E-Learning Plattform für Online-Vertretungsstunden

E-Learning Plattform für Online-Vertretungsstunden

E-Learning Plattform für Online-Vertretungsstunden

Ein Interview mit Gründer Christian Kussmann

Online-Vertretungsstunden bietet Schulen die Möglichkeit, ausfallende Unterrichtsstunden mit hilfe einer E-Learning Plattform online zu ersetzen. Das Unternehmen produziert didaktisch aufbereitete Inhalte mit aufgezeichneten vollwertigen Unterrichtseinheiten.

Besonders für das Frühjahr und den Sommer 2020, während viele Bundesländer von Schulschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie betroffen waren, gewann die E-Learning Plattform an Bedeutung.

Wir von juni.com haben für Online-Vertretungsstunden einen Prototypen der E-Learning Plattform entwickelt. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt und über die Etablierung eines E-Learning Geschäftsmodells. Sollten Sie selbst ein vergleichbares Projekt umsetzen, hoffen wir Ihnen hier spannende Einblicke in die Zusammenarbeit mit einem Start-Up  bieten zu können. Wir haben mit Christian Kussmann, einem der Gründer von Online-Vertretungsstunden, über das Projekt und seine Erfahrungen geredet.

Wie ist die Idee entstanden online-vertretungsstunden.de an den Markt zu bringen?

Meine Mitgründerin Anja hatte bereits vor einigen Jahren – lange vor Corona – die Idee zu Online-Vertretungsstunden. Der Unterrichtsausfall an deutschen Schulen ist ein extrem gravierendes Problem, was auch aufgrund der politischen Brisanz gerne verdrängt wird. Aus unserer Sicht kann (und muss!) man diese Herausforderung aber sehr konkret und zeitnah angehen. 

Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind ein essentieller Bestandteil unseres Angebots, wir sind aber vor allem von der Vision getrieben, möglichst vielen Schüler*innen einen inhaltlich hochwertigen (Vertretungs-)Unterricht anbieten zu können. 

Die Situation – insbesondere an Brennpunkt-Schulen und in strukturschwachen Regionen – ist dramatisch, die Folgen für Chancengerechtigkeit, die Qualität der Schulbildung und letztendlich auch die Schwächung des Innovationsstandorts Deutschland sind erheblich und reichen weit in die Zukunft. Daher: Es ist höchste Zeit dieses Problem anzugehen!

Behind the scenes beim Dreh. 

Unterrichtsstunde: Kräfte messen.

Könnte Ihr Angebot eingesetzt werden um den Online-Unterricht zu unterstützen wenn der Präsenzunterricht in der Corona-Pandemie wieder ausfallen muss?

Unbedingt! Corona kam uns gewissermaßen „dazwischen“ wenn ich mich an unsere eigentliche Roadmap erinnere. Das Problem „Unterrichtsausfall“ besteht ja seit etlichen Jahren, Tendenz schlimmer werdend. Wir bieten – übrigens als Einzige – aufgezeichneten Unterricht im Sinne vollwertiger Stunden an, perfekt abgestimmt auf die Schule. 

Online-Vertretungsstunden sind durchkomponierte Lerneinheiten mit dem Ziel des Kompetenzerwerbs am Ende der Stunde bzw. der Unterrichtsreihe – eben genau wie in der Schule. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist diese didaktische Progression besonders wichtig, da in der Regel wenig oder kein Vorwissen vorhanden ist und die neuralen Netze erst angelegt werden müssen. Einzelne Lernvideos können das nicht leisten. Als unterrichtsergänzende Materialien gibt es z.B. viele großartige YouTube-Channels mit wirklich coolen Inhalten, aber diese stehen nicht in einem größeren didaktischen Zusammenhang und haben nicht den Rhythmus einer Schulstunde.

Präsenzunterricht optimal ersetzen zu können ist unser zentrales Wertversprechen. Wir sind ursprünglich vom Use Case „Lehrer*in fällt kurzfristig oder geplant aus“ ausgegangen, aber genau so gut kann der kranke Schüler zu Hause – oder eben im Fall der Schulschließung eine ganze Klasse – in hoher qualitativer Kontinuität beschult werden. 

Sobald wir die entsprechende Menge an Content produziert haben – in unserem Fall definitiv eine große Herausforderung, wir brauchen VIEL Content – können wir über sehr lange Strecken die Unterrichtsversorgung leisten. 

Wie lief die Erarbeitung des MVP mit juni.com?

Christian Kussmann: Nachdem meine Gründungspartnerin Anja und ich uns nach einigen Gesprächen mit Florian Keck über Skype und einem persönlichen Treffen in Frankfurt für die Zusammenarbeit entschieden haben, wurde ein gemeinsamer Kick-Off Workshop mit allen Beteiligten organisiert. Von Juni.com waren neben Florian noch Pascal als Frontend-Entwickler und Anna-Lena als Backend-Entwicklerin dabei. Wir haben unseren UX-Designer Daniel und unseren Entwickler Kai mitgebracht. 

Eher aus einem Impuls heraus – der Vibe war von Anfang an sehr positiv und vertrauensvoll – haben Anja und ich zu Beginn des Workshops „die Karten auf den Tisch gelegt“ und das maximale Budget, was wir aus unseren privaten Mitteln bewegen konnten, an die Tafel geschrieben. Verbunden mit der Frage was wir in diesem Rahmen umsetzen können und müssen um den bestmöglichen Prototyp zu realisieren.

Daraus ergab sich eine extrem fruchtbare Diskussion, in deren Rahmen wir den Scope des Projekts sehr exakt festgelegt haben und am Ende des Tages ein sehr einheitliches Zielbild aller Beteiligten hatten. Davon haben wir über den gesamten Entwicklungszeitraum sehr profitiert, jeder wusste was am Ende herauskommen sollte und wo seine Verantwortlichkeit lag.

Über GitLab als Issue-Tracker sowie wöchentliche Skype-Weeklys haben wir den Projektfortschritt besprochen. Vor dem Endspurt haben gab es ein weiteres Treffen, bei dem wir den Backlog nochmal durchgegangen sind und die letzten Wochen geplant haben. Der Endspurt tat natürlich – so ist es ja immer…  – etwas weh, aber in Anbetracht des Umfangs und der Komplexität des Projekts sind wir sehr gut durchgekommen.

Stichwort Corona: Wir haben einen Prototypen entwickelt, um mit wenigen Schulen unser Geschäftsmodell zu testen. Während Corona waren wir dann plötzlich im Live-Betrieb mit 7.000 Sessions. Es ist nix zusammengekracht und wir waren jede Sekunde lauffähig. Den Stress-Test hat unsere Plattform also bereits mit Bravour bestanden. 

Der Schritt zum wirklichen MVP wird uns allerdings noch eine Weile beschäftigen

„Daher: Es ist höchste Zeit dieses Problem anzugehen!“

Auf welche Inhalte und Schulfächer konzentrieren Sie sich bei der Erstellung von Inhalten?

Wir konzentrieren uns zunächst auf die MINT-Fächer, also die naturwissenschaftlichen Nebenfächer wie Physik, Chemie, Biologie etc. Angefangen haben wir mit 6 Stunden Physik-Unterricht für die Jahrgangsstufen 7/8. Inhaltlich ist unser Anspruch mit dem fertigen Produkt den gesamten Lehrplan – auch unter Berücksichtigung der Eigenheiten bestimmter Bundesländer – abzudecken. 

Die Entscheidung liegt darin begründet, dass diese Fächer im Verhältnis sehr stark vom Unterrichtsausfall betroffen sind und deutlich weniger vertreten werden als z.B. Mathematik. 

In vielen Regionen sind sogar viele Stellen gar nicht mehr besetzt. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung wird diese Situation sich in den nächsten Jahren bedauerlicherweise noch weiter verschärfen. Tatsächlich konkurriert der Bedarf an MINT-Lehrer*innen auch mit dem Fachkräftemangel in der Industrie und Wirtschaft: Viele potentielle MINT-Lehrer*innen landen zu besseren Konditionen in der Privatwirtschaft. 

Welche Erfahrungen haben Sie während des Projektes gesammelt und welche Tipps würden Sie anderen Unternehmer mit geben, die eine E-Learning Plattform entwickeln wollen?

Gute Frage, also leicht ist es definitiv nicht.

Auch wenn man zu Beginn der Schulschließung von seinem gesamten Freundeskreis beglückwünscht wird („Ihr seid doch jetzt alle reich, oder?!“). Grundsätzlich ist ein Content-getriebenes Geschäftsmodell im Bildungsbereich eine harte Nuss, da man eine sehr große und extrem diverse Gruppe an Nutzern zufrieden stellen muss:

Schüler*innen sind die Hauptnutzer unseres Angebots, die Lehrer müssen wir überzeugen ohne als Bedrohung wahrgenommen zu werden („Nein, wir möchte Sie durch das Internet nicht ersetzen“), diese müssen uns wiederum bei Ihrer Schulleitung empfehlen. Unsere Kunden sind am Ende Schulen und Schulträgern und ggf. Kultusministerien auf Landesebene. Natürlich brauchen wir ebenfalls die Akzeptanz der Eltern. 

Jede dieser Gruppen müssen wir gut verstehen und mit einem guten Angebot überzeugen, daraus ergibt sich ein entsprechend komplexer Funnel. Und das alles vor dem Hintergrund eines B2G-Geschäfts… Gerade zu Anfang haben wir den Scope unseres Prototyps mehrfach angepasst. 

Unbedingt ernst nehmen sollte man das Thema „Datenschutz“: Daten von Schüler*innen sind wirklich extrem sensibel, an diesem Thema sind schon große Plattformen gescheitert. „Privacy by design“ ist – zumindest im Bereich Schule – fast alternativlos. So verlockend es am Anfang auch sein mag Entwicklungskosten einzusparen indem man auf eine WordPress-Installation mit Plug-Ins zurückgreift – ich bin extrem froh, dass wir uns dagegen entschieden haben.

Christian Kussmann und Anja Hagen.

Was haben Sie besonders an der Zusammenarbeit mit  juni.com geschätzt?

Oh, da gibt es viel zu erzählen! Insgesamt war die gesamte Zusammenarbeit extrem produktiv und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten zu jeder Zeit einen wirklich guten Vibe, auch auf den gefürchteten „letzten Metern“ des Projekts. Ich habe selbst lange als freier Entwickler gearbeitet und – ja, ich gebe es zu – war extrem skeptisch dieses große Projekt, was wir komplett privat finanziert haben, mit einer Agentur umzusetzen. Juni.com konnte mich aber voll überzeugen und wird immer wieder als „die eine Ausnahme“ empfohlen. 

Neben der transparenten und fairen Kalkulation konnten wir auch einen sehr individuellen Workflow – die technische Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit von Anna-Lena und Pascal von Juni.com mit unserem Coding-Gott Kai – aufsetzen.

Ganz besonders hervorheben möchte ich noch Florian Keck: Abgesehen davon, dass es wirklich immer cool ist mit Florian zu tun zu haben, hat er einen wesentlichen Anteil am Erfolg unseres Prototyps. Wir sind auch jetzt noch begeistert, dass wir den Scope der Entwicklung perfekt definiert haben. Die oben beschriebene Herausforderung des komplexen Funnels und B2G-Geschäfts haben wir insbesondere Dank Florian so gut hinbekommen! Unterm Strich kann ich nach einem Jahr Erprobung unseres Prototyps im Schulalltag – inklusive Lockdown-Stresstest – sagen, dass wirklich keine Zeile Code am Scope vorbeiging. Wir haben exakt das entwickelt, was wir tatsächlich gebraucht haben.

Was würden Sie sich noch von  juni.com wünschen?

Bitte auch weiterhin an unseren Partys teilnehmen und Trips nach / über Berlin oder Köln für ein paar gemeinsame Bier nutzen!

Ansonsten: Wir sind sehr zufrieden und arbeiten auch gerne in der Zukunft weiter mit Juni.com zusammen. Alles was möglich ist wollen wir in-house umsetzen, aber für große Meilensteine würden wir gerne auf Unterstützung von Euch zurückgreifen. Außerdem kommen wir für die „crazy Ideen“ gerne immer wieder zum Reality-Check und Scope-Adjustment bei Florian vorbei.


Bilder: Online-Vertretungsstunden
Illustration Titelbild: Josephine Wolff

Planen Sie ein ähnliches Projekt?

Gerne stehen wir auch Ihnen bei der Konzipierung und Entwicklung Ihres E-Learning Projekts zur Seite. Während einer kostenlosen Erstberatung nehmen wir uns gerne Zeit, um eine mögliche Zusammenarbeit zu besprechen. Nehmen Sie dazu einfach über das folgende Kontaktformular Kontakt mit uns auf.

FileMaker 19 ist da!

FileMaker 19 ist da!

FileMaker 19 ist da!

Unsere Verlagssoftware open.junixx.FM basiert auf dem Datenbanksystem FileMaker. Nun ist Version 19 von FileMaker erschienen und erweitert auch open.junixx.FM um weitere spannende Funktionen! FileMaker wurde übrigens letztes Jahr vom Softwarehaus Claris übernommen und heißt damit nun Claris FileMaker.

Der Fokus der neuen Version liegt darin schnell Innovationen zu schaffen, um die Produktivität zu steigern und Kunden schnell bessere Produkte und Dienstleistungen zu liefern. 

Mit diesen neuen Funktionen kann unsere Verlagssoftware open.junixx.FM noch besser an die individuellen Bedürfnisse für Ihren Verlag angepasst werden. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir besprechen in einer kostenlosen Erstberatung welche Funktionen für Ihren Verlag am sinnvollsten sind.

Die wichtigsten neuen Funktionen

Plug-and-Play-Addons
Erweiterungen und Addons lassen sich in FileMaker 19 in Sekundenschnelle integrieren. Somit lässt sich FileMaker noch schneller und kostengünstiger an individuelle Ansprüche anpassen. Steigern Sie ihre Produktivität mit Hilfe von Kanban-Tafeln, Fotogalerien, JavaScript, Webdiensten und vielen weiteren schnell integrierbaren Addons.

JavaScript
FileMaker unterstützt nun vollständig JavaScript. Somit lassen sich Karten, animierte Grafiken, Datenvisualisierungen und vieles mehr direkt in die Software einbetten.

Maschinelles Lernen und KI
Mit der neuen FileMaker Version ist die Entwicklung intelligenterApps möglich. Unterstützt werden Core ML-Maschinenlernmodellen, Siri-Kurzbefehle und das Einlesen von NFC (Near Field Communication)-Tags. Auch Bildklassifizierung, Stimmungsanalyse, Objekterkennung und viele Anwendungen der künstlichen Intelligenz sind nun mit FileMaker möglich.

Weitere neue Funktionen

Erstellung in der Cloud
FileMaker Apps können nun direkt in der Cloud erstellt werden. Somit wird der bisher mehrstufige Konfigurationsprozess über die stationäre Serveranwendung abgekürzt.

Kartenunterstützung in der Browseranwendung WebDirect
WebDirect ist eine Technologie mit der sich FileMaker-Datenbanken ohne zusätzliche Client-Software in einem Web-Browser ausführen lassen. Diese Technologie unterstützt jetzt den Stil „Kartenfenster“.

Hosting auf allen Plattformen
Zusätzlich zu Mac und Windows kann der FileMaker Server jetzt auch unter dem Betriebssystem Linux gehostet werden. 

Dunkelmodus
Unter macOS wird ab sofort der Dunkelmodus unterstützt.

Daten-API
Mit dem neuen Scriptschritt “Daten-API ausführen” können Daten von einer anderen FileMaker-Datenbank im JSON-Format übermittelt werden.

Neue cURL-Optionen
Der Befehl “Einfügen von URL” unterstützt ab sofort weitere cURL-Optionen zur Spezifizierung eines SSL-Zertifikats.

Wissenschaftliche Notation
Nun können Felder so formatiert werden, dass sie Zahlen in wissenschaftlicher Notation anzeigen.

Schneller Wechsel zwischen den Layouts
Im Layoutmodus kann zwischen den Layouts schneller gewechselt werden.

Statusstile der Tastenleisten-Segmente
Das Kopieren und Einfügen von Statusstilen der Tastenleisten-Segmente zwischen den Status und in andere Tastenleisten-Segmente ist nun möglich.

High Efficiency Image File-Format
Für macOS werden nun High Efficiency Image File-Formate unterstützt. HEIF-Bilder können in Layouts und in Containerfelder eingefügt und in in macOS, iOS und iPadOS angezeigt werden.

Benutzte Software nicht DSGVO-konform: 14,5 Mio. Euro Bußgeld

Benutzte Software nicht DSGVO-konform: 14,5 Mio. Euro Bußgeld

Benutzte Software nicht DSGVO-konform: 14,5 Mio. Euro Bußgeld

Anfang November 2019 hat die Berliner Datenschutzbehörde das bis dahin höchste Bußgeld in Deutschland wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO in Höhe 14,5 Millionen Euro verhängt. Getroffen hat es Berlins größten privaten Immobilienbesitzer, die Deutsche Wohnen SE. Der Grund: Die verwendete Software zur Verwaltung von Kundendaten war nicht DSGVO-konform.

Verstoß gegen technische Anforderungen und Löschpflichten

Was war passiert? Die von der Deutsche Wohnen SE verwendete Software war nicht in der Lage bereits zur Löschung hinterlegte Daten endgültig zu löschen. So wurden Daten von alten Mietern jahrelang selbst nach Beendigung des Mietverhältnisses gespeichert. Sensible Daten wie Gehaltsbescheinigungen, Selbstauskunftsformulare, Auszüge aus Arbeits- und Ausbildungsverträgen, Steuer-, Sozial- und Krankenversicherungsdaten sowie Kontoauszüge waren über Jahre im System vorhanden. Von Rechts wegen müssen diese Unterlagen mit Abschluss des Mietvertrags vernichtet werden, die Deustche Wohnen SE hatte dies offensichtlich versäumt.

Die Deutsche Wohnen SE handelte somit rechtswidrig gegen Artikel 5 und 25 der DSGVO. Die verwendete Technik muss standardmäßig auf Datenschutz ausgelegt sein und Daten müssen gelöscht werden, sobald der Zweck für Ihre Verwendung entfallen ist.

Das Immobilienunternehmen hat also gegen zwei tragende Prinzipien des Datenschutzes verstoßen. Geahndet wurde dies mit dem bisher dritthöchsten Bußgeld in der EU und dem höchsten Bußgeld in Deutschland seit Inkrafttreten der DSGVO: 14,5 Millionen Euro.  

Missstände schon seit 2017 bekannt

Bereits 2017 hatte die Aufsichtsbehörde bei einer Vor-Ort-Kontrolle Missstände bemängelt. Doch auch bei einer zweiten Vor-Ort-Kontrolle im März 2019 waren die Missstände noch nicht behoben. Es gab jedoch erste Maßnahmen zur Behebung des rechtswidrigen Zustandes. Auch hatte die Deutsche Wohnen SE gut mit der Aufsichtsbehörde kooperiert und es konnten keine missbräuchlichen Zugriffe auf die unzulässig gespeicherten Daten nachgewiesen werden. Deshalb fiel das Bußgeld geringer aus, als es möglich gewesen wäre.

Die Deutsche Wohnen SE will gerichtlich gegen das Bußgeld vorgehen. Vielleicht erwartet uns hier der erste Gerichtsentscheid über ein Bußgeld zur DSGVO.

Ähnliche Missstände finden sich in vielen Unternehmen 

Solche Missstände gibt in vielen Unternehmen. Auch nach der kurzfristigen Hysterie rund um die DSGVO im Jahr 2018 änderten viele Unternehmen nichts an ihrer Infrastruktur und an ihren Prozessen. Vor allem Softwarelösungen wie CRM- und ERP-Systeme sind veraltet und entsprechen nicht mehr den Anforderungen der DSGVO. Selbst wenn die Software entsprechend ausgestattet ist, müssen auch die Mitarbeiter entsprechend im Bereich Datenschutz geschult sein, um ein solches Fehlverhalten zu vermeiden.

Ist Ihre Software DSGVO konform?

Unsere Software und Datenschutzexperten beraten Sie gerne zum Thema DSGVO. Die Erstberatung ist kostenlos. Mehr Informationen finden Sie hier: 

Unsere Datenschutz-Leistungen: juni.pro
Unsere Softwarelösung speziell für Verlage: open.junixx.FM

 

E-Commerce für Verlage

E-Commerce für Verlage

E-Commerce für Verlage

Mit User Stories den perfekten Webshop für Ihren Verlag entwickeln

 

Webshops erhöhen den Umsatz, wenn sie auf den Nutzer ausgelegt sind. Wie gelingt die Fokussierung auf den Kunden? Im Folgenden möchten wir Ihnen die Inhalte unseres Fachvortrags auf der Frankfurter Buchmesse 2019 erläutern. Wir wünschen viel Freude beim Kennenlernen einiger neuer Methoden und Ansätze!

Das Problem: mangelnde Fokussierung auf den Kunden

In Unternehmen herrscht nicht selten eine Fokussierung auf interne anstatt auf externe Zielgruppen. Die Befindlichkeiten der eigenen Mitarbeiter und die vermeintlich beste Lösung für das Unternehmen dominieren gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen der Endkunden. Eine solche Denkweise ist auf den ersten Blick nicht verwunderlich. Den Status quo zu wahren und sich um seine eigenen Bedürfnisse zu kümmern, liegt in der Natur des Menschen. Im Wirtschaftsleben werden jedoch Umsätze durch Kunden generiert. Deshalb ist es wichtig, die Unternehmensstrategie auf den Kunden auszurichten. 

Die schlechte Nachricht vorab: Es gibt keine Musterlösungen. Jedes Unternehmen hat eigene Produkte, eine eigene Identität und eigene Kunden. 

Die gute Nachricht: Weil es keine Musterlösung gibt, müssen Sie Ihre Kunden kennenlernen. Wissen, das Gold wert ist.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Konzepte und Tools “Customer Journey”, “User Story” und “MVP-Kette” vor. Diese drei Ansätze können Sie auf verschiedenste Arten anwenden. Ihr Ziel ist immer, das Produkt auf die Bedürfnisse seines Nutzers zu zuschneiden.

Was ist eine Customer Journey?

Die verschiedenen Phasen eines Kaufprozesses lassen sich als Customer Journey bezeichnen. Eine Customer Journey kann sowohl on-  als auch offline abgebildet werden. Die Reise beginnt nicht erst bei der tatsächlichen Bestellung in Ihrem Webshop, sondern möglicherweise bereits bevor ein potentieller Kunde von Ihrer Marke überhaupt weiß. Eugene Schwartz entwickelte das „5 Levels of Awareness“-Modell, das fünf Phasen eines Kaufprozesses beschreibt. Schwartz’ Ausarbeitung einer Customer Journey ist nicht die einzige und viele Wirtschaftsexperten haben alternative Modelle entwickelt. Wir bewerten das „5 Levels of Awareness“-Modell als gelungen und griffig. Mit der Hilfe eines solchen Modells können Sie erkennen, welche Bedürfnisse der Nutzer in welcher Kaufentscheidung hat. Gehen Sie hierauf entsprechend ein.

Das „5 Levels of Awareness“-Modell

 

1. Unaware

Das erste Level ist die “Unbewusste”-Phase. Eine Art Grundstimmung: Ihrem potentiellen Kunden geht es gut. Ihm ist kein Problem bewusst, welches er lösen möchte. In diesem Level sind Konsumenten sehr beeinflussbar durch äußere Reize wie Werbung, Empfehlungen und Gespräche. Durch gezielte Werbung kann dem Kunden beispielsweise auffallen, dass es ein Bedürfnis gibt, das er stillen möchte.

 

2. Problem Aware

Der Nutzer ist sich nun eines Problemes bewusst. Er möchte es lösen. Noch hat der Nutzer keine Idee für eine Lösung. Er setzt sich intensiv mit seinem Problem auseinander. Deshalb sucht er sehr breit und lässt sich gerne inspirieren.

 

 

3. Solution Aware

Die ersten Suchen und Recherchen haben dem Nutzer gezeigt, dass es Lösungen für sein Bedürfnis gibt. Er präferiert noch kein spezielles Produkt oder hat sich für einen bestimmten Service entschieden. Es ist wichtig, dass er auf Ihre Marke und Produkte stößt, um sie als Lösung wahrzunehmen. Kunden sind in dieser Phase sehr offen für deutliche Angebote.

 

 

 

4. Product Aware

Wir befinden uns in der heißen Phase der Kaufentscheidung. Der Kunde hat einen Anbieter oder ein Produkt kennengelernt und erstes Interesse. Nun muss der Nutzer vom Angebot überzeugt werden. Die Überzeugungsarbeit muss hierbei unterschiedlichen Kundentypen angepasst werden: Ein zurückhaltender, skeptischer Käufer muss darauf vertrauen können, dass er Produkte zurückschicken und umtauschen kann. Für einen impulsiven Käufer ist ein schneller und zuverlässiger Versand überzeugender.

 

 

 

 

5. Most Aware

Der Kunde hat bei Ihnen bzw. Ihr Produkt gekauft. Herzlichen Glückwunsch. Hier endet Ihre Kundenbindung aber nicht. Bieten Sie ihm ein tolles Versanderlebnis und eine gute Betreuung nach der Kaufentscheidung. Kann er bei Fragen den Support erreichen? Erhält er ein Feedback auf seine Rezensionen? Fühlt er sich weiterhin gut aufgehoben, wird der Nutzer selbst zum Multiplikator Ihrer Marke, teilt seine hervorragenden Erfahrungen und wird wieder auf Ihre Services und Produkte zurückgreifen.

 

 

 

Was ist eine User Story?

Mit Hilfe einer User Story können Sie Bedürfnisse und Ziele Ihrer Kunden konkret erfassen. Die User Story lässt sich als einfache Formel darstellen: 

Im Zuge von jedem Entwicklungsvorhaben sollten Sie sich zunächst der oben gezeigten Faktoren bewusst werden. Formulieren Sie die entsprechende User Story, machen Sie diese sichtbar (ausdrucken und aufhängen, zentral in Präsentationen einbauen etc.) und prüfen Sie jede neue Idee mit der User Story, bevor Sie Ressourcen in Entwicklungen investieren.

MVP Ketten

MVP Ketten, sind eine nette Gedankenstütze, um die Präsentation einzelner Informationen persönlicher für den Nutzer zu gestalten. Die einzelnen Buchstaben des Akronyms MVP stehen für

M = Merkmal
V  = Vorteil
P  = Persönlicher Nutzen

Mit der Abbildung eines “Merkmals”, stellen Sie dem Nutzer die grundlegende Information zur Verfügung. Das ist besser als keine Information, bindet den Nutzer aber nicht persönlich an Ihren Service oder Ihr Produkt. Jede Information lässt sich auch als “Vorteil” für den Nutzer formulieren. Ihr Kunde fühlt sich dadurch verstärkt wahrgenommen. Im Bestfall ist eine Information aber als “Persönlicher Mehrwert” für Ihren Nutzer dargestellt. Ihr Kunde verknüpft Ihren Service und Ihr Produkt unmittelbar mit seiner aktuellen Situation und wird überzeugt, sich auf eine Bestellung einzulassen. Zur Verdeutlichung hier drei MPV Ketten. Nehmen Sie die Steigerung der Fokussierung auf den Kunden wahr?

Merkmal: auf Lager (schwach)
Vorteil: sofort lieferbar (schon besser)
Persönlicher Mehrwert: Das Paket ist am XX.XX.XXX bei Ihnen (gute Lösung)

Merkmal: 14 Tage Rückgaberecht (schwach)
Vorteil: Kostenloser Rückversand (schon besser)
Persönlicher Mehrwert: Sie können alles bequem zu Hause anprobieren (gute Lösung)

Merkmal: Rund-um-Service (schwach)
Vorteil: Sie müssen sich um nichts kümmern (schon besser)
Persönlicher Mehrwert: Transport, Aufbau, Müllentsorgung erledigen alles wir für Sie. Sie müssen sich nur über Ihr neues Möbelstück freuen. (gute Lösung)

Achten Sie auf Ihre Wortwahl und vermeiden Sie Worthülsen. Formulieren Sie immer klar. Wären Sie ein Nutzer, der Ihren Webshop zum ersten Mal aufruft – würden Sie sich gut und informiert fühlen? Wird überhaupt verstanden, was Sie ausdrücken wollen? Machen Sie schnelle Tests, indem Sie Kollegen aus anderen Abteilungen oder Freunde Websites und Webshops testen lassen. 

Es hat niemals ein Ende …

Die Optimierung Ihres Webshops auf Kundenbedürfnisse beinhaltet optische, inhaltliche und strukturelle Maßnahmen. Eine Verbesserung ist niemals abgeschlossen. Sehen Sie den Willen zur Optimierung als Kreislauf: Analysieren, Verbessern, Überprüfen und wieder von vorne.

Nur so können Sie langfristig die Bedürfnisse Ihrer Nutzer bedienen. Und wir wissen alle: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Suchen Sie nach blinden Flecken, die Sie mit Ihrer Unternehmensbrille nicht wahrnehmen. Arbeiten Sie mit externen Testern und Dienstleistern zusammen. Die eigene Außenwirkung können Sie nur schwer selbst beurteilen.

Um Ihnen den Start in Ihre Optimierungsvorhaben zu erleichtern, möchten wir Ihnen hier noch einige , grundlegende Gedanken mit auf den Weg geben:

 

  • Innerhalb von zwei Sekunden entscheidet der Nutzer, ob er Ihren Webshop als vertrauenswürdig einstuft. Der erste Eindruck muss professionell sein!
  • Der Nutzer muss immer auf alle relevanten Informationen sofort zugreifen können. Entscheiden Sie anhand von User Stories nach der Analyse der Customer Journey, welche Informationen zu welchem Zeitpunkt der Reise relevant sind. 

Sorgen Sie dafür, dass der Nutzer zu jeder Zeit positiv von Ihrem Webshop überzeugt ist, wenn er sich unterbewusst diese drei Fragen stellt:  

  • Warum sollte ich hier kaufen?
  • Warum sollte ich ein Produkt in den Warenkorb legen?
  • Was macht den Verlag aus?

Gerne unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen in allen Phasen der Optimierung Ihres Webshops. Vom Workshop zur Ermittlung Ihrer Nutzergruppen über die technische Umsetzung bis zu Support und Erfolgsmessung nach Abschluss der Optimierung. 

 

1 Jahr DSGVO – Haben Sie an alles gedacht?

1 Jahr DSGVO – Haben Sie an alles gedacht?

1 Jahr DSGVO – Haben Sie an alles gedacht?

Vor gut einem Jahr ist die DSGVO in Kraft getreten und hat viele Unternehmen in Panik versetzt. Nach wenigen Wochen war der erste  Schock bereits verflogen und das Thema Datenschutz ist in vielen Köpfen in Vergessenheit geraten. Die Aufsichtsbehörden, welche die Bußgelder verhängen, fangen jedoch jetzt erst an genauer hinzusehen. Das Thema Datenschutz schleifen zu lassen, kann für Sie heute teuer werden – die DSGVO sieht Bußgelder bis zu 20 Mio. EUR vor.
Am Anfang des neuen Gesetzes war vieles unklar, vor allem die praktische Umsetzung warf viele Fragen auf. Jetzt nach gut einem Jahr sind viele Fragen geklärt.

Wir ziehen Bilanz nach einem Jahr DSGVO und zeigen Ihnen hier die wichtigsten Problemstellungen und wie Sie am besten damit umgehen. So können Sie Ihr Unternehmen vor Abmahnungen und Bußgeldern schützen und letztendlich mehr für den Datenschutz Ihrer Kunden und Mitarbeiter tun.

Die DSGVO gilt für jedes Unternehmen

Jedes Unternehmen verarbeitet in irgendeiner Art und Weise personenbezogene Daten. Das heißt die DSGVO gilt für jedes Unternehmen. Wie intensiv die Auswirkung auf das Unternehmen sind und wie groß die sich daraus ergebenden Verpflichtungen sind, hängen von der Unternehmensgröße ab.

Die Gefahren für Unternehmen

Bußgelder, die von den Aufsichtsbehörden verhängt werden, können bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des gesamten Jahresumsatzes eines Unternehmens betragen. In Deutschland wurden bis jetzt (Stand Mai 2019) gegen 75 Unternehmen (meist mittelständische Unternehmen) Bußgelder verhängt. Ein Vielfaches mehr an Prüfverfahren wurden bereits eingeleitet, die nicht oder noch nicht zu Bußgelder geführt haben. Jedes Prüfverfahren bedeutet einen hohen Kosten- und Arbeitsaufwand für das betroffene Unternehmen. Dazu sind noch Abmahnungen aufgrund von Verstößen gegen die DSGVO von Konkurrenten möglich. Und auch die betroffenen Personen selbst können Schadensersatzansprüche gegen Unternehmen stellen, die ihre Daten in Gefahr gebracht haben.

Das Minimum

Um diese Gefahren klein zu halten, sollten mindestens folgende Bereiche Ihres Unternehmens perfekt in Sachen Datenschutz aufgestellt sein:

1. Die Datenschutzerklärungen

Datenschutzerklärungen benötigen Sie auf Ihren Webseiten und immer dann wenn Sie Daten von Personen verarbeiten. Die Datenschutzerklärung auf Ihrer Webseite ist immer einsehbar und gerade deshalb ein leichtes Opfer für Abmahnungen. Aber auch die anderen Datenschutzerklärungen gehen raus in die Öffentlichkeit. Wie viele Datenschutzerklärungen Sie benötigen, hängt von der Anzahl Ihrer Datenverarbeitungs-Prozesse ab. Als Minimum sollten Sie zumindest eine separate Datenschutzerklärungen für Ihre Webseite, den allgemeinen Kunden- / Partnerkontakt und den Bewerbungsprozess vorhalten. Selbstverständlich lässt sich dies auch zu einer großen Datenschutzerklärung zusammenfassen. Wichtig ist es, immer und überall wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, auf die jeweilige Datenschutzerklärung hinzuweisen! Nutzen Sie hierfür Signaturen in Ihren E-Mails, Fußzeilen in Geschäftsbriefen und Info-Felder in Ihren Social Media-Kanälen. Verlinken Sie von dort auf Ihre Datenschutzerklärungen.

Für einfache Webseiten ohne besondere Erweiterungen finden Sie im Netz Generatoren. Sollten bei Ihnen etwas ausgefallenere Datenverarbeitungsvorgänge stattfinden, ist professionelle Hilfe nötig.

2. SSL-Verschlüsselung

Nach der DSGVO müssen die Daten, die über Kontaktformulare und Verkaufsseiten (z.B. Webshops und E-Commerce) eingegeben werden, verschlüsselt sein. Man erkennt Webseiten mit Verschlüsselung am „https“ vor dem www und dem grünen Schlosssymbol im Browser. Sinnvoll ist es, die ganze Website als jedes Kontaktformular einzeln zu verschlüsseln.

3. Double-Opt-In-Verfahren

Wenn Sie Newsletter per E-Mail an Nicht-Bestandskunden versenden, benötigen Sie die Einwilligung der Empfänger. Hierfür muss das sogenannte Double-Opt-In-Verfahren (DOI) genutzt werden, in dem der Empfänger noch einmal bestätigt, den Newsletter erhalten zu möchten. Bestandskunden können Newsletter unter bestimmten Bedingungen auch ohne ein Double-Opt-In-Verfahren erhalten. Lesen Sie hierzu weitergehend unseren Artikel zum Marketingrecht. In jedem Fall sollten Sie daran denken, den Link zu Ihrer Datenschutzerklärung im Newsletter unterzubringen.

4. Hinweis im Datenschutz zu Drittanbietern wie Nutzer-Tracking, Cookies, externe Anbieter

Oft sind auf Webseiten Schnittstellen zu dritten Unternehmen integriert. Das können beispielsweise Google Analytics, Social Media-PlugIns von Facebook, Twitter & Co. oder der Youtube-Videoplayer sein. Oft reicht es, passend zu diesen Anbietern einen Hinweis in Ihrer Datenschutzerklärung einzubinden. Jedoch ist nicht garantiert, dass jede Datenverarbeitung über externe Anbieter rechtskonform ist. Hier bietet sich im Zweifelsfall die Überprüfung durch einen Datenschutzexperten an.

5. Auftragsverarbeitungsverträge

Wenn externe Unternehmen Daten für Sie verarbeiten oder Sie dies für andere tun, muss zwischen den beteiligten Parteien ein sogenannter Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen werden. Dazu gehören unter anderem Webhoster, bei dem Sie Ihre Webseite speichern, E-Mail-Provider, Anbieter von Newsletter-Software, Analyse-Anbieter wie Google Analytics, Webdesigner/ Webagenturen, die Zugriff auf die Daten von Kunden haben. Achtung! Beide Seiten sind für den Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrages verantwortlich!

Weitergehende Maßnahmen

Die DSGVO verlangt weiterhin auch die Schulung von Mitarbeitern zum Thema Datenschutz. Auch fallen für Unternehmen umfangreiche Dokumentationspflichten an.

Sind die fünf oben genannten Punkte für Unternehmen ohne besondere Datenverarbeitungsvorgänge auch alleine noch zu bewältigen braucht es spätestens bei den Dokumentationspflichten und Schulungen Rat von Experten. Eine Möglichkeit ist es, selbst im Unternehmen Datenschutzexperten auszubilden und eigene Datenschutzbeauftragte zu bestellen. Alternativ kann es durchaus sinnvoll sein, externe Datenschutzexperten mit ins Boot zu holen – auch nur für einzelne Projekte – für welche im Unternehmen nicht die Fachkenntnisse oder die personellen Ressourcen verfügbar sind.

Der offensichtlichste Fall ist hier ein externer Datenschutzbeauftragter, der das Unternehmen dauerhaft unterstützt, berät und die Datenschutzdokumente pflegt. Einen Datenschutzbeauftragten müssen Sie bestellen, wenn sich bei Ihnen zehn oder mehr Mitarbeiter in Ihrer täglichen Arbeit mit personenbezogenen Daten befassen. Auf Projektbasis ist es in der Regel sinnvoll, die externen Kräfte für Schulungen der Mitarbeiter, Datenschutz-Audits, dem Erstellen von Datenschutz-Leitlinien oder im Vorfeld von neuen Datenverarbeitungsvorgängen ins Unternehmen zu holen.

Wir von juni.com und juni.pro bieten ein umfangreiches Leistungsportfolio rund um das Thema Datenschutz und IT-Sicherheit an. Gerne nehmen wir uns für Sie die Zeit für eine kostenlose Erstberatung. Hierbei lernen Sie uns kennen und und wir analysieren zusammen mit Ihnen, wo wir Sie und Ihr Unternehmen unterstützen können. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@juni.com oder rufen Sie unter 069 5077 5780 an! (Die kostenlose Beratung umfasst eine telefonische oder persönliche Erstberatung von bis zu drei Stunden. Dieses Angebot richtet sich nur an Unternehmenskunden.)