botschaften zumindest nicht geschadet zu haben.

Wenn es um die Verbreitung von Inhalten, Meinungen und Informationen geht, nimmt besonders die Verlags- und Medienbranche eine Schlüsselposition ein. Der Einsatz von KI’s wird für die Branche elementar werden. Aktuell sind mehrere Szenarien vorstellbar:

Dank intelligenter Texterkennung könnte das Lektorat unterstützt werden. Zumindest eine Vorauswahl nach Relevanz der Inhalte, dem Schreibstil und Lesbarkeit sollte heute schon realisierbar sein. Bald ist  sogar denkbar, dass menschliches Lektorat im Vergleich zur KI viel zu ineffektiv und fehleranfällig ist und ganz verschwinden wird. So dystopisch diese Vorstellung auch wirken mag, unwahrscheinlich ist eine solche Entwicklung nicht mehr.

KI’s können schriftliche Inhalte aus einer Vielzahl von Quelle verstehen. So können Inhalte automatisch indexiert und mit Tags versehen werden. Auch Verknüpfungen zu externen Quellen können automatisiert hergestellt werden. Inhalte werden besser zugänglich und mit wertvollen zusätzlichen Informationen ausgestattet.

Auch die Erstellung von Inhalten selbst kann von KI’s übernommen werden. Bei Fachinformationen und News ist dies bereits vorstellbar. Belletristische Texte könnten ebenfalls von intelligenten Programmen geschrieben werden. Zumindest die Zusammenstellung der Relevanz von News-Artikeln übernehmen heute schon Algorithmen von Google und Facebook. Der nächste Schritt zur automatisierten Inhaltserstellung ist nicht groß.

Der Einsatz von Big Data ist auch in der Verlags- und Medienbranche ein aktuelles Thema. Auf der betriebswirtschaftlichen Ebene wird die Auswertung von Kundendaten, KPI´s und sonstigen betriebswirtschaftlichen Daten mit Hilfe von KIs erst richtig spannend. Um die riesigen Datenmengen wertbringend zu verwalten, braucht es früher oder später Unterstützung durch KI’s. Weiter sind KI’s in der Lage, semantische Analysen vorzunehmen und so Metadaten zu erstellen oder zu verbessern.

Die Weiterentwicklung von KI’s wird die gesamte Gesellschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten beschäftigen. Sich schon heute mit den eher rudimentären Erscheinungsformen von Künstlichen Intelligenzen auseinander zu setzen und den Einsatz für das eigene Geschäft zu untersuchen wird sich auszahlen.

Weiterlesen:

Technologien für die Verlagsbranche Teil 3 – Print-on-Demand: Print-on-Demand – auch bekannt als Book-on-Demand – ist eine Digitaldruck-Technik, mit der einzelne Exemplare von Büchern auf Wunsch und erst nach Bestellung gedruckt werden können.

Print-on-Demand – Technologien für die Verlagsbranche Teil 3

Print-on-Demand – Technologien für die Verlagsbranche Teil 3

Technologien für die Verlagsbranche Teil 3

Print-on-Demand

Print-on-Demand – auch bekannt als Book-on-Demand – ist eine Digitaldruck-Technik, mit der einzelne Exemplare von Büchern auf Wunsch und erst nach Bestellung gedruckt werden können.

Auch wenn die Technologie schon Mitte der 90er Jahre entstand und seitdem die Qualität der Bücher stark angestiegen ist, gibt es immer noch Einschränkungen bei hochauflösenden Bildern und Grafiken. Weitere Herausforderungen sind die Umschlagsveredelung und Bindung. In diesen Bereichen hängen Print-on-Demand-Produkte den in Massenauflagen gefertigten Büchern im klassischen Offsetdruck noch hinterher. In Kombination mit der sich ständig verbessernden 3D-Druck-Technologie, werden diese Qualitätsunterschiede aber in absehbarer Zukunft voraussichtlich obsolet werden.

Besonders eignen sich Print-on-Demand Bücher für Verlagsprodukte, die eine kleine und sehr schwer abschätzbare Auflage haben. Interessant ist dieses Vertriebsmodell also für Self-Publisher, aber auch für Produkte für sehr kleine Zielgruppen. Ebenso für Nachdrucke von bereits vergriffenen Auflagen, für die sich eine komplette Neuauflage nicht lohnen würde, ist Print-on-Demand ein Weg, um den gesamten Verlags-Katalog an Produkten weiterhin anbieten zu können. Der Fachbuch-Bereich könnte von der Print-on-Demand-Technik profitieren, da die Inhalte ständigen Veränderungen unterworfen sind und so immer up-to-date sein müssen. Technische Dokumentation, Anleitungen und juristische Literatur sind hier nur ein einige Beispiele.

Verbunden mit einer automatisierten Aktualisierung der Inhalte, könnten gerade solche Inhalte sehr lohnenswert in ein Print-on-Demand-Geschäftsmodell eingebunden werden. Ein möglicher Blick in die Zukunft: Statistiken werden automatisch aktualisiert und auf dem neusten Stand gedruckt, Quellenangaben verweisen immer auf die ebenfalls aktuellsten Auflagen und durch künstliche Intelligenz werden Textpassagen automatisch erweitert.

Weiterlesen:

Technologien für die Verlagsbranche Teil 2 – Weiterlesen und Weiterhören: Mit cleveren Anwendungen versuchen Start-Ups das Weiterlesen und Weiterhören von Inhalten als Geschäftsmodell zu etablieren.

Weiterlesen und Weiterhören – Technologien für die Verlagsbranche Teil 2

Weiterlesen und Weiterhören – Technologien für die Verlagsbranche Teil 2

Technologien für die Verlagsbranche Teil 2

Weiterlesen und Weiterhören

Mit cleveren Anwendungen versuchen Start-Ups das Weiterlesen und Weiterhören von Inhalten als Geschäftsmodell zu etablieren. Einen Überblick über die Idee dahinter finden Sie hier.

Geräte wie Smartphones, E-Book-Reader und Laptops sind heute gängige Konsumgeräte für Verlagsprodukte. Natürlich bleiben auch Bücher und Zeitungen weiterhin beliebte Medien für das geschriebene Wort. Egal welches Medium präferiert wird, nicht in jeder Situation hat der potentielle Leser eines zur Hand. Das Interesse am angefangenen Buch bleibt, auch wenn das Medium, auf dem der Lesespaß begonnen hat, zur Zeit nicht greifbar ist.

Um diesem Dilemma Herr zu werden, sind Anwendungen gefragt, die das medienübergreifende Lesen und Hören möglich machen. Der Leser muss flexibel zwischen verschiedenen Geräten wählen und wechseln können.. Zu Hause auf dem Sofa das geliebte Buch als besonders schwere Sammlerausgabe – unterwegs das E-Book. Die Bedürfnisse ein echtes Buch zu besitzen und gleichzeitig die Vorteile des digitalen Konsums zu nutzen, lassen sich durch eine “Weiterlese-Funktion” ideal kombinieren.

Die großen Anbieter wie Amazon oder Apple bieten bei Kindle, iBooks oder Tolino bereits die Synchronisation der E-Books von einem Gerät zum nächsten an. Hat ein Nutzer zum Beispiel auf seinem Kindle ein E-Book angefangen zu lesen, kann er es auch über die Kindle-App auf seinem Smartphone ohne zusätzliches “Seitensuchen” weiterlesen. Ebenso hinzugefügte Notizen und Anstreichungen werden synchronisiert und sind so auf allen Geräten identisch.

Auch diverse Start-Ups beschäftigen sich aktuell mit dem medienunabhängigen Konsum von Büchern.

Die Grundidee ist, dass  für eine Anwendung aus dem physischen Buch die letzte gelesene Seite mit der Kamera des Mobile-Device abfotografiert werden muss. Die Anwendung stellt dann einen Teil des Buches zum weiteren Konsum auf dem Gerät zur Verfügung. Leser können so zum Beispiel das Buch zuhause lassen und unterwegs einfach weiterlesen oder weiterhören.

Das Start-Up Papego stellt Lesern ein Teil des Buches auf mobilen Geräten zur Verfügung, nachdem die letzte Seite, bis zu der man gelesen hat, mit der Handykamara abfotografiert hat.

Für den vollständigen Medientransfer vom Lesen zum Hören hat das Start-Up CHAI eine Lösung gefunden. In einer mobilen App liegt das gelesene Buch als Audiodatei vor. So kann zum Beispiel beim Autofahren oder beim Joggen die Geschichte weiter gehört werden.

In all diesen Ideen steckt noch viel Potential. Digitales und analoges Konsumieren von Verlagsinhalten kann verstärkt miteinander verstrickt werden. Die Usability von E-Books kann und sollte weiter verbessert werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die eben vorgestellten Start-Ups mit ihren Ideen am Markt platzieren können und welche Anwendungen noch aus diesen Technologien gezogen werden können. In jedem Fall werden die üblichen Lesegewohnheiten um weitere spannende Möglichkeiten erweitert.

Weiterlesen:

Technologien für die Verlagsbranche Teil 1 – Die Blockchain: Jeder redet von ihr, fast niemand versteht sie: Die Blockchain. In diesem Artikel gehen wir dem großen Tech-Hype auf den Grund.

Die Blockchain – Technologien für die Verlagsbranche Teil 1

Die Blockchain – Technologien für die Verlagsbranche Teil 1

Technologien für die Verlagsbranche Teil 1

Die Blockchain

Neue Reihe: Technologien für die Verlagsbranche

In dieser Themenreihe werden wir in regelmäßigen Abständen neue Technologien vorstellen und sie auf die Verwendbarkeit in der Verlagsbranche untersuchen. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um keinen Artikel zu verpassen!

Jeder redet von ihr, fast niemand versteht sie: Die Blockchain. In diesem Artikel gehen wir dem großen Tech-Hype auf den Grund.

Lesezeit ca. 8 Minuten

Die Blockchain wird als die bedeutendste Technologie der nächsten Jahrzehnte gehandelt. Noch ist die Blockchain ein Buzzword und ein Trend, ähnlich wie “Internet” vor mehr als 20 Jahren. Man hat davon mal gehört, wenige nutzen es und die wahren Potentiale sind noch gar nicht ausgeschöpft. Aktuell wird die Blockchain vor allem in der Finanzwirtschaft eingesetzt, weil die Anwendung für digitale Währungen wie Bitcoin am offensichtlichsten ist. Die klassische althergebrachte Finanzindustrie wird durch die Blockchain zur Zeit durch virtuelle Währungen am stärksten bedroht. Natürlich ist das den Akteuren dort auch bewusst, so wundert es nicht, dass gerade dort viel investiert wird um am Ball zu bleiben.

In zwei bis vier Jahren werden marktfähige Anwendungen erwartet. Die Blockchain soll Mainstream werden und ganz neue Anwendungsgebiete abdecken. Einer der nächsten möglichen Einsatzbereiche für die Blockchain-Technologie ist die Verwaltung von geistigem Eigentum. Damit ist auch bald die Verlagsbranche im Visier der revolutionären Technologie.

Die Idee hinter der Blockchain

Das Internet hat Möglichkeiten geschaffen, schneller und einfacher zu kommunizieren, Informationen und Daten auszutauschen. Grundkonzept der digitalen Ökonomie war bisher der Austausch von Kopien der Originaldaten. Die jeweiligen Kopien können unendlich oft weiter kopiert werden. Diese Vorgehenspraxis hat viele neue Geschäftsmodelle geschaffen. Dabei war es nicht Möglich darzustellen, dass Endlichkeit und Ressourcenknappheit in der physischen Welt bestehen. Wenn endliche Dinge digital dargestellt wurden, dann waren dies bis jetzt Informationen über messbare Dinge in der physischen Welt. Bestes Beispiel dafür ist ein Onlinebanking-Konto, auf dem lediglich virtuell dargestellt wird wie viel “echtes” Geld der Kunde besitzt.

Dinge wie Vermögen, geistiges Eigentum, Aktien, Urheberrechte, Musikrechte, Kunst, Wählerstimmen, Immobilien und vieles mehr waren im Digitalen nicht als eigenständige, endliche Werte darstellbar. Die digitale Darstellung konnte entweder unendlich oft kopiert werden oder es gab noch keine digitale Entsprechung. Nicht-kopierbare Güter müssen bisher von Behörden, Banken, Multimedia-Konzerne, Verwertungsgesellschaften und ähnlichen Institutionen verwaltet werden, um sie greifbar und verwertbar zu machen.

Dieses Modell hat jedoch einige Schwächen:

  • Verwaltungs-Institutionen können gehackt werden.
  • Transaktionen, die über die Institutionen abgewickelt werden, verbrauchen Ressourcen wie Zeit und Geld.
  • Institutionen haben eine große Macht und Dominanz, entweder weil sie eine Monopolstellung innehaben (z.B. Verwertungsgesellschaften) oder weil die dort gehandelten Waren und Dienstleistungen systemrelevant sind (z.B. Banken).
  • Institutionen müssen für ihre Arbeit enorm viele Daten erheben. In der Kombination mit ihrer Machtstellung ergeben sich hier fragwürdige Datenschutzprobleme.

Um all diese Probleme zu bewältigen, ist für die digitale Unendlichkeit eine sichere, möglichst unhackbare, vertrauenswürdige Technologie gefragt. Hieran angesetzt kommt es zur Entwicklung der Blockchain. Ziel einer Blockchain ist die dezentrale Verwaltung von Vermögen. Zwischenhändler und Gatekeeper werden überflüssig.

 

 

Die Technologie

Um diese Ziele zu erreichen, müssen Transaktionen zwischen nur zwei Partnern durchgeführt werden können. Es handelt sich um sogenannte Peer-to-Peer-Verbindungen.  Vertrauen in die Sicherheit der Anwendung ist essentiell. Die beste und höchste Datenverschlüsselung ist notwendig.

Erste Ideen zur Umsetzung solcher Technologien entstanden Anfang der 90er Jahre. 2009 kam mit dem Bitcoin die erste funktionsfähige Krypto-Währung auf den Markt. Das Prinzip der Blockchain-Technologie konnte anhand dieser erstmals im Markt angewendet werden.

Heute sind Daten auf zentralen Datenbanken gespeichert, welche durch Firewalls geschützt werden – zumindest wird dies versucht. Ein Hacker könnte zentrale Daten jedoch ändern, sobald er einmal Zugriff auf eine zentrale Datenbank hat.

In der Blockchain gibt es eine solche zentrale Datenbank nicht. Die Daten liegen weltweit auf Millionen von Computern und werden laufend aktualisiert. Sollte einer der Rechner gehackt werden, schlagen alle anderen Rechner im Netzwerk Alarm. Hacken wird somit nahezu unmöglich.

Der Ablauf einer Blockchain-Transaktion lässt sich sehr gut am Beispiel der Bitcoin darstellen. Grundgerüst ist ein riesiges Netzwerk von Millionen Computern, auf welchen die Bitcoin-Transaktionen verwaltet werden. Jede mit Bitcoins getätigte Transaktion wird gleichzeitig an das gesamte Netzwerk geschickt. Die Legalität dieser Transaktion wird vom Netzwerk bestätigt. Nur wenn die Mehrheit der Netzwerkrechner bestätigt, dass diese Transaktion legitim ist, wird sie freigegeben und gilt damit für immer als gesichert.

Sogenannte Miner, Computerzentren mit riesiger Rechenleistung, erstellen Blocks mit allen Transaktionen der letzten zehn Minuten weltweit. Die Rechenzentren wetteifern um die Erstvalidierung eines Blocks. Dafür wird der Betreiber des Miner-Rechenzentrums mit Bitcoins belohnt. Anschließend werden die Blocks miteinander verkettet. Die Blockchain ist entstanden. Jeder Block hat einen Zeitstempel, der auf allen vorherigen Blocks basiert – eine Art digitales Wachssiegel. Sollte nun jemand versuchen, eine Transaktionen zu manipulieren und einen solchen Block zu hacken, müsste man alle vorherigen Blocks auf allen Rechnern hacken. Das ist unendlich schwer und bei dem Bitcoin bis jetzt noch nie geschafft wurden. Jedoch wurden bereits Anbieter von Bitcoins gehackt. Diese Anbieter sind die Schnittstelle zur realen Währung über die Geld umgetauscht und bei denen Geld gelagert werden kann.

Anwendungsgebiete

Das Potential der Blockchain ist noch nicht vollkommen erkannt, doch einige Anwendungsgebiete sind heute schon offensichtlich.

Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Etherium sind aktuell ein wahrer Boom und bereits im Einsatz. Handel und Bezahlwege der Währungen werden durch Blockchain-Systeme ermöglicht. An dieser Stelle kann auch die Verlagsbranche mit den Innovationen arbeiten. Es ist heute problemlos einrichtbar und umsetzbar, in Webshops oder im stationären Handel mit Krypto-Währungen zu bezahlen.

Zahlungen und Abrechnungen können durch die Blockchain zu einer einzigen Tätigkeit verbunden werden. Frühere, sehr umfangreiche Verwaltungsprozesse werden unnötig. So sind vor allem Banken, Verwertungsgesellschaften, Finanz-Intermediäre und Clearingstellen durch die bedroht. Intermediäre und Verwalter werden durch die Sicherheit der Blockchain ersetzt.

Aber auch Verlage könnten zu den großen Verlierern der Blockchain-Ära gehören. Der Verlag wird als Verwalter von Rechten langfristig ersetzt werden. Musikverlage wird dies vermutlich noch vor den Buchverlagen treffen. Die Rolle als Entdecker, Marketer, Vernetzer und Aufbereiter von Medieninhalten wird so in Zukunft für Verlage noch wichtiger werden.

Es werden immer Unternehmen an den Schnittstellen zur nicht-digitalen Welt benötigt. Hier können sich gerade Verlage und sonstige Medien-Unternehmen gut für die Zukunft aufstellen.

Besonders  große Plattformanbieter wie Amazon werden durch die Blockchain gefährdet. Deren bisherige Mittlerfunktion wird an Bedeutung verlieren.

Die Blockchain ist eine große Chance für eine neue Markt-Disruption. Es ist gut möglich, dass wieder kleinteiliger gewirtschaftet werden muss und die Internet-Riesen von heute zu Zwergen werden. Eine schöne Aussicht für die meist mittelständische Verlags- und Medienbranche.

Auch Sharing-Companys wie Uber und Airbnb, die in den letzten Jahren einen Boom erlebt haben, müssen sich warm anziehen. Bisher fungierten sie als Dienstleister für Anbieter, die Güter teilen wollen. Sie selber teilen jedoch nicht. Durch eine entsprechende Blockchain-Anwendung kann der Kontakt und der Vertragsschluss zwischen Anbieter und Nutzer übernommen werden. Auch ein Bewertungssystem ließe sich umsetzen.

Letztendlich könnte die Blockchain sogar zur Lösung des Problems der sozialen Ungerechtigkeit beitragen, so der Digitalexperte Don Tapscott. Vielleicht ließe sich der Wohlstand vor-verteilen, noch bevor manipulierbare Steuern im Nachhinein erhoben werden. So könnte das Steuersystem mit Hilfe der Blockchain revolutioniert werden. Die Steuerskandale rund um Paradise Papers, Cum-Ex-Geschäfte usw. sprechen dafür das Steuersystem von heute zu hinterfragen.

Die Blockchain in der Verlagsbranche

Als eine der ersten Initiativen der Medienbranche hat das Content Blockchain Project unter dem Namen ISCC (International Standard Content Code) eine digitale Standardnummer entwickelt. Diese Standardnummer wird aus den Metadaten und dem Inhalt eines digitalen Produktes generiert. Es ist keine Institution mehr nötig, die Kennzeichnungen wie ISBN oder ISRC vergibt. Das besondere ist hierbei, dass auch Rechte- und Lizenzinformationen integriert sind, die den Handel und die Nutzer über die erlaubte Verwendung informieren.

Der Einsatz zur Verwaltung von Rechten ist offensichtlich. Die VG-Wort wäre bis auf wenige ausschließlich physische Bereiche überflüssig. Creative Commons und noch gänzlich neue, bis heute ungedachte Lizenzmodelle wären einfacher und effektiver zu handhaben. Gerade diese flexible Handhabung von Lizenzen könnte für Verlage sehr relevant werden.

In jedem Fall ist mit der Blockchain eine spannende neue Technologie-Ära angebrochen und wir dürfen gespannt sein, welche Anwendungen auf dieser Grundlage entwickelt werden. Es gibt rechtliche, technische und ökologische Probleme zu lösen. Zumindest die Erstellung von Bitcoin-Blocks in den Rechenzentren ist sehr energieaufwendig. Auch wenn die Blockchain als quasi unhackbar gilt, könnten bisher nicht entwickelte Quantencomputer – Computer die nicht auf den Grundsätzen der klassischen Physik, sondern auf der Quantenmechanik basieren – dies schaffen.

Hinter der neuen Blockchain-Technologie stehen große Potentiale. Es lohnt sich auch für die Verlagsbranche, bereits heute mitzuentwickeln.

 

Weiterlesen:
Big Data: Individuelle Datenbanken: Personalisierte Software-Lösungen zur Bewältigung von großen Datenmengen
Change Management

Change Management

Change Management

So gestalten Sie den digitalen Wandel in Ihrem Verlag oder Medien-Unternehmen

So wie sich die Technik und die Gesellschaft verändern, müssen sich auch Unternehmen ändern, sich anpassen und im Idealfall sogar dem Rest der Welt ein Stück voraus sein. Wie Sie diesen Wandel in Ihrem Unternehmen gestalten und fördern, erfahren Sie hier.

Lesezeit ca. 15 Minuten

Unter Change Management (Veränderungsmanagement) versteht man alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen in einer Organisation bewirken sollen.

Innovationen und gesellschaftlicher Wandel

Gesellschaftlicher und technischer Wandel haben die Wirtschaftswelt schon seit jeher beeinflusst. Die Geschwindigkeit bei technischen Innovationen ist in den letzten Jahren exponentiell angestiegen. Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet unablässig voran. Trotz all dieser großen Veränderungen schwächelt aber gerade der deutsche Mittelstand in Sachen Innovationskraft. Zwar gilt Deutschland als ein geeigneter Standort für Innovationen, doch nimmt die Anzahl der innovativen Unternehmen ab. Vielleicht können deutsche Unternehmen bei den immer schneller eintretenden Veränderungen in Gesellschaft und Technik nicht mehr mithalten?

Ein Blick in die meist mittelständische Verlagsbranche bestätigt dieses Bild. Das Thema “digitale Innovation” beherrscht schon seit Jahren die Branchen-Medien und Veranstaltungen, doch ist die praktische Umsetzung noch lange nicht in allen Verlagshäusern und bei allen Dienstleistern angekommen. Allzu oft wird am altbewährten Geschäftsmodell “Buch auf Papier” festgehalten. Dieses Geschäftsmodell bröckelt aber mehr und mehr. Hinzu kommt, dass die sich verändernden rechtlichen Rahmenbedingung rund um das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz und die Rückforderungen der VG-Wort die Erlöse für die etablierten Geschäftsmodelle von Verlagen sinken lassen.

Organisation und Abläufe haben sich seit der Einführung von E-Mail, Word und Excel in den meisten Verlagen nicht mehr grundlegend verändert. Natürlich nutzt man auch Facebook, Twitter, Homepages und Webshops, doch diese Tools sind bereits seit einem guten Jahrzehnt nicht mehr als Innovationen einzustufen. Innovative Geschäftsmodelle, revolutionäre Technologien und neuartige Prozesse in der Unternehmensführung sind rar gesät in der Verlagsbranche.

Es wird Zeit, den digitalen Wandel wirklich anzunehmen, umzusetzen und damit Zukunftssicherheit für Ihr Unternehmen zu schaffen. Das Streben nach Veränderungen ist ein erheblicher Erfolgsfaktor in der gegenwärtigen, digitalen Wissensgesellschaft.

Veränderung: Wann und Wo?

Change Management ist vor allem sinnvoll bei großen Paradigmenwechseln – wie zur Zeit der gesamtgesellschaftliche Übergang in eine digitale Wissensgesellschaft.

Die hier dargestellten Grundlagen des Veränderungsmanagement sind auf alle Veränderungen innerhalb einer Organisation anwendbar. Es müssen nicht immer die großen Umbrüche sein. Selbst kleine Veränderungen profitieren davon, bewusst gesteuert zu werden.

Mögliche Szenarien für den Einsatz von Change Management können sein:

• eine Neu-Strukturierung Ihres Unternehmen
• Entwicklung neuer strategischer Geschäftsfelder
• Veränderung der Geschäftsprozesse
• Zusammenlegen von Abteilungen
• Fusion von Unternehmen (Mergers & Acquisitions)
• Führungskräfte coachen
• Teamentwicklung betreiben
• Integration neuer Kollegen in das Unternehmen
• u.v.m.

Change Management

 

Die Herausforderungen bei Veränderungen in Unternehmen

Die größte Herausforderung im Change Management ist die Änderung in den Köpfen. Diese muss in allen Berichtsebenen stattfinden – vom Geschäftsführer bis zum Praktikanten. Gerade im Bereich der Digitalisierung handeln Unternehmen gerne doppelmoralisch. Schnell wird erklärt, dass ein Unternehmen ab jetzt voll auf digitale Produkte setzt oder sich komplett digital aufstellen wolle. Im Unternehmen selbst wird aber weiter mit unhandlichen E-Mails kommuniziert, Daten werden mit Excel verwaltet oder Bücher weiterhin auf Papier gelesen. Dieses Verhalten ist den eigenen Ansprüchen gegenüber nicht authentisch. Zudem entwickeln sich ohne die praktische Erfahrung mit digitalen Medien und Softwarelösungen bei den Mitarbeitern weder ein Problembewusstsein noch eine Inspirationsgrundlage für die Lösung von Problemen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Skepsis gegenüber Änderungen ist natürlich. Unsicherheiten, Gefahren, Ängste und Risiken sind menschliche Verhaltensmuster. Diese Neophobie ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und löst unterschiedliche Widerstände aus. Hilfreich ist eine Unternehmenskultur, die nach dem Motto “Wir wollen uns stetig verbessern und sind bereit für Veränderungen” gelebt wird.

Personen, die von digitalen Veränderungen betroffen sein werden, sollten bereits früh in den Prozess der Änderungen einbezogen werden. So können Widerstände schneller überwunden werden. Dazu gehört vor allem die Kommunikation von langfristigen Strategien und frühestmögliche Information über kommende Projekte. Der Kommunikationswissenschaftler Watzlawick sagte zwar einmal “man kann nicht nicht kommunizieren” –  aber zu wenig kann man dies durchaus.

Vor allem Kritiker gilt es bei Veränderungen mit einzubeziehen. Einwände und Kritiken bringen oft wichtige Details, die bislang übersehen wurden, für die weitere Umsetzung ans Licht.

Bei Veränderungsprozessen nimmt vor allem das Mittelmanagement eine Schlüsselposition ein. Führungskräfte dort haben am meisten Mitarbeiterkontakt. Die Führungskräfte auf dieser Ebene sind die Meinungsführer eines Unternehmens. Alle Änderungen müssen über die Schwelle des Mittelmanagements gehen können, um im gesamten Unternehmen implementiert zu werden. In der Praxis formiert sich jedoch genau dort oft der größte Widerstand gegen Veränderungen. Erfolgreiche Change-Management-Strategien legen auf Mitarbeiter in dieser Ebene einen besonderen Fokus.

Ein weiterer Lösungsansatz ist die sogenannte transformationale Führung. Dieser Führungs-Stil will vor allem intrinsisch motivieren. Es geht um die Vermittlung attraktiver Visionen und die Kommunikation des gemeinsamen Weges zur Zielerreichung. Die Führungskräfte müssen als Vorbild auftreten und die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter unterstützen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

Konflikt zwischen Projekt- und Tagesgeschäft

Eine weitere Herausforderung für Veränderungen ist der unvermeidbare Konflikt zwischen Projekt- und Tagesgeschäft. Wenn Ihr Personal neben den üblichen Aufgaben zusätzlich in Projekten für den Prozess des Change Managements arbeitet, werden sonstige Aufgaben zurücktreten müssen. Um diesen Konflikt zu lösen, gibt es verschiedene Ansätze. Zum einen könnte zeitweise neues Personal eingestellt werden, das sich um das etablierte Tagesgeschäft kümmert, damit die feste Belegschaft die neuen Projekte umsetzen kann. Dagegen sprechen die zusätzlichen Kosten und das negative Image von befristeten Anstellungen. Besser erscheint eine Lösung, in der erfolgsrelevante Mitarbeiter, die direkt Umsätze generieren, ihre Aufgaben weiter wahrnehmen. Hierzu gehören beispielsweise Vertriebsmitarbeiter und Verkäufer. Mitarbeiter, die hingegen unterstützend tätig sind wie Führungspersonal, Lektoren und Marketer können ohne, dass dies direkt Umsatzeinbußen mit sich bringt, zeitweise ihre Hauptaufgabe verlassen. Die Idealsituation wäre natürlich eine Abteilung, die sich ausschließlich mit Innovationen und Change Management beschäftigt. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens wäre mit einem solchen Team garantiert. Jedoch werden vor allem mittelständische Unternehmen für eine solche Abteilung nicht immer die erforderlichen Mittel aufwenden können.

Eine Kompromisslösung ist es, bei jedem Mitarbeiter Ressourcen für Innovationen und Veränderungen einzuplanen. Jeder Mitarbeiter wird zum ständigen Wandel geschult und motiviert. Dies beeinflusst nicht nur die Unternehmenskultur zum regelmäßigen Wandel, sondern schafft auch eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Am Ball bleiben

Eine weitere Herausforderung für Wechselprozesse ist das Durchhaltevermögen. Schnell verlaufen einmal angestoßene Projekte und Prozesse wieder im Sand. Andere Projekte werden plötzlich wichtiger oder das Tagesgeschäft holt Ihre Mitarbeiter trotz der eben erwähnten Maßnahmen wieder ein. Veränderungsprozesse werden oft als weniger wichtig eingestuft und verschwinden aus den To-Do-Listen. Um am Ball zu bleiben und die Motivation zu halten, sind kurzfristige Ziele gefragt. Diese können schnell und mit Nachdruck umgesetzt werden.

Die Infrastruktur für Veränderungen

Letztendlich muss eine Infrastruktur im Unternehmen vorhanden sein, die Veränderungen positiv unterstützt. Investitionen in diese Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft eines Unternehmens.

Um im digitalen Wandel mitzuhalten, muss immer auf Endgeräte auf dem neuesten Stand der Technik als Testgeräte zurückgegriffen werden können. Zur Projektorganisation und Kommunikation muss leistungsfähige Software vorhanden sein. Mit E-Mails und Excel werden Ihre Mitarbeiter hier schnell an Ihre Grenzen stoßen. Räumlichkeiten, Testumgebungen und ausreichende Budgets sollten vorhanden sein. Personell muss Ihr Unternehmen (neben der oben erwähnten Problematik um das Tagesgeschäft) in den Kategorien Quantität und Qualität auch bereit sein für den digitalen Wandel. Mitarbeiter mit den richtigen Kompetenzen im IT-Bereich sind unerlässlich. Bei den Verantwortlichen sind vor allem Kompetenzen wie Konfliktmanagement, Projektmanagement, Coaching oder Kommunikationstechniken gefragt. Die Teams, die einzelne Projekte voranbringen sollen, bestehen im Idealfall aus einem Querschnitt aller zukünftigen Stakeholder.

 

Die Phasen der Veränderung

 

 

Die drei im Folgenden beschriebenen Phasen stellen den üblichen Ablauf von Veränderungen in Organisationen dar. Klare Zeiträume für die einzelnen Phasen sind schwer im Voraus zu bestimmen, da Change Management gerade von seiner Flexibilität lebt. Es ist agil und anpassbar, sodass starre Konzepte den Veränderungsprozess nicht hindern.

1) Auftauphase

Alles beginnt mit der Einsicht, dass die aktuellen Erwartungen nicht mehr der Realität entsprechen. Das können einbrechende Umsätze im eigenen Unternehmen oder der Branche sein.

Auch ein Blick in andere Branchen kann diese Einsicht schaffen. Die Musikbranche zum Beispiel hat sich nach einer kräftigen Berg und Talfahrt schon lange vor der Verlagsbranche mit dem digitalen Wandel arrangiert. Nachdem um die Jahrtausendwende die Umsätze von Tonträgern zusammengebrochen sind, hat die Musikindustrie, nach unzähligen Versuchen neue Geschäftsmodelle an den Markt zu bringen und veraltete Geschäftsmodelle (CD´s) um Teufel komm raus zu verteidigen, mit dem Streaming einen neuen erfolgreichen Wachstumsmarkt geschaffen.

Die Games-Industrie hat den Sprung ins Digitale schon in der DNA gehabt und war immer offen für neue digitale Geschäftsmodelle – von Freeware über digitale Vertriebsplattformen bis hin zu In-Game-Verkäufen. Welche dieser Entwicklungen stehen der Verlagsbranche erst noch bevor?

Mit der Einsicht wird in dieser Phase bestenfalls altes Verhalten in Frage gestellt. So kann die Bereitschaft für Veränderungen entstehen. Es geht darum, Probleme zu erkennen und zu analysieren. Das Ziel dieser Phase besteht darin, die nach Veränderung strebenden Kräfte zu stärken und zu unterstützen und so ein Veränderungsbewusstsein zu schaffen.

Mitarbeiter, die selbstständig Änderungen fordern, sind in dieser Phase gefragt. Jene Mitarbeiter erkennen Sie daran, dass diese laufend neue Ideen haben und sich oft über den Status Quo beschweren. Genau diese Mitarbeiter bekommen die Verantwortung für die Recherche und Entwicklung erster Ideen übertragen. Sie werden Ihre Pioniere und Motivatoren sein. Ziel dieser Phase ist es, eine Vision und Strategie zu entwickeln.

Allen Mitarbeitern muss das Gefühl von Dringlichkeit vermittelt und die Vision muss kommuniziert werden. Das sind die ersten Schritte zur Motivation und zur Veränderung in den Köpfen.

 

 

2) Bewegungsphase

In dieser Phase wird der Status quo verlassen und konkrete Veränderungen werden angestoßen. Es wird ausprobiert, getestet und geforscht. Hier werden die in der Auftauphase ermittelten Visionen in Projekte aufgeschlüsselt. In ersten Projekten werden Lösungen gesucht. Diese müssen in den folgenden Projekten in die Tat umgesetzt werden. So kann getestet werden, ob sich die Lösungen in der Praxis behaupten. In dieser Phase ist es wichtig, flexibel zu bleiben und Projekte immer wieder anzupassen. Nach den ersten umgesetzten Maßnahmen müssen die Erfolge gemessen und bewertet werden. Sollte nicht der gewünschte Erfolg eintreten, muss nachgebessert werden mit neuen Projekten. Es wird nach dem Prinzip Try & Error verfahren.

Bevor es an die Umsetzung der einzelnen Projekte geht, gilt es nun, das gesamte Team zu motivieren und alle bestehenden Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das Problembewusstsein wird geschärft, die Vorteile einer erfolgreichen Umsetzung werden dargestellt. Spätestens jetzt müssen alle Stakeholder eingebunden werden.

Während der Bearbeitung der Projekte müssen kurzfristige Erfolge für das gesamte Team sichtbar gemacht werden. Große Meilensteine sollten auch angemessen gefeiert werden.

Widerstände werden in dieser Phase durch Sicherheit im Prozess überwunden. Wenn die Mitarbeiter den roten Faden und eine konsequente Umsetzung der Projekte erkennen, sind sie motivierter und erleben rasch zusätzlich motivierende Erfolge.

3) Einfrierphase

Die abschließende Phase ist von der Implementierung der gefundenen Problemlösungen geprägt. In der Bewegungsphase wurde erforscht und ausprobiert, jetzt müssen die Lösungen konsequent umgesetzt werden. Stabilität soll hergestellt werden und Maßnahmen sollen nachhaltig implementiert werden. Es kommt zu einem vorläufigen Abschluss des Veränderungsprozesses. Nun sind Mitarbeiter gefragt, die geradlinig und bodenständig arbeiten, sodass die Neuerungen systematisch im Unternehmen verankert werden. Doch auch die Einfrierphase ist nicht von Dauer. Aus dieser Phase muss schnell wieder in eine Auftauphase übergegangen werden können. Veränderungen sollten dauerhaft angetrieben werden. Der Mut zu Veränderungen kann so in der Unternehmenskultur verankert werden. Der Prozess der Veränderung wird so selbst zum Gegenstand der Veränderung.

Dauerhafte Veränderung

Gerade in der digitalen Wissenschaftsgesellschaft werden die Pausen zwischen Veränderungsprozessen immer kürzer.  Unternehmen müssen am Ball bleiben, um nicht von der Konkurrenz oder von Substitutprodukten abgehängt zu werden. Gerade Letzteres ist in der Medienbranche die große Herausforderung. Im Ranking der Freizeitbeschäftigungen zählt das Lesen von Büchern zu den Verlierern. Internet, Computer und Musik haben dagegen deutlich zugelegt.

Unternehmen, die flexibel bleiben und immer bereit sind, sich zu verändern, sind von solchen Trends nicht negativ betroffen. Sie verfügen über Innovationskraft, können sich Medienformen anpassen und neue Geschäftsmodelle für ihre Inhalte finden. Auch die Effizienz und Rentabilität eines solchen Unternehmens steigt kontinuierlich, weil aktiv nach Verbesserungen in Punkto Workflows, Organisation usw. gesucht wird.

 

Weiterlesen:

Millennials – Die digitale Zielgruppe erobern – Welche Nutzergruppen sind die digitalen Konsumenten für Verlagsprodukte? Wie lassen sich diese erreichen und wie können passende Geschäftsmodelle entwickelt werden?

Effektiver Arbeiten mit digitalen Tools – Das kennen Sie auch aus Ihrem Arbeitsalltag: Wieder mal haben Sie Stunden mit internen Absprachen, Meetings, Planung, Organisation und umständlicher Kommunikation verbracht aber die eigentliche Arbeit blieb mal wieder auf der Strecke. Schnell stellt man sich die Frage: Wie kann ich effektiver Arbeiten?

B2B E-Commerce

B2B E-Commerce

B2B E-Commerce

Warum ein Webshop gerade für das Unternehmergeschäft Sinn macht und wie Sie jetzt mit Ihrem Unternehmen einsteigen können.

Für Unternehmen, die Produkte für den Verbraucher verkaufen, ist ein eigener Webshop heute bereits Standard. Beim Geschäft zwischen Unternehmen wird jedoch in der Regel noch immer per Post, Telefon, E-Mail und über die Außendienst-Mitarbeiter gehandelt. Dass ein Webshop ein weiterer Vertriebskanal sein kann, ist im B2B Bereich vielen Entscheidern bisher nicht klar.

Lesezeit ca. 8 Minuten

Das wahre Potential hinter E-Commerce im B2B wird gerade erst offenbart. Das Wachstum der Umsätze für die nächsten Jahre wird auf jährlich 15 Prozent geschätzt. Vorrangig kleine und mittlere Unternehmen haben in Sachen E-Commerce heute enormen Nachholbedarf.

Auch ist die digitale Transformation der Gesellschaft und der Geschäftswelt noch lange nicht abgeschlossen. Der Handel zwischen Unternehmen wird im digitalen Bereich immer wichtiger werden. Zumindest sollte im Rahmen einer digitalen Unternehmens-Strategie auch der B2B Bereich auf den Einsatz im E-Commerce überprüft werden.

So alltäglich wie unser privater Konsum über Webshops auch geworden ist, erwartet man auch im Geschäftsbereich ein ähnliches Einkaufserlebnis und den selben Service. Die Anforderungen, die ein B2B Webshop liefern muss, umfassen jedoch deutlich mehr.

Doch Vorsicht – nicht jedes B2B-Produkt ist auch geeignet, um über eine E-Commerce Plattform vertrieben zu werden. Es kommt vor allem darauf an, wie viel persönliche Beratung, Service und Anpassungsaufwand das Produkt benötigt. Zusatzleistungen, Services, Erweiterungen und Ersatzteile über E-Commerce zu vertreiben macht vielleicht mehr Sinn als der Vertrieb des Hauptprodukts an sich. Die folgenden Ausführungen werden Ihnen dabei helfen, abzuschätzen, ob und wie E-Commerce für Ihr B2B Geschäft Sinn machen kann.

Was unterscheidet B2B E-Commerce von B2C E-Commerce?

Das Business-to-Business Geschäft lebt davon, dass für beide Seiten ein geschäftlicher Vorteil entsteht. Allein diese grundsätzliche Philosophie unterscheidet sich massiv vom Geschäft mit dem Endverbraucher. Doch im Detail betrachtet, gibt es eine Vielzahl weiterer Unterschiede:

Der Einkauf im B2B Bereich ist für die verantwortliche Person Teil der Arbeit und kein Privatvergnügen.. Entsprechend wird vom B2B E-Commerce erwartet, dass der die komplette Customer-Journey effektiv und zielgerichtet ohne Umwege zum Ziel kommt. Das heißt die Abwicklung des Geschäftes muss ohne allzu blumige Anpreisungen und Umwege zu den Produkten und zum Kaufabschluss führen.

Überhaupt funktioniert der Einkaufsprozess vollkommen anders. Mehrere Personen und verschiedene Abteilungen sind in diesen involviert. Der Bedarf, sprich die Vorauswahl möglicher Waren und das Festlegen der Parameter, werden von der Abteilung definiert, die mit der Ware direkt arbeitet. Die Beschaffung, also die finale Auswahl und Preisvergleiche, übernehmen in der Regel andere Kollegen. In die Bestellung, Preisverhandlung und die Abwicklung des Einkaufs sind erneut  andere Kollegen oder Abteilungen involviert. Entsprechend müssen Freigabeprozesse und die Verwaltung von mehreren Ansprechpartnern in eine B2B Webshop-Software integriert sein. Auch die Verwaltung von Lieferadressen muss komplexer sein, da zuverlässig an alle Standorte eines Unternehmen geliefert werden muss. Individuelle Angebote müssen angefordert und bereits getätigte Bestellungen müssen einfach wiederholt werden können. Letztendlich müssen Rabattregeln und Preislisten unmittelbar in der Software hinterlegt sein.

Aufgrund der meist größeren Komplexität der B2B Produkte sind in der Regel ausführliche Hilfestellungen nötig, um dem Einkäufer alle relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. Dies können umfangreiche Bedienungsanleitungen und technische Daten sein, aber auch Marketing-Material und Tipps zum Weiterverkauf der Ware. Zum Pool der Informationen gehören zudem verbindliche Lieferzeiten, individuelle Preise und Metadaten.

Zusätzliche Medien wie weiter verwendbare Produktbilder, Videos, Datenblätter & Beschreibungen etc, bieten sich ebenfalls an, diese in einer E-Commerce Plattform zur Verfügung zu stellen und so den Aufwand für das separate Versenden und Suchen nach den Materialien einzusparen.

Schnittstellen und Verknüpfungen zu anderen Systemen im Unternehmen wie der Warenwirtschaft, dem CRM (Kundenbeziehungsmanagement), dem PIM (Produktinformationsmanagement), dem Controlling, der Buchhaltung und anderen macht auch im B2C Bereich Sinn. Gerade im B2B Bereich liegen aufgrund der größeren Komplexität oft unqualifizierte und unverknüpfte Daten vor. B2B Geschäfte sind oft komplexer und die dort gehandelten Waren sind mit mehr Daten verbunden. So liegen hier in der Regel mehr unqualifizierte und unverknüpfte Daten vor. Auch müssen Webshop und Website heute ineinander verschmelzen. Informationen und die Möglichkeit zum Einkaufen müssen Hand in Hand gehen, um alle Verkaufs-Chancen abzugreifen und gleichzeitig exzellenten Kundenservice zu bieten.

Eine nahtlose Integration des E-Commerce in bestehende Geschäfts-IT und das Etablieren von standardisierten Prozessen ist so deutlich komplexer und aufwendiger. Bei erfolgter Umsetzung ist die Steigerung von Effektivität und Wirtschaftlichkeit aber deutlich größer, da aufgrund der Vernetzung und Automatisierung die Komplexität umso mehr verringert wird.

Die Vorteile eines B2B Webshops

Die Ausweitung des B2B Geschäfts auf den digitalen Handel bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Jeder neue Vertriebsweg bedeutet neue Chancen Produkte und Leistungen zu verkaufen.

Neue Kunden können über Marketingmaßnahmen im Internet direkt auf Ihren Webshop gezogen werden. Bestandskunden wissen den vereinfachten Bestellvorgang zu schätzen und werden durch von intelligenten Algorithmen ermittelte Zusatzverkäufe angesprochen. Durch die Automatisierung des Bestellvorganges werden Kapazitäten im Vertrieb gespart. Die Anzahl der Handelsvertreter kann verringert und deren Arbeit optimiert werden.

Mit E-Commerce den internationalen B2B Markt erobern

Der internationale Markt ist für die meisten Unternehmen eine besondere Chance. Durch internationale Handelsabkommen, Freihandelszonen und international ausgerichtete Logistikpartner ist der internationale Handel einfacher denn je. Dennoch stellt die Internationalisierung Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen. Andere Sprachen, Währungen, Maßangaben, ein anderes Recht und vollkommen andere Wettbewerbssituationen machen die internationale Ausweitung des Vertriebs weiterhin zu einem komplexen und teuren Unterfangen. Mit einer cleveren E-Commerce-Lösung lassen sich eine Vielzahl der eben erwähnten Probleme lösen. Wenn der Vertrieb im Ausland primär über einen Webshop abgewickelt wird, müssen keine großen Vertriebsabteilungen und Dependancen im Ausland aufgebaut werden. Die Verwaltung des Webshops kann von der heimischen Zentrale aus geschehen und das sogar in unterschiedlichen Sprachen. Währungen und Maßeinheiten können automatisiert umgerechnet werden.

Von dieser digitalen Vereinfachung profitiert vor allem der Mittelstand, der bis heute nicht über Mittel für die Etablierung einer großen internationalen Vertriebsstruktur verfügte.

Ihr Weg zum erfolgreichen B2B E-Commerce

Die Implementierung eines B2B Webshops ist in jedem Fall ein umfangreiches Projekt, das nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Um ein solches Projekt voran zu bringen, muss E-Commerce zum Vorstandsthema werden. Die Verantwortlichen müssen große Handlungs-Kompetenzen haben, denn Entscheidungen für B2B E-Commerce werden sich in viele Bereiche Ihres Unternehmens erstrecken. Wie umfangreich das ganze Vorhaben letztendlich ist, hängt von Ihren Zielen und Ihrer Unternehmensgröße ab. Auch kleine Webshops machen im B2B Bereich Sinn. Selbst bei überschaubaren Projekten und einer Inanspruchnahme weniger Ressourcen, wäre es schädlich, das Thema E-Commerce stiefmütterlich zu behandeln.  Ohne umfangreiche Handlungsmacht kann nur ein halbgares Ergebnis erzielt werden. Zudem ist es ungemein wichtig, dass in der Führungsebene Ihres Unternehmens das unverzichtbare Wissen über modernen und digitalen Handel in der Praxis verinnerlicht wird.

Nicht selten stellt sich bei der Implementierung eines B2B Webshops die Verbindung mit dem Vertrieb als problematisch dar, sehen Vertriebler den Webshop doch oft als Konkurrenz im eigenen Haus. Um dieses Problem zu lösen, macht es Sinn, den Webshop in den Vertrieb zu integrieren und von Anfang an die Kollegen vom Vertrieb mit in das Projekt einzubinden.

Nachdem die internen Verantwortlichkeiten geklärt sind, gilt es einen Partner vor allem für die technische Umsetzung zu finden. Die eigene IT-Abteilung verfügt selten über die ähnlich umfangreiche Kompetenzen wie eine auf B2B Webshops spezialisierte Agentur. Diese können dank Erfahrungen aus einer Vielzahl von ähnlichen Projekten weit mehr als pure Programmierleistungen erbringen. Auch an dieser Stelle ist es sinnvoll, einen externen Partner bereits während der Konzeption mit ins Boot zu holen. Die technische Machbarkeit und vor allem die damit verbundenen Kosten kann die Agentur schon hier genau abschätzen. Das wertvolle Zusatzwissen des Partners aus bereits gemeisterten E-Commerce Projekten zahlt sich schon in der Planung und Konzeption aus.

Fragen zum Design und Usability sollten ebenfalls bereits in dieser Phase des Projektes mit dem Partner geklärt werden, sodass alle konzeptuellen Vorarbeiten vor der tatsächlichen technischen Umsetzung erledigt sind. Zur Umsetzung gehören das Programmieren von individuellen Erweiterungen und Modulen sowie das Verknüpfen mit den anderen Systemen Ihres Unternehmens.

Nach Fertigstellung und Livegang Ihres B2B Webshops ist es sinnvoll, den Partner weiterhin als Supportpartner und für Schulungen zu erhalten. Immer wieder gilt es, Anpassungen am Webshop zu machen, Software-Updates zu installieren oder schlicht neue Kollegen umfangreich einzuweisen.

Eine neue Chance wartet

B2B E-Commerce stellt einen weiteren Vertriebskanal dar, der hocheffektive Ergebnisse erzielen kann und gleichzeitig Ihr Unternehmen ein Stück digitaler und damit zukunftssicherer macht.

Big Data: Individuelle Datenbanken

Big Data: Individuelle Datenbanken

Big Data

Individuelle Datenbanken – Personalisierte Software-Lösungen zur Bewältigung von großen Datenmengen

Der Begriff Big Data war und ist eines der Modewörter der digitalen Ökonomie. Doch was sich wirklich hinter dem Begriff verbirgt und wie mit “Big Data” wirklich sinnvoll und gewinnbringend gearbeitet werden kann, ist bei Weitem nicht jedem klar. Erfahren Sie mehr über die Verarbeitung von großen Datenmengen und welche möglichen Anwendungsgebiete es für Datenbanken in Ihrem Unternehmen gibt.

Lesezeit ca. 10 Minuten

Big Data – was ist das eigentlich?

Der Einsatz des Begriffs Big Data ist so vielfältig wie seine Bedeutung selbst. Eine eindeutige Definition ist daher schwierig. Big Data beschreibt im weitesten Sinne immense Datenmengen, welche sowohl für die Weiterverarbeitung als auch die Auswertung entweder zu komplex oder zu unstrukturiert sind oder sich in einem kurzen Zeitraum zu schnell verändern. Um diese Datenmengen gewinnbringend zu nutzen werden unterstützende IT-Systeme benötigt.

Die Art der Daten unterscheidet sich hierbei von Fall zu Fall und reicht von persönlichen Nutzerdaten über Produktionszahlen bis hin zu meteorologischen Daten oder spezifischen Google Suchanfragen.

Daten jeglicher Art sind gewissermaßen das Öl der Wissenschaftsgesellschaft. Die “Förderung” dieser Daten ist relativ einfach, da sie in großen Mengen vorhanden sind. Lediglich die “Raffinierung”, um bei der Öl-Metapher zu bleiben, gestaltet sich als überaus anspruchsvoll. Denn im Anschluss an die Datengewinnung steht deren sinnvolle Verwendung, Aufarbeitung und nicht zuletzt deren aussagekräftige Auswertung. Nur so können mithilfe der Daten Maßnahmen geschaffen werden, die als Ergebnis einen Mehrwert generieren.

Der Nutzen von Big Data für Unternehmen

Der Mehrwert der Datenerhebung hängt hierbei individuell vom Unternehmen sowie der Art der erhobenen Daten ab. Daher gibt es keine allgemeine Vorgehensweise in Bezug auf deren erfolgreichen Einsatz, denn Parameter wie die Unternehmensstruktur, die Kunden, die Branche oder die eigenen Unternehmensziele definieren den Nutzen der Daten. In jedem Fall liefern diese Daten valide Grundlagen, aus denen unternehmerische Handlungen abgeleitet werden können.

Klassische Beispiele hierfür sind Verkaufszahlen pro Produkt oder Sparte aber auch Zugriffszahlen der Unternehmenswebsite (gegliedert nach Alter der Nutzer, Herkunft, Geschlecht und Nutzerverhalten etc.).

Durch eine geschickte Auswertung und strategische Verwendung dieser Daten können sowohl interne Prozesse im Unternehmen optimiert und angepasst, als auch Marketingaktivitäten abgestimmt werden. Somit verschaffen sich Unternehmen mit dieser Datenauswertung einen direkten Wettbewerbsvorteil. Auch können Daten an sich selbst Geschäftsmodelle sein, wie zum Beispiel Datenbanken mit Fachinformationen auf welche die Kunden zugreifen können.

Egal in welchem Bereich eines Unternehmens, überall werden Daten anfallen – von Kundendaten bis hin zu den Fehlzeiten Ihrer Mitarbeiter. Der Nutzen entsteht erst dann, wenn die richtigen Daten ausgewählt, erhoben, ausgewertet und Maßnahmen daraus umgesetzt werden.

Gerade weil der Nutzen von Daten eine sehr individuelle Angelegenheit ist, gilt es das Thema Daten für jedes Unternehmen genauso individuell zu behandeln.

Anwendungsgebiete für den Einsatz von Daten der Verlags- und Medienbranche

Die Möglichkeiten für die Anwendung von Daten sind selbstverständlich auch in der Verlags- und Medienbranche nahezu unendlich. Im folgenden finden Sie exemplarisch einige Anwendungsbeispiele, die Sie für Ihr Unternehmen übernehmen können. Lassen Sie sich auch von den Beispielen für eigene Anwendungen inspirieren:

  • Einlesen von Vertreteraufträgen & Verarbeitung elektronischer Lieferscheine
    Vertreter können direkt beim Kunden Bestelllisten erstellen und diese über eine Schnittstelle direkt in Ihr Datenbank-System hochladen, sogar mobil vom Smartphone aus. Die Bestellung kann dann unmittelbar bearbeitet werden. Die Folge sind weniger Übermittlungsfehler und eine schnellere Bearbeitung von Aufträgen.
  • Verknüpfung aller Kundendaten
    Daten von Kunden werden an allen möglichen Stellen im Unternehmen angesammelt. Das kann der eigene Webshop sein, die Newsletter, die Social Media Kanäle, physische Mailorder, Kundendaten von Messen und Gewinnspielen. Eine gemeinsame Datenbank, in der verzeichnet ist wie und in welcher Form ein Kunde mit Ihrem Unternehmen bereits in Kontakt war, bietet Möglichkeiten zu einem effektiveren und personalisiertem Marketing.
  • Eigene Bibliografieoberfläche/Medien-Library
    Alle Ihre Werke oder Medien inklusive Metadaten sind über die Datenbank abrufbar, egal von wo Ihre Mitarbeiter darauf zugreifen. Somit können Sie dezentralisiert arbeiten oder moderne Arbeitsmodelle wie das Homeoffice einfacher umsetzen.
  • Verknüpfung mit Webshopsystem
    Lagermengen, Kundendaten und Artikel-Metadaten werden direkt aus Ihrer Datenbank automatisiert mit Ihrem Webshop synchronisiert. So sind alle Daten bei Ihnen im Haus immer aktuell und die Pflege von mehreren Datensätzen fällt weg.
  • Kassenanbindung
    Genau so wie Ihr Webshop, können auch Ihre physische Ladenlokale mit Datenbanken verbunden werden.

Übrigens: Viele dieser Funktionen haben wir in unserer Verlagssoftware open.junixx.FM umgesetzt und können diese auch gerne für Sie weiter individualisieren.

Die Herausforderungen mit großen Datenmengen

So individuell der richtige Einsatz von Daten auch sein mag, einige grundlegende Herausforderungen bringt Big Data immer mit sich.

Bei der Erhebung der Daten stellt sich immer die Frage nach dem Umfang, der Geschwindigkeit und der Bandbreite der Datentypen und -quellen. Mit der fortlaufenden Digitalisierung wachsen diese drei Parameter immer weiter. Systeme zur Datenverarbeitung sollten folglich auf diese Parameter eine zufriedenstellende Antwort liefern und vor allem mit wachsen können.

Für die Auswertung der erhobenen Daten sind die Suche und Abfrage der Daten, die Analyse unterschiedlicher Informationstypen, ein schneller Import von Daten, die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Abfragen sowie die Vernetzung und Verknüpfung der Systeme relevant. Auch diese Herausforderungen muss Ihre Datenverarbeitung problemlos meistern.

Die Umsetzung der Maßnahmen aus den gewonnen Erkenntnissen durch Daten ist wieder ein individuelles Thema. Um den Erfolg der Maßnahmen zu messen, macht ebenfalls eine umfassende Datenerhebung Sinn. In jedem Fall ist eine individuelle Anpassung an das jeweilige Unternehmen nötig.

Big Data Software

Um den oben dargestellten Herausforderungen Herr zu werden, wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Softwarelösungen auf den Markt gebracht. Dabei reicht das Spektrum von Microsoft´s Excel, womit in unzählige Büros vor allem provisorische Behelfslösungen gebastelt werden, bis hin zu hochkomplexen und ebenso hochpreisigen SAP-Anwendungen.

Auch muss die eigene IT-Infrastruktur mitspielen, um die Software integrieren zu können. Dazu gehört unter anderem die Verknüpfung mit den bereits bestehen Systemen. Bei dieser Vernetzung versagen fertige Lösungen in der Regel, weil zusätzlicher Programmieraufwand zu Herstellung einer sauberen und sicheren Schnittstelle nötig ist.

Gefragt bei den Softwarelösungen am Markt sind neben zufriedenstellenden Lösungen zu den oben genannten Herausforderungen auch eine komfortable Bedienbarkeit und das Design einer Software.

Selbst wenn eine Software all diese Punkte erfolgreich löst, problematisch bleibt immer der individuelle Nutzen von Daten für das einzelne Unternehmen. Software-Lösungen von der Stange haben dafür keine Antworten parat, sind Ihre Funktionen doch immer auf den größtmöglichen Nutzerkreis ausgelegt. Nur eine individuelle oder an Ihre Bedürfnisse angepasste Lösung wird genau die Daten für Ihr Unternehmen in der richtigen Form darstellen.

Natürlich bieten manche fertige Softwarelösungen Möglichkeiten zur selbständigen Anpassung, doch gerade wenn wirkliche Programmierarbeit oder eine komplexe Verknüpfung zu anderen Systemen gefragt ist, sind externe Profis gefragt. Ohne diese werden Ihre Mitarbeiter voraussichtlich selbst Notlösungen suchen, wenn es auch nur wieder die berühmt berüchtigte Excel-Liste ist. Sicherheit und Effizienz bleiben auf der Strecke.

Letztendlich benötigt jeder Einsatz von Daten aber auch eine umfangreiche Analyse im Vorfeld um zu ermitteln welche Lösung tatsächlich einen unternehmerischen Mehrwert liefert. Nicht immer sind im Unternehmen selbst die Kompetenzen dazu vorhanden und letztendlich sollen ja nicht nur Daten-Spezialisten mit den Daten arbeiten, sondern auch die normalen Mitarbeiter. Diese Analyse kann Ihnen keine Software abnehmen, wohl aber ein Partner, der eine individuelle Software-Lösung für Ihr Unternehmen umsetzt.

Neben den bis jetzt genannten technischen und strukturellen Vorteilen dürfen auch die Kosten von maßgeschneiderten Lösungen nicht unerwähnt bleiben. Auf den ersten Blick mag die individuelle Lösung deutlich teurer sein, jedoch darf hier die langfristige Nutzung nicht außer Acht gelassen werden. Eine Softwarelösung von der Stange wird irgendwann an Ihre Grenzen stoßen. Irgendwann halten auch die provisorischen Notlösungen nicht mehr. Von vornherein mit einer individuellen Lösung zu arbeiten spart Zusatzkosten für den Ersatz der unzureichenden Lösung, Schulungen und Zusatzlösungen die nicht abgedeckt wurden. So sind Sie auf lange Sicht deutlich effektiver und zukunftssicherer aufgestellt.

Gute Gründe für Individuelle Datenbanken

Um Daten als Unternehmen gewinnbringend zu nutzen ist eine individuelle Lösung auf lange Sicht unumgänglich. Big Data steckt noch in den Kinderschuhen und der Einsatz von Daten wird die Märkte der Zukunft nachhaltig verändern und prägen. Schon heute das Thema Daten als Unternehmen aktiv anzugehen wird sich in gar nicht so ferner Zukunft auszahlen. Gerade eine individuelle Entwicklung von Datenbanklösungen, bei der Sie gemeinsam mit Ihrem technischen Dienstleister die Datenbank gestalten wird Ihnen neben einer maßgeschneiderten Lösung wertvolle Einblicke in das Thema Datenverarbeitung gestatten. Dieses Wissen und diese Erfahrungen werden Sie auch in weiteren digitalen Projekten gewinnbringend nutzen können.